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		<name>typovia</name>
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		<title>Hurensöhne und Schusterkinder</title>
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		<published>2017-01-02T13:13:53+00:00</published>
		<updated>2017-01-02T13:13:53+00:00</updated>
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		<author>
			<name>Super User</name>
		</author>
		<summary type="html">&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;Absatzumruch&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Beim automatischen Umbruch von Texten ergeben sich zuweilen Situationen, die ein unharmonisches Schrift- oder Seitenbild liefern und die einer Korrektur bed&amp;uuml;rfen. Hierzu z&amp;auml;hlen die so genannten &lt;b&gt;Hurenkinder&lt;/b&gt; (oder Witwen) und &lt;b&gt;Schusterjungen&lt;/b&gt; (oder Waisen). &lt;br /&gt; &lt;br /&gt; &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/schuster.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Hurens&amp;ouml;hne und Schusterkinder&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Abs&amp;auml;tze in bester Gesellschaft: Hurens&amp;ouml;hne und Schusterkinder.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/schuster_k.png&quot; alt=&quot;Hurens&amp;ouml;hne und Schusterkinder&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Ein Hurenkind (englisch: widow) nennt man die letzte Zeile eines Absatzes, die am Anfang einer neuen Seite oder Spalte erscheint. Der Schusterjunge ist die erste Zeile eines Absatzes am Ende einer Spalte oder Seite. Die meisten DTP-Programme verf&amp;uuml;gen &amp;uuml;ber eine Absatzkontrolle, die dieses Problem verhindern kann. Dort gibt man an, wie viele Zeilen des Absatzes zusammenh&amp;auml;ngend auf einer Seite erscheinen sollen. Setzt man hier den Wert &amp;sbquo;2&amp;lsquo; ein, so werden die klassischen Hurenkinder und Schusterjungen prinzipiell vermieden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als Nebeneffekt tritt jetzt aber ein, dass auf einer Seite, auf der ein Schusterjunge oder Hurenkind ohne diese Einstellung entstehen w&amp;uuml;rde, nun unten freier Raum verbleibt. Es sieht in der Regel jedoch besser als ein Schusterjunge aus.{footnote}Diese Problemf&amp;auml;lle lassen sich h&amp;auml;ufig auch vom Autor durch K&amp;uuml;rzen oder Hinzuf&amp;uuml;gen von Text beheben.{/footnote}&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hurenkinder fallen insbesondere dann auf, wenn die Restzeile noch besonders kurz ger&amp;auml;t oder nach ihr ein Absatz mit Leerraum nach oben folgt, Schusterjungen dann, wenn sie mit einem Einzug in der ersten Zeile beginnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;Uuml;berschriften d&amp;uuml;rfen ebenso wie die erste Zeile eines Absatzes nicht alleine am Ende einer Seite stehen. Sie st&amp;ouml;ren das Seitenbild noch ausgepr&amp;auml;gter als Schusterjungen. Dies l&amp;auml;sst sich bei fast allen DTP-Paketen vermeiden, indem man im Absatzformat angibt, dass &amp;Uuml;berschriften immer zusammen mit dem n&amp;auml;chsten Absatz auf einer Seite stehen sollen. Der &amp;Uuml;berschrift sollten auf einer Seite zumindest zwei, besser drei bis vier Zeilen folgen.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;Kurze Absatzenden&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&amp;Auml;hnlich auffallend und damit st&amp;ouml;rend wie Hurenkinder und Schusterjungen sind kurze Zeilenenden am Ende eines Absatzes. Ein solches Zeilenbild f&amp;auml;llt insbesondere dann ins Auge, wenn der nachfolgende Absatz mit einem Einzug beginnt und dieser ebensogross oder sogar gr&amp;ouml;&amp;szlig;er ist, als das dar&amp;uuml;berstehende Zeilenende.{footnote}Die Zeilenl&amp;auml;nge der letzten Zeile wird als &amp;bdquo;Auslauf&amp;ldquo; bezeichnet.{/footnote} Solche kurzen Zeilenenden entstehen h&amp;auml;ufig durch die automatische Trennung. Schon aus diesem Grunde sollte f&amp;uuml;r die normalen Abs&amp;auml;tze des Grundtextes die Nachsilbe bei Trennungen auf minimal drei Zeichen gesetzt sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;aus: Mut zur Typographie. Ein Kurs f&amp;uuml;r Desktop-Publishing.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;J&amp;uuml;rgen Gulbins und Christine Kahrmann&lt;br /&gt;Springer 2000, 2. Auflage&lt;/p&gt;</summary>
		<content type="html">&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;Absatzumruch&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Beim automatischen Umbruch von Texten ergeben sich zuweilen Situationen, die ein unharmonisches Schrift- oder Seitenbild liefern und die einer Korrektur bed&amp;uuml;rfen. Hierzu z&amp;auml;hlen die so genannten &lt;b&gt;Hurenkinder&lt;/b&gt; (oder Witwen) und &lt;b&gt;Schusterjungen&lt;/b&gt; (oder Waisen). &lt;br /&gt; &lt;br /&gt; &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/schuster.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Hurens&amp;ouml;hne und Schusterkinder&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Abs&amp;auml;tze in bester Gesellschaft: Hurens&amp;ouml;hne und Schusterkinder.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/schuster_k.png&quot; alt=&quot;Hurens&amp;ouml;hne und Schusterkinder&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Ein Hurenkind (englisch: widow) nennt man die letzte Zeile eines Absatzes, die am Anfang einer neuen Seite oder Spalte erscheint. Der Schusterjunge ist die erste Zeile eines Absatzes am Ende einer Spalte oder Seite. Die meisten DTP-Programme verf&amp;uuml;gen &amp;uuml;ber eine Absatzkontrolle, die dieses Problem verhindern kann. Dort gibt man an, wie viele Zeilen des Absatzes zusammenh&amp;auml;ngend auf einer Seite erscheinen sollen. Setzt man hier den Wert &amp;sbquo;2&amp;lsquo; ein, so werden die klassischen Hurenkinder und Schusterjungen prinzipiell vermieden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als Nebeneffekt tritt jetzt aber ein, dass auf einer Seite, auf der ein Schusterjunge oder Hurenkind ohne diese Einstellung entstehen w&amp;uuml;rde, nun unten freier Raum verbleibt. Es sieht in der Regel jedoch besser als ein Schusterjunge aus.{footnote}Diese Problemf&amp;auml;lle lassen sich h&amp;auml;ufig auch vom Autor durch K&amp;uuml;rzen oder Hinzuf&amp;uuml;gen von Text beheben.{/footnote}&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hurenkinder fallen insbesondere dann auf, wenn die Restzeile noch besonders kurz ger&amp;auml;t oder nach ihr ein Absatz mit Leerraum nach oben folgt, Schusterjungen dann, wenn sie mit einem Einzug in der ersten Zeile beginnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;Uuml;berschriften d&amp;uuml;rfen ebenso wie die erste Zeile eines Absatzes nicht alleine am Ende einer Seite stehen. Sie st&amp;ouml;ren das Seitenbild noch ausgepr&amp;auml;gter als Schusterjungen. Dies l&amp;auml;sst sich bei fast allen DTP-Paketen vermeiden, indem man im Absatzformat angibt, dass &amp;Uuml;berschriften immer zusammen mit dem n&amp;auml;chsten Absatz auf einer Seite stehen sollen. Der &amp;Uuml;berschrift sollten auf einer Seite zumindest zwei, besser drei bis vier Zeilen folgen.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;Kurze Absatzenden&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&amp;Auml;hnlich auffallend und damit st&amp;ouml;rend wie Hurenkinder und Schusterjungen sind kurze Zeilenenden am Ende eines Absatzes. Ein solches Zeilenbild f&amp;auml;llt insbesondere dann ins Auge, wenn der nachfolgende Absatz mit einem Einzug beginnt und dieser ebensogross oder sogar gr&amp;ouml;&amp;szlig;er ist, als das dar&amp;uuml;berstehende Zeilenende.{footnote}Die Zeilenl&amp;auml;nge der letzten Zeile wird als &amp;bdquo;Auslauf&amp;ldquo; bezeichnet.{/footnote} Solche kurzen Zeilenenden entstehen h&amp;auml;ufig durch die automatische Trennung. Schon aus diesem Grunde sollte f&amp;uuml;r die normalen Abs&amp;auml;tze des Grundtextes die Nachsilbe bei Trennungen auf minimal drei Zeichen gesetzt sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;aus: Mut zur Typographie. Ein Kurs f&amp;uuml;r Desktop-Publishing.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;J&amp;uuml;rgen Gulbins und Christine Kahrmann&lt;br /&gt;Springer 2000, 2. Auflage&lt;/p&gt;</content>
		<category term="DTP-Artikel" />
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		<title>Goldene Regeln für schlechten Satz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.typovia.at/index.php/desktop-publishing/dtp-artikel/goldene-regeln-fuer-schlechten-satz"/>
		<published>2017-01-02T13:13:39+00:00</published>
		<updated>2017-01-02T13:13:39+00:00</updated>
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		<author>
			<name>Super User</name>
		</author>
