Eisenbahn in Wien

2.3 Westbahnhof, Elisabethbahn (1858)


Abb. 22Die romantische Form beherrschte den 1858 eröffneten Westbahnhof. Nicht zuletzt wegen der häufigen Ausflüge des Kaiserpaares strengten sich hier die Architekten besonders an (es wurden der jungen Architektengruppe unter M. Löhr sogar einige Freiheiten erlaubt). Der Bahnhof musste täglich 100.000 Reisende (ca. 140 ankommende und abfahrende Züge innerhalb von 18 Stunden) bewältigen.

Die Fassade der Ankunftsseite zeigt für die lang gestreckte Bahnhofsbauten typische Baukörpergestaltung mit dreifachen Akzent: Ausgang durch drei Renaissance-Bögen, an den beiden Enden Eckpavillons mit Wohnungen und verbindende Flügelbauten mit einer Fenster-Arkadenreihe.

 

Abb. 23
Abb. 24

 

Abb. 26Abb. 25

2.4 Franz-Joseph-Bahnhof (1870)

 

Abb. 27Erbaut nach Plänen von Ullmann und Barvicius war die Bahnsteigshalle auf englische Art von einem Vorbau gegenüber der Stadt verdeckt. Die damalige Zeit ließ damals im Stil der Renaissance-Paläste bauen. Nach Beheben der ärgsten Kriegsschäden leistete der Bahnhof noch 30 Jahre gute Dienste, bis er 1975 abgetragen worden war.

Der 1982 neueröffnete Neubau wurde mit Fremdobjekten (Bankhaus, Büro- und Warenhaus) kombiniert und erfüllt bei weitem nicht die Erwartungen der Reisenden.

 

 

Abb. 28

Abb. 29