Die Entstehung der Eisenbahnlinien in Wien und ihre Weiterentwicklung bis zum Jahr 2000.
Verkehrstechnische Überlegungen für die Zukunft (Bahnhof Wien)



1.0 Vorwort

Die Industrialisierung der europäischen Länder, die im XIX. Jahrhundert ihren Lauf nahm, ließ nicht ahnen, welche Perspektiven sich mit der Erfindung der Dampfmaschine, der Elektrizität, der Entwicklung des Motors usw. eröffneten. Manche verfluchten die Einführung der Maschine als ein Werk des Teufels 1, andere wiederum nahmen all diese Neuerungen wohlwollend auf. Das Zeitalter der Mobilität hatte begonnen.

Heute – nach knapp 200 Jahren – kann man nur staunen, welche gigantische Dimensionen die Entwicklung der Technik angenommen hat und wie rasch sich die verschiedenartigsten Beförderungsmittel als selbstverständlich in unser Leben eingefügt haben.

Die fortschreitende Bevölkerungsdichte einer Stadt und das Spektrum der sozialen Lage der Stadtbewohner verlangten nach neuen Verkehrslösungen. Bald entdeckten die Städteplaner die gegenseitige Abhängigkeit von Städtewachstum und Verkehr. Diese Entwicklung konnte man mit der Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel sogar geschickt steuern.

Die vorliegende Arbeit will die Entwicklung der Eisenbahn in Wien schemenhaft darstellen und sich dabei nur auf die architektonischen und städtebaulich-verkehrstechnischen Aspekte beschränken. Ausführlichere Abhandlungen dieses wissenschaftlich kompetent beachteten Gebietes würden gewiss etliche Dissertationen füllen.

Die Tendenz des Menschen, seine Umgebung nach ästhetischen Prinzipien zu verschönern, führte konsequenterweise zu architektonischen Überlegungen der entstehenden Eisenbahngesellschaften. Nicht nur Ästhetik, sondern auch Funktionalität und Prestige spielten dabei eine sehr große Rolle. Diese Überlegungen begleiten bis heute die Arbeit der Städte- und Eisenbahnplaner.

Die Idee dieser Arbeit entstand, als der Verfasser durch die Massenmedien mit dem Grundgedanken des Zentralbahnhofs in Wien konfrontiert wurde. Bekanntlich sind die Pläne der Siebzigerjahre, die in den Neunzigern wieder belebt wurden (Umgestaltung des Nordbahnhofs / Praterstern), endgültig verworfen worden. 2 Bei einem Gespräch im ÖBB-Planungsbüro erfuhr ich von Dipl. Ing. Barfuß 3, der verantwortlich für den Hochbau der ÖBB im Raum Wien ist, dass die Idee des neuen Zentralbahnhofs sich nicht mehr auf den „Kopfbahnhof Südbahnhof konzentriert, sondern vielmehr aus diesem einen Bahnhof Wien“ in drei Bauphasen (bis zum Jahr 2015) schaffen will.

Diesem neuen Konzept und seiner Entstehungsgeschichte widmet sich diese Arbeit.

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Tylko nie mów nikomu
(– Sag es niemandem –)
(subtitles auwählen)

Zabawa w chowanego
(– Katz und Maus Spiel –)
(am Tag der Premiere NOCH keine subtitles)