		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Gute Typen, schlechte Typen.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Goldene Regeln f&amp;uuml;r schlechten Satz&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angewandte Typografie ist letzten Endes Geschmackssache. Allerdings: Ob trendig-schr&amp;auml;ge, undergroundige, mainstreamige, raditionellkonservative oder einfach zum Thema passende Type-Designs gut r&amp;uuml;berkommen oder dilettantisch, liegt an der Kompetenz von Setzer und Setzerin. Unabh&amp;auml;ngig vom angestrebten Design unterliegen typografische Gestaltungen typografischen Gesetzm&amp;auml;&amp;szlig;igkeiten. Diese k&amp;ouml;nnen eingehalten oder ignoriert werden. Zur Anwendung kommt in jedem Fall eine Regel:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ihre Drucksachen werden Aussagen &amp;uuml;ber Ihre Satz-Kompetenz treffen &amp;amp;endash; freiwillig oder unfreiwillig. Warum also nicht offensiv damit umgehen? Wie Sie einfach und sicher unansehnliche, schlechte sowie &amp;auml;sthetische Minimalanforderungen unterschreitende Sofortkandidaten f&amp;uuml;r den Altpapier-Container generieren, zeigen Ihnen die folgenden Goldenen Typo-Trash-Regeln.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;01&lt;br /&gt;Sage alles m&amp;ouml;glichst GRO&amp;szlig; UND LAUT!!!&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Ignoriere den Zeichenreichtum guter Schriften! Typografische Zur&amp;uuml;ckhaltung und Angemessenheit in der Wahl der Mittel sind absolut zu vermeiden! Wozu m&amp;uuml;hselig Kursivschriften, Kapit&amp;auml;lchen (wom&amp;ouml;glich noch echte, die nichts als zus&amp;auml;tzliches Geld kosten) oder dezent gefettete Schriftschnitte f&amp;uuml;r Auszeichnungen und Hervorhebungen ausw&amp;auml;hlen, wenn es auch einfacher geht? Viele Amateur-Typografen k&amp;ouml;nnen nicht irren: GRO&amp;szlig; f&amp;auml;llt einfach immer auf!! Garniert mit nochmals hervorkehrenden Ausrufezeichen, um die Wichtigkeit der getroffenen Aussage zu dokumentieren (sehr effektiv: zwei, drei oder mehr), weisen GRO&amp;szlig;BUCHSTABEN zwei Vorteile auf. Erstens sind sie un&amp;uuml;bersehbar. Sie fallen aus jeglichem Zusammenhang (der sowieso unwichtig ist) heraus und lenken das Auge des Lesers treffsicher schlagend auf die wirklich wichtigen Dinge des Lebens. Zweitens l&amp;auml;sst sich die Methode im DTP-Satz sehr einfach generieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Empfehlung: Machen Sie von den Errungenschaften moderner Tastaturen m&amp;ouml;glichst extensiven Gebrauch und stellen Sie die SHIFT-Taste so oft es geht auf Dauerbetrieb.&lt;br /&gt;Vorteil: Das Ignorieren spie&amp;szlig;iger Regeln (wie etwa der, dass der Gebrauch von &amp;raquo;&amp;szlig;&amp;laquo; in versal gesetzten Type-Designs Fauxpas Nummer eins ist) k&amp;ouml;nnen Sie auf diese Weiserecht souver&amp;auml;n zelebrieren. Insgesamt sorgt die stringente Anwendung von Trash-Regel 1 auch f&amp;uuml;r die Umsetzung Ihres Hauptanliegens &amp;amp;endash; dass Sie und Ihr Text ernst genommen werden. Und darauf kommt es schlie&amp;szlig;lich an, oder?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;02&lt;br /&gt;Ignoriere den Zeichenreichtum guter Schriften!&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Gro&amp;szlig;buchstaben bieten jedoch noch weitere Vorteile. Insbesondere technische Texte (oft anzutreffen in Computerzeitschriften) enthalten jede Menge Gro&amp;szlig;buchstaben-Abk&amp;uuml;rzungen. Ob die jemand versteht, ist vollkommen peripher. IHR Job ist es, Begriffe wie ASCII-Code, JPEG, in PDF umgewandeltes EPS, UdSSR, CDU, SPD, UNO, RTL und andere angemessen hervorzukehren. Die Befolgung dieser Unterregel ist einfach. Sie brauchen nichts zu tun! So genannte High-End-Typografen verringern dagegen bei Gro&amp;szlig;buchstaben-Abk&amp;uuml;rzungen die Schriftgr&amp;ouml;&amp;szlig;e um f&amp;uuml;nf bis zehn Prozent; Ihr einziger Job hingegen ist, dies tunlichst zu unterlassen. &amp;Auml;hnlich sieht es bei der Verwendung so genannter Zusatzzeichen aus, enthalten in so genannten Expert- und Small-Caps-Zusatzschriftschnitten. Vermutlich ist die Gefahr gering, dass Sie von der Existenz solch sonderbarer Zeichenfiguren-S&amp;auml;tze wie echter Kapit&amp;auml;lchen oder Medi&amp;auml;valziffern &amp;uuml;berhaupt geh&amp;ouml;rt haben. Falls doch: Den Zeichenreichtum gut ausgebauter Antiquaschriften, wie etwa Minion oder Adobe Garamond, sollten Sie unbedingt links liegenlassen. Keinesfalls sollten Sie daher Ziffern in Lesetexten mit Expert-Schriftschnitten umformatieren. Und, sehen Sie sich um: Wer verwendet Medi&amp;auml;valziffern? Gut gesetzte B&amp;uuml;cher? Geschenkt! Ihre Welt ist schlie&amp;szlig;lich die der Flyer vom Supermarkt um die Ecke. Dies soll auch typografisch so bleiben!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;03&lt;br /&gt;Verwende m&amp;ouml;glichst unechte Kursive!&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Es kann durchaus sein, dass ein Kunde, ungeachtet der gro&amp;szlig;artigen Formatierungsm&amp;ouml;glichkeiten mittels regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig angewandter SHIFTLOCK-Taste, auf kursive Auszeichnungen besteht. In diesem Fall sitzen Sie in der Klemme, denn unechte Kursive &amp;amp;endash; also eine elektronisch schr&amp;auml;ggestellte Antiqua-Schrift &amp;amp;endash; sind in Postscript-Umgebungen kaum verl&amp;auml;sslich hinzukriegen. Sie formatieren in ehrlicher Trash-Absicht unecht kursiv per Xpress-Schriftstil; der Postscript-RIP hingegen sucht sich prompt die Garamond Italic. Zumindest unter Windows steigt jedoch die Wahrscheinlichkeit rapide, echte unechte kleine&amp;raquo;a&amp;laquo;-Kursivbuchstaben zu erhalten: In der Kombination mit stetiger Verwendung von Truetype-Billigschriften mit nur einem Schnitt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Lange Rede kurzer Sinn: Um Trash-Effekt 3 zu erhalten, m&amp;uuml;ssen Sie Ihr System unter Umst&amp;auml;nden ein klein wenig konfigurieren: Echte Kursivschnitte raus, Billigfonts drauf.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;04&lt;br /&gt;Verwende immer die &amp;raquo;DTP-Stile&amp;laquo;!&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Unterstreichungen, DTP-generierte Shadow und Outline-Texte sind einfach geil! Trash-Typografie kommt somit ohne diese stilistischen Hervorheber nicht aus. Geeignet sind sie vor allem in Situationen, wo der Gebrauch von Regel 1 doch ein wenig Abwechslung erfordert. Die Einhaltung der Regel ist einfach. Selbst professionelle DTP-Programme haben diese beliebten Formatierungsm&amp;ouml;glichkeiten oft im Angebot (Quark Xpress: Schriftstile; als Kn&amp;ouml;pfe griffig-direkt in der Ma&amp;szlig;palette). Wenden Sie diese Innovationen auch an. Das Motto: Software-generierte harte Schlagschatten, durch Buchstaben-Unterl&amp;auml;ngen hindurchgehende und direkt unter dem Text sitzende Unterstreichungen sowie trashig-dick strichige Outline-Headlines braucht die Welt!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;05&lt;br /&gt;Ignoriere Textformulierungs-Standards!&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Schreibe jede Ziffer im Text auch als Ziffer und k&amp;uuml;rze extensiv ab! Die Platzspar-Regel, die nicht umsonst dem Kleinanzeigen-Genre entstammt, eignet sich vor allem bei kleinplatzigen Anzeigen. Journalisten lernen als Regel, Ziffern bis zw&amp;ouml;lf als Wort auszuschreiben sowie auf Abk&amp;uuml;rzungen zu verzichten. Herr Augstein, Rowohlt oder Bertelsmann k&amp;ouml;nnen solche Platzverschwendung locker bezahlen. Ihre Kunden und Sie hingegen haben nichts zu verlieren! Also: Das Unterbringen von m&amp;ouml;glichst viel Text auf wenig Platz (siehe auch Regel 7) schont nicht nur die Gelenke, sondern stellt auch Ihren Sinn f&amp;uuml;r &amp;Ouml;konomie unter Beweis. Textpassagen wie &amp;raquo;S. a. d. Hinw. in Kap. 5&amp;laquo; oder &amp;raquo;1a-Samml. billig abzg.!&amp;laquo; zeigen, dass von Ihnen selbst Hans Eichel noch was lernen k&amp;ouml;nnte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;06&lt;br /&gt;Divis gen&amp;uuml;gt!&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Konsequent durchgehaltene Divis-Striche sind ein schlagkr&amp;auml;ftiges Mittel, die Wirkung von Texten erheblich zu vereinfachen. Aus dem Schatzk&amp;auml;stlein der Typotrash-Reduktionsregel-Unterspezies stammend, ist die Befolgung dieser Ma&amp;szlig;gabe recht einfach. Egal ob Cent-Betrag hinter der Preisangabe (Halbgeviertstrich), Gegen-Bindestrich zwischen Dortmund&amp;ndash;1. FC K&amp;ouml;ln, Gedankenstrich bei Nebensatz-Einsch&amp;uuml;ben oder Trennungsstrich: Ihr einziges Strich-Tastenzeichen liegt stringent neben der Punkt-Taste.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vorteil: Der &amp;raquo;kleine Kurze&amp;laquo; entschlackt Texte von differenzierendem und damit unn&amp;ouml;tigem Ballast und hilft, den Blick auf das Wesentliche zulenken. Gut kommt diese Regel vor allem bei Texten, deren theoretische Weitschweifigkeit ein bisschen Reduktion gut vertragen kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;07&lt;br /&gt;Verhalte dich volkst&amp;uuml;mlich!&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Hat Ihr Supermarkt-Filialleiter um die Ecke InDesign oder Quark Xpress? Kennt er die n&amp;ouml;tigen Tastaturgriffe zur Erzeugung ASCII-code-gerechter An- und Abf&amp;uuml;hrungszeichen? Na also! Wollen Sie mit Ihrer teuren DTP-Software angeben? Nein? Zugegeben: Sie macht es Ihnen auch etwas schwer. Xpress etwa, welches die Zoll-Zeichen (&amp;uuml;ber der 2) intern in Schriftsatz-An- und Abf&amp;uuml;hrungen umkonvertiert, ben&amp;ouml;tigt gar beherzte Eingriffe in den Programm-Vorgaben. Die sollten Sie jedoch nicht scheuen. Ehrlich gesagt ist jedoch die &amp;Auml;ra der Office-Anf&amp;uuml;hrungsstriche am Ablaufen. Da mittlerweile sogar Klassiker wie Word ihre trashige Herkunft verbergen und Sekret&amp;auml;rinnen Volkshochschulkurse in Typo belegen, empfiehlt sich im Zweifelsfall nur der Umstieg auf einen Billig-Texteditor.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;08&lt;br /&gt;Keine eigenen Blocksatzeinstellungen!&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Profiprogramme machen die Einhaltung von Absatzformat-Trashregel 1 recht schwer. Der Knackpunkt liegt in den Silbentrennungs- und Blocksatzgenerierungs-Algorithmen (in Quark Xpress: &amp;raquo;Bearbeiten; S&amp;amp;B). Beste Chancen f&amp;uuml;r ellenlange Wortzwischenr&amp;auml;ume haben Sie vor allem bei der Kombination von (zu) gro&amp;szlig;er Schrift mit (zu) kleiner Spaltenbreite. Naturbelassene S&amp;amp;B-Vorgaben in Xpress und InDesign k&amp;ouml;nnen diese Trashtypo-Spezies zwar bereits im Werkszustand durchaus bef&amp;ouml;rdern. Auf diese k&amp;ouml;nnen Sie jedoch durchaus f&amp;ouml;rdernden Einfluss nehmen! Unterbinden Sie Silbentrennung bei mit Gro&amp;szlig;buchstaben beginnenden W&amp;ouml;rtern, oder noch besser: Schalten Sie die Silbentrennung ganz aus! Geben Sie maximale Toleranzzonen f&amp;uuml;r Wortzwischenr&amp;auml;ume ein, verbunden mit gro&amp;szlig;z&amp;uuml;gig bemessenen Normal-Werten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Merke: Der Wortzwischenraum hei&amp;szlig;t so, weil er als Raum zwischen den W&amp;ouml;rtern steht, und den sollte man sehen! Haben Sie die Ihnen bereits sehr entgegenkommenden Werkseinstellungen Ihrer DTP-Software entsprechend optimiert, k&amp;ouml;nnen Sie ebenfalls Texte generieren wie nebenstehend abgebildet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;M&amp;ouml;glich ist es jedoch auch, den so genannten &amp;raquo;Gummiband-Effekt&amp;laquo;zu generieren: ein Wort mit f&amp;uuml;nf Buchstaben wird &amp;uuml;ber die ganze Blocksatz-Zeile spationiert. Dieser vor allem in den USA sehr beliebte Trash-Effekt erfordert unter Umst&amp;auml;nden ebenfalls Eingriffe in Ihrer Software. In der Xpress-Standard-S&amp;amp;B sind zwar bereits vier Prozent Maximaltoleranz enthalten, bessere Gummiband-Effekte erfordern jedoch die Eingabe h&amp;ouml;herer Werte. Eine nette, umgekehrte Variante ist &amp;uuml;brigens, den Trenn-Algorithmus auf &amp;raquo;unbegrenzt&amp;laquo;zu stellen und als maximale Zeichenanzahl vor und hinter dem Trennungsstrich &amp;raquo;2&amp;laquo; festzulegen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Effekt: Das Programm f&amp;auml;ngt an, ohne Ende Text zutrennen. Vorteil: Zur Geltung kommen in dem Fall auch die sch&amp;ouml;nen Divis-Zeichen, wie bereits in Regel 6 beschrieben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;09&lt;br /&gt;Schusterjungs machen Text interessant!&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Absatz-einleitende Zeilen am Ende einer Seite sowie das Pendant, Absatz-abschlie&amp;szlig;ende Zeilen am Anfang einer neuen Zeile (in der alten Typografiesprache lapidar: Schusterjungen und Hurenkinder) gilt es in der High-End-Typografie unbedingt zu vermeiden, da solche Zeilen verloren und irgendwie aus dem Zusammenhang gerissen wirken. Sie werden es ahnen: In der Trash-Typografie ist das anders! H&amp;uuml;ten Sie sich also, die entsprechenden Funktionen Ihrer Profi-Software zu verwenden (in Xpress: &amp;raquo;Stil; Formate...&amp;laquo;, &amp;raquo;Zeilen zusammenhalten&amp;laquo; ankreuzen, Start: 2, Ende: 2).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Verlorene Zeilen erf&amp;uuml;llen einen sinnvollen Zweck: Ist die Aufmerksamkeit des Lesers eingeschl&amp;auml;fert, rei&amp;szlig;t ihn der &amp;Auml;rger, dass er zum Weiterlesen nun extra umbl&amp;auml;ttern muss, aus dieser kontraproduktiven Lethargie heraus. Effekt: Die geb&amp;uuml;hrende Aufmerksamkeit f&amp;uuml;r den Inhalt Ihres typografischen Werks ist wiederhergestellt!&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;10&lt;br /&gt;Setze Text kompress und eng!&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Absatzformat-Trashregel drei. Sie kennen die Kunden, die einen Roman voller unentbehrlicher Infos auf 45 x 45 Millimeter Anzeigenraum unterbringen wollen. Unterst&amp;uuml;tzen Sie diese Personen in ihrem Anliegen! Sie wissen schlie&amp;szlig;lich, dass typografisches Engagement gerade in diesem Sektor auch pekuni&amp;auml;r reichhaltige Fr&amp;uuml;chte tr&amp;auml;gt. Kommen Sie dem typografisch entgegen. Helfen k&amp;ouml;nnen kleine, enge Condensed-Schriften, verbunden mit einemZeilenabstand, der m&amp;ouml;glichst kleiner als die Punktgr&amp;ouml;&amp;szlig;e der Schrift ausfallen sollte. K&amp;uuml;rzen Sie im Text ab.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ist die Anzeige umrandet: Gehen Sie so weit wie m&amp;ouml;glich an die Rahmengrenze heran. Platz f&amp;uuml;r Aussagen sollte nie verschenkt werden! Bringen Sie Logos und Bilder da unter, wo noch Platz ist. Ihr satztechnisches Motto sollte ein altes Handwerker-Leitwort werden: &amp;raquo;Was nicht passend ist, wird passend gemacht.&amp;laquo; Eben!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;11&lt;br /&gt;Strukturiere niemals Zahlenkolonnen!&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Bankleitzahlen, Telefonnummern, Postleitzahlen und &amp;auml;hnliches werden in der High-End-Typografie durch ein Regelwerk von &amp;bdquo;Gliederungsvorschriften&amp;ldquo; reglementiert. Telefonnummern: Zweiergruppen, Bankleitzahlen: Dreiergruppen. Und so weiter. Wer soll da noch durchblicken? Ihre Kunden? Sie? Also! Dem nat&amp;uuml;rlichen Wildwuchs der Ziffern tut es auch nicht gut: Jede Ziffer will schlie&amp;szlig;lich so sein, wie sie eben ist. Wozu gliedern? Stellen Sie sich auf den Standpunkt, dass der, der wirklich anrufen will, auch anruft &amp;amp;endash; egal, ob die neunstellige Nummer gegliedert in der Info-Brosch&amp;uuml;re erscheint oder nicht!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;12&lt;br /&gt;Sperre &amp;Uuml;berschriften!&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Wei&amp;szlig;e Schrift auf schwarzem Grund ist nat&amp;uuml;rlich ein erstklassiges Mittel, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Wenden Sie es extensiv an. Unterschneiden Sie! Typo-Profis geben in solchen F&amp;auml;llen zwar etwas Raum-Zugabe (in Xpress: ein bis drei Einheiten), aber die haben offensichtlich Platz zu verschenken. Sie hingegen geben Platz dort zu, wo es wirklich drauf ankommt: beim Satz gro&amp;szlig;er Headlines. Grafiker schauen in diesem Fall, ob es spezielle Display-Schriftversionen gibt oder unterschneiden die Buchstaben. Zus&amp;auml;tzlich gleichen Sie Abst&amp;auml;nde zwischen einzelnen Zeichen aus (etwa: &amp;raquo;V&amp;laquo; und&amp;raquo;a&amp;laquo;). Welche M&amp;uuml;he! Ihre jedenfalls sollte in die umgekehrte Richtung gehen: Anstatt den Schriftraum f&amp;uuml;r die Aufmerksamkeit erheischende Headline kleiner zu machen (angeblich soll dies der Leseerfassung aus gr&amp;ouml;&amp;szlig;erer Entfernung entgegenkommen), sollten Sie Ihn durch Sperren vergr&amp;ouml;&amp;szlig;ern, frei nach dem Motto: Viel hilft viel!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;aus &amp;raquo;&lt;em&gt;Publishing Praxis&amp;laquo;&lt;/em&gt; {invers} 2002/6&amp;ndash;7, SS. 59&amp;ndash;62.&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.publish.de&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;www.publish.de&quot;&gt;www.publish.de&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</summary>
		<content type="html">&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Gute Typen, schlechte Typen.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Goldene Regeln f&amp;uuml;r schlechten Satz&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angewandte Typografie ist letzten Endes Geschmackssache. Allerdings: Ob trendig-schr&amp;auml;ge, undergroundige, mainstreamige, raditionellkonservative oder einfach zum Thema passende Type-Designs gut r&amp;uuml;berkommen oder dilettantisch, liegt an der Kompetenz von Setzer und Setzerin. Unabh&amp;auml;ngig vom angestrebten Design unterliegen typografische Gestaltungen typografischen Gesetzm&amp;auml;&amp;szlig;igkeiten. Diese k&amp;ouml;nnen eingehalten oder ignoriert werden. Zur Anwendung kommt in jedem Fall eine Regel:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ihre Drucksachen werden Aussagen &amp;uuml;ber Ihre Satz-Kompetenz treffen &amp;amp;endash; freiwillig oder unfreiwillig. Warum also nicht offensiv damit umgehen? Wie Sie einfach und sicher unansehnliche, schlechte sowie &amp;auml;sthetische Minimalanforderungen unterschreitende Sofortkandidaten f&amp;uuml;r den Altpapier-Container generieren, zeigen Ihnen die folgenden Goldenen Typo-Trash-Regeln.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;01&lt;br /&gt;Sage alles m&amp;ouml;glichst GRO&amp;szlig; UND LAUT!!!&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Ignoriere den Zeichenreichtum guter Schriften! Typografische Zur&amp;uuml;ckhaltung und Angemessenheit in der Wahl der Mittel sind absolut zu vermeiden! Wozu m&amp;uuml;hselig Kursivschriften, Kapit&amp;auml;lchen (wom&amp;ouml;glich noch echte, die nichts als zus&amp;auml;tzliches Geld kosten) oder dezent gefettete Schriftschnitte f&amp;uuml;r Auszeichnungen und Hervorhebungen ausw&amp;auml;hlen, wenn es auch einfacher geht? Viele Amateur-Typografen k&amp;ouml;nnen nicht irren: GRO&amp;szlig; f&amp;auml;llt einfach immer auf!! Garniert mit nochmals hervorkehrenden Ausrufezeichen, um die Wichtigkeit der getroffenen Aussage zu dokumentieren (sehr effektiv: zwei, drei oder mehr), weisen GRO&amp;szlig;BUCHSTABEN zwei Vorteile auf. Erstens sind sie un&amp;uuml;bersehbar. Sie fallen aus jeglichem Zusammenhang (der sowieso unwichtig ist) heraus und lenken das Auge des Lesers treffsicher schlagend auf die wirklich wichtigen Dinge des Lebens. Zweitens l&amp;auml;sst sich die Methode im DTP-Satz sehr einfach generieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Empfehlung: Machen Sie von den Errungenschaften moderner Tastaturen m&amp;ouml;glichst extensiven Gebrauch und stellen Sie die SHIFT-Taste so oft es geht auf Dauerbetrieb.&lt;br /&gt;Vorteil: Das Ignorieren spie&amp;szlig;iger Regeln (wie etwa der, dass der Gebrauch von &amp;raquo;&amp;szlig;&amp;laquo; in versal gesetzten Type-Designs Fauxpas Nummer eins ist) k&amp;ouml;nnen Sie auf diese Weiserecht souver&amp;auml;n zelebrieren. Insgesamt sorgt die stringente Anwendung von Trash-Regel 1 auch f&amp;uuml;r die Umsetzung Ihres Hauptanliegens &amp;amp;endash; dass Sie und Ihr Text ernst genommen werden. Und darauf kommt es schlie&amp;szlig;lich an, oder?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;02&lt;br /&gt;Ignoriere den Zeichenreichtum guter Schriften!&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Gro&amp;szlig;buchstaben bieten jedoch noch weitere Vorteile. Insbesondere technische Texte (oft anzutreffen in Computerzeitschriften) enthalten jede Menge Gro&amp;szlig;buchstaben-Abk&amp;uuml;rzungen. Ob die jemand versteht, ist vollkommen peripher. IHR Job ist es, Begriffe wie ASCII-Code, JPEG, in PDF umgewandeltes EPS, UdSSR, CDU, SPD, UNO, RTL und andere angemessen hervorzukehren. Die Befolgung dieser Unterregel ist einfach. Sie brauchen nichts zu tun! So genannte High-End-Typografen verringern dagegen bei Gro&amp;szlig;buchstaben-Abk&amp;uuml;rzungen die Schriftgr&amp;ouml;&amp;szlig;e um f&amp;uuml;nf bis zehn Prozent; Ihr einziger Job hingegen ist, dies tunlichst zu unterlassen. &amp;Auml;hnlich sieht es bei der Verwendung so genannter Zusatzzeichen aus, enthalten in so genannten Expert- und Small-Caps-Zusatzschriftschnitten. Vermutlich ist die Gefahr gering, dass Sie von der Existenz solch sonderbarer Zeichenfiguren-S&amp;auml;tze wie echter Kapit&amp;auml;lchen oder Medi&amp;auml;valziffern &amp;uuml;berhaupt geh&amp;ouml;rt haben. Falls doch: Den Zeichenreichtum gut ausgebauter Antiquaschriften, wie etwa Minion oder Adobe Garamond, sollten Sie unbedingt links liegenlassen. Keinesfalls sollten Sie daher Ziffern in Lesetexten mit Expert-Schriftschnitten umformatieren. Und, sehen Sie sich um: Wer verwendet Medi&amp;auml;valziffern? Gut gesetzte B&amp;uuml;cher? Geschenkt! Ihre Welt ist schlie&amp;szlig;lich die der Flyer vom Supermarkt um die Ecke. Dies soll auch typografisch so bleiben!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;03&lt;br /&gt;Verwende m&amp;ouml;glichst unechte Kursive!&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Es kann durchaus sein, dass ein Kunde, ungeachtet der gro&amp;szlig;artigen Formatierungsm&amp;ouml;glichkeiten mittels regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig angewandter SHIFTLOCK-Taste, auf kursive Auszeichnungen besteht. In diesem Fall sitzen Sie in der Klemme, denn unechte Kursive &amp;amp;endash; also eine elektronisch schr&amp;auml;ggestellte Antiqua-Schrift &amp;amp;endash; sind in Postscript-Umgebungen kaum verl&amp;auml;sslich hinzukriegen. Sie formatieren in ehrlicher Trash-Absicht unecht kursiv per Xpress-Schriftstil; der Postscript-RIP hingegen sucht sich prompt die Garamond Italic. Zumindest unter Windows steigt jedoch die Wahrscheinlichkeit rapide, echte unechte kleine&amp;raquo;a&amp;laquo;-Kursivbuchstaben zu erhalten: In der Kombination mit stetiger Verwendung von Truetype-Billigschriften mit nur einem Schnitt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Lange Rede kurzer Sinn: Um Trash-Effekt 3 zu erhalten, m&amp;uuml;ssen Sie Ihr System unter Umst&amp;auml;nden ein klein wenig konfigurieren: Echte Kursivschnitte raus, Billigfonts drauf.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;04&lt;br /&gt;Verwende immer die &amp;raquo;DTP-Stile&amp;laquo;!&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Unterstreichungen, DTP-generierte Shadow und Outline-Texte sind einfach geil! Trash-Typografie kommt somit ohne diese stilistischen Hervorheber nicht aus. Geeignet sind sie vor allem in Situationen, wo der Gebrauch von Regel 1 doch ein wenig Abwechslung erfordert. Die Einhaltung der Regel ist einfach. Selbst professionelle DTP-Programme haben diese beliebten Formatierungsm&amp;ouml;glichkeiten oft im Angebot (Quark Xpress: Schriftstile; als Kn&amp;ouml;pfe griffig-direkt in der Ma&amp;szlig;palette). Wenden Sie diese Innovationen auch an. Das Motto: Software-generierte harte Schlagschatten, durch Buchstaben-Unterl&amp;auml;ngen hindurchgehende und direkt unter dem Text sitzende Unterstreichungen sowie trashig-dick strichige Outline-Headlines braucht die Welt!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;05&lt;br /&gt;Ignoriere Textformulierungs-Standards!&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Schreibe jede Ziffer im Text auch als Ziffer und k&amp;uuml;rze extensiv ab! Die Platzspar-Regel, die nicht umsonst dem Kleinanzeigen-Genre entstammt, eignet sich vor allem bei kleinplatzigen Anzeigen. Journalisten lernen als Regel, Ziffern bis zw&amp;ouml;lf als Wort auszuschreiben sowie auf Abk&amp;uuml;rzungen zu verzichten. Herr Augstein, Rowohlt oder Bertelsmann k&amp;ouml;nnen solche Platzverschwendung locker bezahlen. Ihre Kunden und Sie hingegen haben nichts zu verlieren! Also: Das Unterbringen von m&amp;ouml;glichst viel Text auf wenig Platz (siehe auch Regel 7) schont nicht nur die Gelenke, sondern stellt auch Ihren Sinn f&amp;uuml;r &amp;Ouml;konomie unter Beweis. Textpassagen wie &amp;raquo;S. a. d. Hinw. in Kap. 5&amp;laquo; oder &amp;raquo;1a-Samml. billig abzg.!&amp;laquo; zeigen, dass von Ihnen selbst Hans Eichel noch was lernen k&amp;ouml;nnte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;06&lt;br /&gt;Divis gen&amp;uuml;gt!&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Konsequent durchgehaltene Divis-Striche sind ein schlagkr&amp;auml;ftiges Mittel, die Wirkung von Texten erheblich zu vereinfachen. Aus dem Schatzk&amp;auml;stlein der Typotrash-Reduktionsregel-Unterspezies stammend, ist die Befolgung dieser Ma&amp;szlig;gabe recht einfach. Egal ob Cent-Betrag hinter der Preisangabe (Halbgeviertstrich), Gegen-Bindestrich zwischen Dortmund&amp;ndash;1. FC K&amp;ouml;ln, Gedankenstrich bei Nebensatz-Einsch&amp;uuml;ben oder Trennungsstrich: Ihr einziges Strich-Tastenzeichen liegt stringent neben der Punkt-Taste.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vorteil: Der &amp;raquo;kleine Kurze&amp;laquo; entschlackt Texte von differenzierendem und damit unn&amp;ouml;tigem Ballast und hilft, den Blick auf das Wesentliche zulenken. Gut kommt diese Regel vor allem bei Texten, deren theoretische Weitschweifigkeit ein bisschen Reduktion gut vertragen kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;07&lt;br /&gt;Verhalte dich volkst&amp;uuml;mlich!&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Hat Ihr Supermarkt-Filialleiter um die Ecke InDesign oder Quark Xpress? Kennt er die n&amp;ouml;tigen Tastaturgriffe zur Erzeugung ASCII-code-gerechter An- und Abf&amp;uuml;hrungszeichen? Na also! Wollen Sie mit Ihrer teuren DTP-Software angeben? Nein? Zugegeben: Sie macht es Ihnen auch etwas schwer. Xpress etwa, welches die Zoll-Zeichen (&amp;uuml;ber der 2) intern in Schriftsatz-An- und Abf&amp;uuml;hrungen umkonvertiert, ben&amp;ouml;tigt gar beherzte Eingriffe in den Programm-Vorgaben. Die sollten Sie jedoch nicht scheuen. Ehrlich gesagt ist jedoch die &amp;Auml;ra der Office-Anf&amp;uuml;hrungsstriche am Ablaufen. Da mittlerweile sogar Klassiker wie Word ihre trashige Herkunft verbergen und Sekret&amp;auml;rinnen Volkshochschulkurse in Typo belegen, empfiehlt sich im Zweifelsfall nur der Umstieg auf einen Billig-Texteditor.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;08&lt;br /&gt;Keine eigenen Blocksatzeinstellungen!&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Profiprogramme machen die Einhaltung von Absatzformat-Trashregel 1 recht schwer. Der Knackpunkt liegt in den Silbentrennungs- und Blocksatzgenerierungs-Algorithmen (in Quark Xpress: &amp;raquo;Bearbeiten; S&amp;amp;B). Beste Chancen f&amp;uuml;r ellenlange Wortzwischenr&amp;auml;ume haben Sie vor allem bei der Kombination von (zu) gro&amp;szlig;er Schrift mit (zu) kleiner Spaltenbreite. Naturbelassene S&amp;amp;B-Vorgaben in Xpress und InDesign k&amp;ouml;nnen diese Trashtypo-Spezies zwar bereits im Werkszustand durchaus bef&amp;ouml;rdern. Auf diese k&amp;ouml;nnen Sie jedoch durchaus f&amp;ouml;rdernden Einfluss nehmen! Unterbinden Sie Silbentrennung bei mit Gro&amp;szlig;buchstaben beginnenden W&amp;ouml;rtern, oder noch besser: Schalten Sie die Silbentrennung ganz aus! Geben Sie maximale Toleranzzonen f&amp;uuml;r Wortzwischenr&amp;auml;ume ein, verbunden mit gro&amp;szlig;z&amp;uuml;gig bemessenen Normal-Werten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Merke: Der Wortzwischenraum hei&amp;szlig;t so, weil er als Raum zwischen den W&amp;ouml;rtern steht, und den sollte man sehen! Haben Sie die Ihnen bereits sehr entgegenkommenden Werkseinstellungen Ihrer DTP-Software entsprechend optimiert, k&amp;ouml;nnen Sie ebenfalls Texte generieren wie nebenstehend abgebildet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;M&amp;ouml;glich ist es jedoch auch, den so genannten &amp;raquo;Gummiband-Effekt&amp;laquo;zu generieren: ein Wort mit f&amp;uuml;nf Buchstaben wird &amp;uuml;ber die ganze Blocksatz-Zeile spationiert. Dieser vor allem in den USA sehr beliebte Trash-Effekt erfordert unter Umst&amp;auml;nden ebenfalls Eingriffe in Ihrer Software. In der Xpress-Standard-S&amp;amp;B sind zwar bereits vier Prozent Maximaltoleranz enthalten, bessere Gummiband-Effekte erfordern jedoch die Eingabe h&amp;ouml;herer Werte. Eine nette, umgekehrte Variante ist &amp;uuml;brigens, den Trenn-Algorithmus auf &amp;raquo;unbegrenzt&amp;laquo;zu stellen und als maximale Zeichenanzahl vor und hinter dem Trennungsstrich &amp;raquo;2&amp;laquo; festzulegen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Effekt: Das Programm f&amp;auml;ngt an, ohne Ende Text zutrennen. Vorteil: Zur Geltung kommen in dem Fall auch die sch&amp;ouml;nen Divis-Zeichen, wie bereits in Regel 6 beschrieben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;09&lt;br /&gt;Schusterjungs machen Text interessant!&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Absatz-einleitende Zeilen am Ende einer Seite sowie das Pendant, Absatz-abschlie&amp;szlig;ende Zeilen am Anfang einer neuen Zeile (in der alten Typografiesprache lapidar: Schusterjungen und Hurenkinder) gilt es in der High-End-Typografie unbedingt zu vermeiden, da solche Zeilen verloren und irgendwie aus dem Zusammenhang gerissen wirken. Sie werden es ahnen: In der Trash-Typografie ist das anders! H&amp;uuml;ten Sie sich also, die entsprechenden Funktionen Ihrer Profi-Software zu verwenden (in Xpress: &amp;raquo;Stil; Formate...&amp;laquo;, &amp;raquo;Zeilen zusammenhalten&amp;laquo; ankreuzen, Start: 2, Ende: 2).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Verlorene Zeilen erf&amp;uuml;llen einen sinnvollen Zweck: Ist die Aufmerksamkeit des Lesers eingeschl&amp;auml;fert, rei&amp;szlig;t ihn der &amp;Auml;rger, dass er zum Weiterlesen nun extra umbl&amp;auml;ttern muss, aus dieser kontraproduktiven Lethargie heraus. Effekt: Die geb&amp;uuml;hrende Aufmerksamkeit f&amp;uuml;r den Inhalt Ihres typografischen Werks ist wiederhergestellt!&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;10&lt;br /&gt;Setze Text kompress und eng!&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Absatzformat-Trashregel drei. Sie kennen die Kunden, die einen Roman voller unentbehrlicher Infos auf 45 x 45 Millimeter Anzeigenraum unterbringen wollen. Unterst&amp;uuml;tzen Sie diese Personen in ihrem Anliegen! Sie wissen schlie&amp;szlig;lich, dass typografisches Engagement gerade in diesem Sektor auch pekuni&amp;auml;r reichhaltige Fr&amp;uuml;chte tr&amp;auml;gt. Kommen Sie dem typografisch entgegen. Helfen k&amp;ouml;nnen kleine, enge Condensed-Schriften, verbunden mit einemZeilenabstand, der m&amp;ouml;glichst kleiner als die Punktgr&amp;ouml;&amp;szlig;e der Schrift ausfallen sollte. K&amp;uuml;rzen Sie im Text ab.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ist die Anzeige umrandet: Gehen Sie so weit wie m&amp;ouml;glich an die Rahmengrenze heran. Platz f&amp;uuml;r Aussagen sollte nie verschenkt werden! Bringen Sie Logos und Bilder da unter, wo noch Platz ist. Ihr satztechnisches Motto sollte ein altes Handwerker-Leitwort werden: &amp;raquo;Was nicht passend ist, wird passend gemacht.&amp;laquo; Eben!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;11&lt;br /&gt;Strukturiere niemals Zahlenkolonnen!&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Bankleitzahlen, Telefonnummern, Postleitzahlen und &amp;auml;hnliches werden in der High-End-Typografie durch ein Regelwerk von &amp;bdquo;Gliederungsvorschriften&amp;ldquo; reglementiert. Telefonnummern: Zweiergruppen, Bankleitzahlen: Dreiergruppen. Und so weiter. Wer soll da noch durchblicken? Ihre Kunden? Sie? Also! Dem nat&amp;uuml;rlichen Wildwuchs der Ziffern tut es auch nicht gut: Jede Ziffer will schlie&amp;szlig;lich so sein, wie sie eben ist. Wozu gliedern? Stellen Sie sich auf den Standpunkt, dass der, der wirklich anrufen will, auch anruft &amp;amp;endash; egal, ob die neunstellige Nummer gegliedert in der Info-Brosch&amp;uuml;re erscheint oder nicht!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;12&lt;br /&gt;Sperre &amp;Uuml;berschriften!&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Wei&amp;szlig;e Schrift auf schwarzem Grund ist nat&amp;uuml;rlich ein erstklassiges Mittel, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Wenden Sie es extensiv an. Unterschneiden Sie! Typo-Profis geben in solchen F&amp;auml;llen zwar etwas Raum-Zugabe (in Xpress: ein bis drei Einheiten), aber die haben offensichtlich Platz zu verschenken. Sie hingegen geben Platz dort zu, wo es wirklich drauf ankommt: beim Satz gro&amp;szlig;er Headlines. Grafiker schauen in diesem Fall, ob es spezielle Display-Schriftversionen gibt oder unterschneiden die Buchstaben. Zus&amp;auml;tzlich gleichen Sie Abst&amp;auml;nde zwischen einzelnen Zeichen aus (etwa: &amp;raquo;V&amp;laquo; und&amp;raquo;a&amp;laquo;). Welche M&amp;uuml;he! Ihre jedenfalls sollte in die umgekehrte Richtung gehen: Anstatt den Schriftraum f&amp;uuml;r die Aufmerksamkeit erheischende Headline kleiner zu machen (angeblich soll dies der Leseerfassung aus gr&amp;ouml;&amp;szlig;erer Entfernung entgegenkommen), sollten Sie Ihn durch Sperren vergr&amp;ouml;&amp;szlig;ern, frei nach dem Motto: Viel hilft viel!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;aus &amp;raquo;&lt;em&gt;Publishing Praxis&amp;laquo;&lt;/em&gt; {invers} 2002/6&amp;ndash;7, SS. 59&amp;ndash;62.&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.publish.de&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;www.publish.de&quot;&gt;www.publish.de&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</content>
		<category term="DTP-Artikel" />
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	<entry>
		<title>Form folgt Funktion. Das Einmaleins des DTP</title>
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		<published>2017-01-02T13:13:22+00:00</published>
		<updated>2017-01-02T13:13:22+00:00</updated>
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			<name>Super User</name>
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		<summary type="html">&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/#dtp_qualitaet&quot; title=&quot;Qualit&amp;auml;t &amp;amp; Preis &quot;&gt;Qualit&amp;auml;t &amp;amp; Preis&amp;nbsp;&lt;/a&gt;&amp;nbsp; &amp;bull;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/#dtp_form&quot; title=&quot;Form &amp;amp; Funktion&quot;&gt;Form &amp;amp; Funktion&lt;/a&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;bull;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/#dtp_form&quot; title=&quot;Format ist geduldig&quot;&gt;Format ist geduldig&lt;/a&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;bull;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/#dtp_satzspiegel&quot; title=&quot;Satzspiegel: Platz da&quot;&gt;Satzspiegel: Platz da&lt;/a&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;bull;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/#dtp_schriften&quot; title=&quot;Schriften: Schmelztiegel&quot;&gt;Schriften: Schmelztiegel&lt;/a&gt; &amp;nbsp; &amp;bull; &amp;nbsp; &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/#dtp_gliederung&quot; title=&quot;Gliederungselemente&quot;&gt;Gliederungselemente&lt;/a&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;bull;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/#dtp_bilder&quot; title=&quot;Bilder machen Leser&quot;&gt;Bilder machen Leser&lt;/a&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;bull;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/#dtp_feinschliff&quot; title=&quot;Feinschliff am Text&quot;&gt;Feinschliff am Text&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/art_form.png&quot; alt=&quot;art_form&quot; width=&quot;150&quot; height=&quot;150&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;Desktop Publisher sind &amp;raquo;Allesk&amp;ouml;nner&amp;laquo;: Autor, Gestalter, Schriftsetzer, Grafiker und Drucker zugleich.&lt;br /&gt;Die Soft- und Hardware ist so leistungsf&amp;auml;hig und preisg&amp;uuml;nstig geworden, dass es theoretisch kein gro&amp;szlig;es Problem mehr ist, Publikationen am eigenen Schreibtisch anzufertigen. Fast alles ist technisch m&amp;ouml;glich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der Praxis zeigt sich freilich, dass das Publizieren von Druckwerken insgesamt zwar billiger wurde - besser aber nicht. Kein Wunder: DTP vereinigt auf einer Plattform v&amp;ouml;llig unterschiedliche Berufe mit jahrelanger, hochspezialisierter Ausbildung. In Bereichen, in denen es tats&amp;auml;chlich auf Spitzenqualit&amp;auml;t ankommt, wird deshalb ein noch so guter Desktop Publisher kaum mithalten k&amp;ouml;nnen.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;&lt;a name=&quot;dtp_qualitaet&quot;&gt;&lt;/a&gt;Qualit&amp;auml;t und Preis&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Nur: Wann kommt es auf Spitzenqualit&amp;auml;t an? Wenn sie angefordert wird und sich der Aufwand f&amp;uuml;r beide Seiten rechnet. Also ganz sicher nicht bei einer Sch&amp;uuml;lerzeitung, einem Handzettel f&amp;uuml;r den Flohmarkt oder einem Amtsblatt. Sogar bei einer hochwertigen Zeitschrift oder einem teuren Bildband ist es im Einzelfall noch fraglich, ob sich Spitzenqualit&amp;auml;t auszahlt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In mindestens 95 Prozent der Publikationen sind minimale Qualit&amp;auml;tseinbu&amp;szlig;en zugunsten eines deutlich niedrigeren Produktionspreises wirtschaftlich sinnvoll. Hier liegt die gro&amp;szlig;e Chance des Desktop Publishers, sofern er eine Qualit&amp;auml;t bietet, die in den Augen der Zielgruppe der jeweiligen Publikation nicht merklich schlechter ist. Unser Beitrag hilft, die schlimmsten &amp;raquo;DTP-S&amp;uuml;nden&amp;laquo; zu vermeiden.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;&lt;a name=&quot;dtp_form&quot;&gt;&lt;/a&gt;Form und Funktion&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Publikationen sind selten k&amp;uuml;nstlerischer Selbstzweck. Normalerweise richten sie sich als Dienstleistung an eine mehr oder weniger klar abgrenzbare Zielgruppe, dessen &amp;ndash; oft widerspr&amp;uuml;chlichen &amp;ndash; Bed&amp;uuml;rfnisse Sie als Desktop Publisher in den Mittelpunkt Ihrer &amp;Uuml;berlegungen stellen m&amp;uuml;ssen:&lt;/p&gt;
&lt;ul class=&quot;puce&quot;&gt;
&lt;li&gt;Wen will ich mit der Publikation erreichen?&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Welche Zielgruppe hat die Publikation?&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Wie setzt man sie wozu ein? (Je l&amp;auml;nger der Leser eine Publikation nutzt, desto wichtiger ist die Qualit&amp;auml;t: Was bei einer Tageszeitung durchgehen mag, kann die Leser eines Monatsmagazins ver&amp;auml;rgern.)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Welche Ressourcen (Geld, Zeit, Material, Vervielf&amp;auml;ltigungs- und Verarbeitungs-M&amp;ouml;glichkeiten etc.) stehen zur Verf&amp;uuml;gung?&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Bei der Kl&amp;auml;rung dieser Grundfragen sind bestehende Lesegewohnheiten zu ber&amp;uuml;cksichtigen. Profis ziehen Untersuchungen zum Medienkonsum heran und betreiben selbst Marktforschung. Angenommen, Sie wollen ein Handbuch zu einem selbstgeschriebenen Programm schreiben, das Sie selbst vertreiben. Wer ein Programm kauft, will sich nicht lange mit einem Handbuch herumschlagen, sondern es auf dem schnellsten Weg einsetzen. &amp;Auml;sthetische Gesichtspunkte sind zweitrangig. Einsatzort ist der oft sehr kleine Schreibtisch, womit gro&amp;szlig;e Formate ausscheiden.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;&lt;a name=&quot;dtp_format&quot;&gt;&lt;/a&gt;Format ist geduldig&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Damit die aufgeschlagene Seite allein offen bleibt, bietet sich eine Ringheftung und/oder ein Breitformat an: beispielsweise 210 mm x 180 mm (Breite x H&amp;ouml;he). Zudem ist dieses Breitformat ein guter Kompromiss zwischen m&amp;ouml;glichst geringem Platzbedarf und dem Gebot, zusammengeh&amp;ouml;rende Sinneinheiten (etwa die Schrittfolge f&amp;uuml;r die Installation) auf je einer Doppelseite unterzubringen. Das sehr ausgewogene, &amp;auml;sthetisch ansprechende, preiswerte und schnell zu verarbeitende DIN-A4-Hochformat kommt in die engste Wahl f&amp;uuml;r Zeitschriften. F&amp;uuml;r Zeitungen und Bildb&amp;auml;nde haben sich aus gestalterischen Gr&amp;uuml;nden (Bildwirkung, Variationsm&amp;ouml;glichkeiten etc.) deutlich gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Formate durchgesetzt. Taschenb&amp;uuml;cher sind im Bereich von DIN A5 &amp;uuml;blich.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;&lt;a name=&quot;dtp_satzspiegel&quot;&gt;&lt;/a&gt;Satzspiegel: Platz da!&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/form_satzspiegel.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Satzspiegel&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Eine Zeitschriften Doppelseite mit den wesentlichen Elementen. Wenn Sie Text mit einem Bild hinterlegen wollen, muss der Hintergrund einen starken Kontrast zur Schrift bilden. Eine gute Grafik bringt die Aussage ohne Umschweife auf den Punkt. (Bild: Focus).'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/form_satzspiegelk.png&quot; alt=&quot;Satzspiegel&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Der Satzspiegel ist die Sammlung aller Regeln, die festlegen, wo welches Element liegt. Das Auge braucht &amp;raquo;Wei&amp;szlig;r&amp;auml;ume&amp;laquo; &amp;ndash; auch Buchstaben ben&amp;ouml;tigen Raum &amp;raquo;zum Atmen&amp;laquo;. Diesen schafft der Satzspiegel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dazu z&amp;auml;hlen die Randeinstellungen, das Zeilenraster f&amp;uuml;r die Grundschrift, die Spalten (einschlie&amp;szlig;lich Zwischenr&amp;auml;ume), Beschnittzeichen (geben an, wo die Seite beschnitten wird) und Passerzeichen (legen fest, wo Filme &amp;uuml;bereinander zu montieren sind).&lt;/p&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;Kriterien&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Ein guter Satzspiegel erf&amp;uuml;llt folgende Kriterien:&lt;/p&gt;
&lt;table border=&quot;0&quot;&gt;
&lt;tbody&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td style=&quot;width: 220px; text-align: left; vertical-align: bottom;&quot; align=&quot;left&quot; valign=&quot;bottom&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/form_abstand.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;R&amp;auml;nder&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Der obere Rand beginnt bei der Oberl&amp;auml;ngen-Oberkante (Pfeil 1) der (theoretisch) ersten Zeile der Grundschrift, der untere Rand bei der Schriftlinie (Pfeil 2) der letzten Grundschriftzeile; die Unterl&amp;auml;ngen bleiben unber&amp;uuml;cksichtigt.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/form_abstandk.png&quot; alt=&quot;R&amp;auml;nder&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;
&lt;ul class=&quot;puce&quot;&gt;
&lt;li&gt;Er schafft ausreichend Platz f&amp;uuml;r die Spalten (einschlie&amp;szlig;lich Spaltenzwischenr&amp;auml;ume), die f&amp;uuml;r den Blocksatz breit genug sein m&amp;uuml;ssen, um zirka 30 bis 60 Anschl&amp;auml;ge der Grundschrift aufzunehmen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Der Abstand zwischen zwei Seiten einer Doppelseite soll nicht zu gro&amp;szlig; sein, weil der Leser Doppelseiten als Einheit wahrnimmt und sie sonst optisch &amp;raquo;auseinanderfallen&amp;laquo;.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Gen&amp;uuml;gend Wei&amp;szlig;raum l&amp;auml;dt zum Lesen ein. Ausreichend breite R&amp;auml;nder verhindern das Verdecken wichtiger Informationen. Die Bindung (Spiralbindung!) und sp&amp;auml;tere Lochung (Briefe, Preislisten etc.) darf die Schrift nicht verdecken. Andererseits darf speziell bei Fachzeitschriften nicht der Eindruck von Platzverschwendung entstehen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Unterschiedlich breite, auf Doppelseiten gespiegelte R&amp;auml;nder f&amp;uuml;r oben, unten, innen und au&amp;szlig;en sorgen f&amp;uuml;r Spannung und Abwechslung. Faustregel f&amp;uuml;r Hochformate: Unten sollte mehr Platz bleiben als oben (optische Verk&amp;uuml;rzung durch den Leseabstand), au&amp;szlig;en mehr als innen. Die R&amp;auml;nder oben und au&amp;szlig;en k&amp;ouml;nnen einander entsprechen; dass Verh&amp;auml;ltnis des &amp;raquo;Goldenen Schnitts&amp;laquo; (1:1,6) wirkt harmonisch.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Entscheidend ist der Verwendungszweck: Schulungsunterlagen sollten einen breiten Rand f&amp;uuml;r Notizen vorsehen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Der Rand wird wie die Spaltenbreite und der Spaltenzwischenraum in ganzen Millimetern angegeben, um den Bearbeitungsaufwand insbesondere f&amp;uuml;r Bilder so gering wie m&amp;ouml;glich zu halten. Er beginnt oben bei der Oberl&amp;auml;nge der ersten Grundschriftzeile, unten bei der Schriftlinie der letzten Zeile, Satzspiegel und Grundschrift-Zeilenabstand sind daher exakt abzustimmen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;R&amp;auml;nder einstellen&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Sie k&amp;ouml;nnen die Randeinstellungen auf unterschiedliche Weise bestimmen. G&amp;auml;ngige Methoden sind:&lt;/p&gt;
&lt;table border=&quot;0&quot;&gt;
&lt;tbody&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td style=&quot;width: 220px;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/spiegelsatz_A.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;2-3-4-5 Methode&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: '2-3-4-5 Methode'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/spiegelsatz_Ak.png&quot; alt=&quot;2-3-4-5 Methode&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;2-3-4-5-Methode:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2-3-4-5-Methode Nehmen Sie zwei Teile (zum Beispiel 2x5 Millimeter) f&amp;uuml;r innen (Bund/-steg), drei (15 mm) f&amp;uuml;r oben (Kopfsteg), vier (20 mm) f&amp;uuml;r au&amp;szlig;en (Au&amp;szlig;ensteg) und f&amp;uuml;nf (25 mm) f&amp;uuml;r unten (Fu&amp;szlig;steg). Diese Methode bietet sich vor allem f&amp;uuml;r Hochformate an. F&amp;uuml;r Querformate k&amp;ouml;nnen Sie beispielsweise je zwei Teile f&amp;uuml;r den Bund, Kopf- und Fu&amp;szlig;steg und vier Teile f&amp;uuml;r den Au&amp;szlig;ensteg nehmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;s. &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/satzspiegel_2-3-4-5_Methode.swf&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Flash-Animation&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/spiegelsatz_B.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Diagonalen-Methode&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Diagonalen-Methode'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/spiegelsatz_Bk.png&quot; alt=&quot;Diagonalen-Methode&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Diagonalen-Methode:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diagonalen-Methode Legen Sie eine Doppelseite nebeneinander und ziehen Sie Linien von den Ecken links unten nach rechts oben und links oben nach rechts unten. Verbinden Sie die unteren Au&amp;szlig;enkanten der Doppelseiten mit den oberen, inneren Kanten der Einzelseiten. Verbinden Sie, Ihren Bed&amp;uuml;rfnissen entsprechend einger&amp;uuml;ckt, die Seiten- mit den Doppelseiten-Diagonalen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;s. &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/satzspiegel_Diagonale_Methode.swf&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Flash-Animation&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/spiegelsatz_C.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;K&amp;auml;stchen-Methode&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'K&amp;auml;stchen-Methode'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/spiegelsatz_Ck.png&quot; alt=&quot;K&amp;auml;stchen-Methode&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;K&amp;auml;stchen-Methode:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;K&amp;auml;stchen-Methode Verwenden Sie f&amp;uuml;r unterhaltsame Werke 1/9 der Seitenbreite/Seitenh&amp;ouml;he f&amp;uuml;r den Bund/Kopfsteg, 2/9 f&amp;uuml;r den Au&amp;szlig;ensteg/Fu&amp;szlig;steg. F&amp;uuml;r die Fachliteratur reservieren Sie weniger f&amp;uuml;r die R&amp;auml;nder, zum Beispiel je 1/12 beziehungsweise 2/12.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;s. &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/satzspiegel_Kaestchen_Methode.swf&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Flash-Animation&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;Spalten bestimmen&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Spaltenzahl und -breite k&amp;ouml;nnen Sie endg&amp;uuml;ltig erst festlegen, wenn Sie sich f&amp;uuml;r die Schriftgr&amp;ouml;&amp;szlig;e und -laufweite einer Grundschrift entschieden haben. Bei langen Lesetexten (Musterbeispiel: Roman) sind etwa 50 bis 60 Anschl&amp;auml;ge je Zeile ideal. Je nach Schriftgr&amp;ouml;&amp;szlig;e und Papierformat werden Sie daf&amp;uuml;r ein- oder zwei Spalten ben&amp;ouml;tigen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F&amp;uuml;r &amp;raquo;seri&amp;ouml;se&amp;laquo; Zeitungen kommen f&amp;uuml;nf bis sechs Spalten in die engste Wahl. Boulevardbl&amp;auml;tter gehen auch auf sieben oder acht Spalten, weil sie damit flexiblere Gestaltungsm&amp;ouml;glichkeiten haben und gegen&amp;uuml;ber der optischen Aufmachung Lesbarkeitskriterien keine absolute Priorit&amp;auml;t besitzen. Die wesentlich interessanteren Layout-Optionen &amp;raquo;schreien&amp;laquo; nach drei bis vier Spalten in Zeitschriften mit hohen Bild- und Graphikanteil. Breitformatige Produktkataloge und Vergleichstabellen erfordern sehr oft viel mehr Spalten.&lt;br /&gt;Handbuch&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/form_handbuch.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Technisches Handbuch&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'F&amp;uuml;r EDV-Handb&amp;uuml;cher hat sich ein zweispaltiger Satzspiegel mit Haupt- und Marginalspalte bew&amp;auml;hrt.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/form_handbuchk.png&quot; alt=&quot;Technisches Handbuch&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Gut bew&amp;auml;hrt hat sich in der technischen Dokumentation der zweispaltige Aufbau: In der Hauptspalte kommt der Flie&amp;szlig;text, der etwa zwei Drittel des Satzspiegels einnimmt. In die schmale Marginalspalte geh&amp;ouml;ren unter anderem Zwischenresultate, Piktogramme und Stichpunkte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Abstand zwischen den Spalten entspricht bei Blocksatz etwa der Breite vom &amp;raquo;mi&amp;laquo; der Grundschrift, bei einer Trennlinie dazwischen &amp;raquo;mm&amp;laquo;. Bei Flattersatz w&amp;auml;hlen Sie einen geringeren Abstand (zum Beispiel drei Millimeter statt f&amp;uuml;nf). Ob Sie Trennlinien einsetzen wollen, ist &amp;uuml;berwiegend Geschmackssache. Sie k&amp;ouml;nnen die Lesbarkeit (vor allem von Zeitungen) verbessern und optisch reizvoll sein. Die Linienst&amp;auml;rke von durchgezogenen Linien sollte der der Grundschrift entsprechen (etwa 0,3 bis 0,6 Punkt). Interessante Varianten sind &amp;ndash; besonders f&amp;uuml;r eine junge Zielgruppe &amp;ndash; P&amp;uuml;nktchenlinien und etwas dickere, daf&amp;uuml;r hellere Linien.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;&lt;a name=&quot;dtp_schriften&quot;&gt;&lt;/a&gt;Schriften: Schmelztiegel&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Im Hunderterpack billiger: Wohlfeile Schriften gibt es wie Sand am Meer. Da reizt es doch unheimlich, die &amp;raquo;Schriftensau&amp;laquo; auf die Schriftst&amp;uuml;cke loszulassen. Der Fachmann wundert sich, der Leser wendet sich mit Grauen ab: Kaum eine DTP-Tods&amp;uuml;nde erschwert die Lesbarkeit so arg wie eine &amp;raquo;vogelwilde&amp;laquo; Schriftenmischung.&lt;/p&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;Weniger ist mehr&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Zwei, drei Schriftfamilien, die sich in ihrem Charakter deutlich unterscheiden und die Sie auf Ihr Werk abstimmen m&amp;uuml;ssen, reichen in 99 Prozent der F&amp;auml;lle locker aus &amp;ndash; zumindest, wenn der Hauptzweck Ihrer Publikation der Transport von Informationen ist und nicht Auffallen um jeden Preis (Paradebeispiel: Anzeige). Denn das Auge liest nicht Buchstabe f&amp;uuml;r Buchstabe, sondern gew&amp;ouml;hnt sich an Wortbilder, die sich aus einer Vielzahl mikrotypografischer Feinheiten zusammensetzen: Abstand der Buchstaben zueinander, Unter-, Ober- und Mittell&amp;auml;ngen, Verdickungen, Serifen (&amp;raquo;H&amp;auml;kchen&amp;laquo; an den Buchstabenenden), Achsenrundungen und vieles mehr. Je gewohnter diese Wortbilder sind, desto schneller kann ein Text aufgenommen werden, bei ungewohnten Wortbildern stockt der Lesefluss.&lt;/p&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;Grundschrift: Festhalten an Bew&amp;auml;hrten&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Als Grundschrift f&amp;uuml;r l&amp;auml;ngere Texte kommen folglich nur gleichm&amp;auml;&amp;szlig;ige Schriftarten in Betracht wie Helvetica und Times, die f&amp;uuml;r &amp;uuml;ber zwei Drittel der gesetzten Texte gew&amp;auml;hlt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wobei Helvetica nicht gleich Helvetica ist und Times nicht gleich Times: Es gibt unz&amp;auml;hlige Varianten der verschiedensten Hersteller. Sie sollten zudem den normalen Schriftschnitt und die &amp;uuml;bliche Laufweite und Buchstabenbreite nehmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Investieren Sie lieber etwas mehr Geld und leisten Sie sich die Schriften von Spezialisten wie Berthold und Linotype-Hell. Achten Sie darauf, dass gerade Ihre Brot-und-Butter-Schriften mindest ein Dutzend Schriftschnitte enthalten von &amp;raquo;Condensed&amp;laquo; bis &amp;raquo;Light&amp;laquo;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F&amp;uuml;r welche Schriftart Sie sich entscheiden, h&amp;auml;ngt vom Werk ab: F&amp;uuml;r eine Tageszeitung kommt die serifennormale Times eher in Frage als die n&amp;uuml;chterne, serifenlose Helvetica. Helvetica d&amp;uuml;rfte dagegen f&amp;uuml;r eine Betriebsanleitung das Richtige sein. Die Schriftgr&amp;ouml;&amp;szlig;e der Grundschrift von Gebrauchstexten (Werksatz) liegt zwischen 8 bis 12, ausnahmsweise, etwa bei Schulungsunterlagen, bei 14 Punkt (ein Punkt = 0,375 mm; nicht zu verwechseln mit dem amerikanischen Point = 0,353 mm). Der optimal lesbare Zeilenabstand betr&amp;auml;gt etwa 120 Prozent (ausprobieren!), also 12 Punkt bei einer 10-Punkt-Schrift. Etwas mehr Abstand ben&amp;ouml;tigen l&amp;auml;ngere Zeilen, verglichen mit kurzen, eine fette Schaft im Vergleich zu einer normalen und eine Schrift mit hohen Mittell&amp;auml;ngen gegen&amp;uuml;ber einer mit weniger hohen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Zeilenabstand ist richtig gew&amp;auml;hlt, wenn bei leicht zugekniffenen Augen die Textspalte nahezu zu einer Graufl&amp;auml;che verschwimmt.&lt;/p&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;Haupttitel: wirke und herrsche!&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Haupttitel dominieren die (Doppel-)Seite und konzentrieren eine Kernaussage: Zwei und mehr Aussagen verwirren. Haupttitel m&amp;uuml;ssen kurz und pr&amp;auml;gnant sein und maximal zwei Zeilen einnehmen. (Andere Gesetze gelten f&amp;uuml;r die Werbung: Hier k&amp;ouml;nnen ganze Zitate zu Haupttiteln werden.)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die gew&amp;auml;hlte Schrift muss einen deutlichen Kontrast zur Grundschrift bilden: Die Schriftgr&amp;ouml;&amp;szlig;e sollte mindestens zweieinhalbmal so gro&amp;szlig; sein wie die Grundschrift, eine andere Schriftart oder ein anderer -schnitt sein etc.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beim Platzieren (zwingend auf der ersten Seite/Doppelseite des Beitrags) und Gestalten der Titelschrift k&amp;ouml;nnen Sie Ihrer Fantasie weitgehend freien Lauf lassen. Verwenden Sie Titelschriften jedoch einheitlich oder durchgehend uneinheitlich. Oft bietet sich eine Titelgestaltung an, die sich am Inhalt des jeweiligen Beitrags orientiert: Der Haupttitel einer Reportage &amp;uuml;ber ABC-Sch&amp;uuml;tzen erscheint in Schreibschrift, farbige Buchstaben visualisieren einen Bericht &amp;uuml;ber Farbfotokopierer...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Trennungen in Titeln sind ebenso zu vermeiden wie gesperrter Blocksatz (unsch&amp;ouml;ne L&amp;ouml;cher!). F&amp;uuml;r zweizeilige Titel ist der normalerweise optimale 120prozentige Zeilenabstand zu gro&amp;szlig;: Verkleinern Sie ihn so, dass sich Ober- und Unterl&amp;auml;ngen nicht ber&amp;uuml;hren und die &amp;Uuml;berschrift eine geschlossene Einheit bildet. Wenn Sie Haupttitel &amp;uuml;ber eine Doppelseite ziehen, darf der Bund die Buchstaben weder &amp;uuml;berdecken noch zu weit trennen.&lt;/p&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;Untertitel/Dachzellen: Wassertr&amp;auml;ger&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Untertitel/Dachzeilen unterst&amp;uuml;tzen den vor allem Aufmerksamkeit weckenden Haupttitel mit sachlichen Informationen. Sie m&amp;uuml;ssen direkt bei ihm stehen. Klarheit und Lesbarkeit stehen im Vordergrund. Untertitel/Dachzeilen m&amp;uuml;ssen sich beispielsweise durch gr&amp;ouml;&amp;szlig;er wirkende Schriftart, -schnitt (zum Beispiel halbfett) oder h&amp;ouml;here Schriftgr&amp;ouml;&amp;szlig;e gegen&amp;uuml;ber der Grundschrift abheben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vorsp&amp;auml;nne: kurze Zeilen, langer Sinn&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vorsp&amp;auml;nne (Einleitungen) haben eine &amp;auml;hnliche Funktion wie Untertitel/Dachzeilen. Sie sind lediglich ausf&amp;uuml;hrlicher und geben bei l&amp;auml;ngeren Beitr&amp;auml;gen eine kurze Zusammenfassung. Vorsp&amp;auml;nne m&amp;uuml;ssen nicht zwingend beim Haupttitel stehen.&lt;/p&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;Zwischentitel: Ordnung muss sein&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Zwischentitel dienen der Orientierung und sollten selbstsprechend sein, also eine nachvollziehbare Aussage zum Inhalt enthalten. Ordnen Sie Zwischentitel auch durch den Abstand sichtbar dem Text zu, zu dem sie geh&amp;ouml;ren: Meist beziehen sie sich auf den nachfolgenden Text. Zwischentitel sollten innerhalb eines Beitrags einheitlich lang und m&amp;ouml;glichst pr&amp;auml;gnant sein. Gegen&amp;uuml;ber dem Flie&amp;szlig;text m&amp;uuml;ssen sie sich eindeutig hervorheben, aber nicht zu klobig wirken. Faustregel: maximal 60 Prozent des Haupttitels, mindestens Grundschrift, aber deutlich gr&amp;ouml;&amp;szlig;er wirkender) Schriftart/schnitt. Zwischentitel d&amp;uuml;rfen Schmuckelemente enthalten; achten Sie aber darauf, dass Sie den Leser damit nicht &amp;uuml;bers&amp;auml;ttigen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Sonderform des Zwischentitels sind eingestreute Zitate, die Sie als solche kenntlich machen m&amp;uuml;ssen, etwa mit gro&amp;szlig;en Anf&amp;uuml;hrungszeichen.&lt;/p&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;Rubrikentitel: Schnelle Greifer&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Rubrikentitel (Kolumnentitel) erleichtern bei mehrseitigen Publikationen den schnellen Zugriff ebenso wie Marginalien (Randtext; er sollte 1 bis 2 Punkt kleiner gesetzt werden als der Grundtext; Bild 4). Zu den Rubrikentiteln z&amp;auml;hlen Seitenzahlen, Randnummern, Kapitelangaben, Stichpunkte zum Inhalt, Firmenlogo und -name, Name und Ausgabe der Publikation.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Rubrikentitel sollten Sie dezent halten, damit sie nicht in Konkurrenz mit dem Haupttitel geraten. Alle Auszeichnungen, der Einsatz von Linien und grafischen Elementen, Farben und Verl&amp;auml;ufe sind zul&amp;auml;ssig &amp;ndash; solange sie nicht zu aufdringlich wirken. Die Gestaltung und Platzierung (nicht im Bund, sonst frei) sollte durchgehend sein, um den Leser nicht zu irritieren. Ein integriertes Firmenlogo und die Ausgabe der Publikation sind nicht zwingend, k&amp;ouml;nnen jedoch Corporate Design vermitteln und Verwechslungen im Druck vermeiden helfen.&lt;/p&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;Initiale: Pfeil auf Flie&amp;szlig;text&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/form_initial.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Initial&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Initial: linksb&amp;uuml;ndige Ausrichtung oder der Form des Buchstabens angepasst.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/form_initialk.png&quot; alt=&quot;Initial&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; title=&quot;Initial&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Initiale sind Gro&amp;szlig;buchstaben am Beginn des Flie&amp;szlig;texts. Sie sind Pflicht, wenn der Haupttitel nicht oberhalb oder links neben dem Flie&amp;szlig;text liegt, weil dann der Leser unn&amp;ouml;tig suchen muss. Sie sollten nur ausnahmsweise &amp;ndash; etwa in einem M&amp;auml;rchen mehrere Initiale in einem einzigen Beitrag einsetzen. &amp;Uuml;blich sind vor allem &amp;raquo;h&amp;auml;ngende&amp;laquo; Initiale &amp;uuml;ber zwei bis f&amp;uuml;nf Grundschriftzeilen: Sie schlie&amp;szlig;en optisch meist oben mit der Oberl&amp;auml;nge der ersten Grundschriftzeile ab, unten mit der Schriftlinie der letzten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Initiale sollten optisch an der Schriftlinie linksb&amp;uuml;ndig sein, der Flie&amp;szlig;text sich dem Initial &amp;raquo;anschmiegen&amp;laquo;. Ein Initial ersetzt das dem Initialbuchstaben vorangehende Anf&amp;uuml;hrungszeichen: Typografisch richtig ist im Deutschen das Anf&amp;uuml;hrungszeichen unten.&lt;/p&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;Legenden &amp;amp; Co.: kein Kleinkram&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Nur bei selbstsprechenden Illustrationen und im Einzelfall bei Grafik k&amp;ouml;nnen Sie auf Legenden (&amp;raquo;Bildbeschriftungen&amp;laquo;) verzichten. Legenden &amp;raquo;lesen&amp;laquo; dem Leser die Kernaussage vor. Sie m&amp;uuml;ssen eindeutig und sofort zuzuordnen sein: Deshalb stehen sie meist unmittelbar unter dem Bild/der Grafik oder b&amp;uuml;ndig daneben (Bild 1). Die Schrift der Legenden sollte sich deutlich von der Grundschrift unterscheiden und in etwa deren Gr&amp;ouml;&amp;szlig;e einnehmen. Schmale Schriftgrade eignen sich besonders f&amp;uuml;r nebenstehende Legenden. Bild- und Grafikbeschriftungen k&amp;ouml;nnen aus Platzgr&amp;uuml;nden 1 bis 2 Punkt kleiner sein, bei Erkl&amp;auml;rungen m&amp;ouml;glichst in gleicher H&amp;ouml;he und linksb&amp;uuml;ndig liegen (Leserichtung!).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F&amp;uuml;r Urhebernachweise haben sich 7 Punkt in derselben Schriftart wie Legenden bew&amp;auml;hrt. Urhebernachweise k&amp;ouml;nnen Sie um 90 Grad kippen und b&amp;uuml;ndig zu Grafik/Illustration/Bild platzieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;&lt;a name=&quot;dtp_gliederung&quot;&gt;&lt;/a&gt;Gliederungselemente&lt;/h3&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;K&amp;auml;stchen &amp;amp; Tabellen: Auslagern erlaubt&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/form_tabelle.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Tabellentext&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Tabellen sind ideal f&amp;uuml;r Fakten, die Sie miteinander vergleichen.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/form_tabellek.png&quot; alt=&quot;Tabellentext&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;In K&amp;auml;stchen (Textboxen) lagern Sie wichtige Informationen aus dem Flie&amp;szlig;text aus, die inhaltlich zusammengeh&amp;ouml;ren. Sie k&amp;ouml;nnen K&amp;auml;stchen auch f&amp;uuml;r Zusammenfassungen einsetzen; vor &amp;raquo;K&amp;auml;stchen-Overkill&amp;laquo; wird gewarnt. Die Schrift darin sollte in etwa der Gr&amp;ouml;&amp;szlig;e der Grundschrift +/- ein Punkt entsprechen. Der Abstand zum K&amp;auml;stchenrand sollte mindestens zwei Millimeter betragen. Tabellen sind ideal f&amp;uuml;r Texte oder Zahlen, die Sie miteinander vergleichen oder auflisten wollen. Angebracht sind verschiedene Fl&amp;auml;chen und dezente Linien, um Tabellenspalten und -Linien unmissverst&amp;auml;ndlich abzugrenzen (Bild 6).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;Aufz&amp;auml;hlen &amp;amp; Einr&amp;uuml;cken: kein Infosalat&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Aufz&amp;auml;hlungen und Einr&amp;uuml;ckungen erleichtern die Aufnahme von Einzelinformationen ebenso wie tabellarische &amp;Uuml;bersichten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn die Textmenge der aufgez&amp;auml;hlten Punkte nicht mindestens je f&amp;uuml;nf Zeilen erreicht, sollten Sie Flattersatz w&amp;auml;hlen, weil sonst L&amp;ouml;cher drohen. Mehrere verschiedenartige Aufz&amp;auml;hlungszeichen untereinander machen sich nicht gut: Sie wirken unruhig. Aufz&amp;auml;hlungszeichen m&amp;uuml;ssen optisch sofort den aufgez&amp;auml;hlten Punkten zuzuordnen sein. Gut wirken Absatzabst&amp;auml;nde (etwa 3 Punkt) zwischen den aufgez&amp;auml;hlten Punkten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die h&amp;auml;ufigsten Aufz&amp;auml;hlungszeichen sind Gedankenstrich und ein runder, dicker Punkt. Letzterer wirkt oft klobig, wenn Sie ihn nicht in einer kleineren Schrift und/oder niedrigerem Grauwert (zum Beispiel 50% Schwarz) einsetzen. Schmuckelemente wie H&amp;auml;nde oder Pfeile k&amp;ouml;nnen die Publikation nur aufwerten, wenn Sie sie nicht im &amp;Uuml;berma&amp;szlig; verwenden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Einr&amp;uuml;ckungen am Absatzanfang sollten etwa ein Geviert betragen, das ist etwas mehr als die jeweilige Buchstabenh&amp;ouml;he der Schrift.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;&lt;a name=&quot;dtp_bilder&quot;&gt;&lt;/a&gt;Bilder machen Leser&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Das wichtigste &amp;raquo;Eintrittstor&amp;laquo; f&amp;uuml;r den Leser sind Bilder. Nach einer Untersuchung des Poynter Institute for Media Studies in St. Petersburg/USA nehmen 49% der Leser zuerst die Information eines farbigen Bildes auf &amp;ndash; sogar bei einem Titelbild mit gro&amp;szlig;en Schlagzeilen. Ein Schwarzwei&amp;szlig;-Bild fesselt immerhin noch 45 Prozent &amp;raquo;auf den ersten Blick&amp;laquo;. Mit gro&amp;szlig;em Abstand folgen Titelboxen und Schlagzeilen, mit dem Aufmacher-Beitrag beginnen gerade noch 4 Prozent.&lt;/p&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;Erfolg durch Visualisieren&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Diese Erkenntnisse haben weitreichende Konsequenzen und werden in der Praxis best&amp;auml;tigt. Beispielsweise d&amp;uuml;rfte der gro&amp;szlig;e Auflagen-Erfolg der Illustrierten Focus und Stern zu einem guten Teil auf den konsequenten, hinsichtlich der jeweiligen Zielgruppe optimalen Bildeinsatz zur&amp;uuml;ckzuf&amp;uuml;hren sein.&lt;/p&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;Der Zweck heiligt die Mittel&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Ausgangspunkt aller &amp;Uuml;berlegungen ist der Einsatzzweck. Der Bildeinsatz muss zielgruppenorientiert in das Gesamtkonzept passen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bilder k&amp;ouml;nnen zum Beispiel einen Beitrag &amp;raquo;aufmachen&amp;laquo;, also etwa den Leser auf ihn einstimmen und dabei eine (ideal w&amp;auml;re: die) Kernaussage enthalten. Ein Bild kann auch ein Zwischenresultat in einer Handlungsanleitung festhalten (Referenzbild), etwa in einem Kochbuch oder einer Installationsanleitung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gute Bilder wecken stets auch Emotionen, regen zum Nachdenken an und manchmal zum Tr&amp;auml;umen. W&amp;auml;hrend in einem Bildband etwa Landschaftsfotos m&amp;ouml;glichst gro&amp;szlig; abgebildet werden, um optimal zu wirken, sollten Details in einer Betriebsanleitung noch gut erkennbar sein, aber keinen Platz verschwenden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Zweifel sollten Sie lieber weniger und gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Bilder einsetzen als viele kleine: Gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Bildformate wirken st&amp;auml;rker.&lt;/p&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;Henne und K&amp;uuml;ken&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/form_bilder.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Der Einsatz von Bildern&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Freigestellte Personen wirken &amp;quot;lebendiger&amp;quot;. Die &amp;quot;Freisteller&amp;quot; m&amp;uuml;ssen allerdings besonders sorgf&amp;auml;ltig bearbeitet werden, sonst wirken sie trotz &amp;quot;Absoften&amp;quot; unprofessionell. Die Bildunterschriften sind hier in die Bilder oben links und unten integriert.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/form_bilderk.png&quot; alt=&quot;Der Einsatz von Bildern&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Bildkompositionen k&amp;ouml;nnen besonders reizvoll wirken. Die Blickrichtung von Bildern sollte den Leser in den Text hineinziehen. Die Idealform sind Fotos von Personen, die so angeordnet sind, dass sie untereinander &amp;raquo;korrespondieren&amp;laquo;, also den Blick von einem zum anderen Bild f&amp;uuml;hren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Achten Sie darauf, dass Sie &amp;raquo;Gegensatzpaare&amp;laquo; kombinieren: Ein besonders ruhiges Bild mit einem dynamisch-aggressiven, eine Panorama-Aufnahme mit einem Detailausschnitt etc.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf einer Doppelseite d&amp;uuml;rfen sich Bilder nicht gegenseitig ihre Wirkung nehmen. Ihre Gr&amp;ouml;&amp;szlig;e muss sich entweder genau entsprechen oder deutlich unterscheiden. Wenn Sie einer gro&amp;szlig;formatigen &amp;raquo;Henne&amp;laquo; mehrere kleine &amp;raquo;K&amp;uuml;ken&amp;laquo; an die Hand geben, sind Sie meist auf der sicheren Seite.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gewagt, aber unbedingt zu empfehlen: ausgefallene Formate. Extreme Hoch- und Querformate sind &amp;raquo;Eye-Catcher&amp;laquo; per se. Angeschnittene, m&amp;ouml;glichst randabfallende Bildformate wirken abwechslungsreich und dynamisch.&lt;/p&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;Weg mit &amp;raquo;totem Fleisch&amp;laquo;&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Genau eingemittete Bilder wirken meist langweilig. Die Kernaussage (etwa: untergehende Sonne) sollte leicht versetzt von der Mitte liegen. Dabei hilft als Faustregel der &amp;raquo;Goldene Schnitt&amp;laquo;: Das Verh&amp;auml;ltnis 1 : 1,6 wirkt harmonisch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unwichtige Bildbestandteile &amp;ndash; Profis sprechen von &amp;raquo;totem Fleisch&amp;laquo; &amp;ndash; sollten Sie m&amp;ouml;glichst weglassen oder mit anderen Bildern &amp;uuml;berdecken. Keine Regel ohne Ausnahme: Wenn Sie Text auf ein Bild hinterlegen wollen, muss der Hintergrund ruhig und gleichm&amp;auml;&amp;szlig;ig sein sowie einen starken Kontrast zur Schrift bilden (Bild 1) &amp;ndash; sonst leidet die Lesbarkeit.&lt;/p&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;Spezialeffekte&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Freigestellte Personen wirken &amp;raquo; lebendiger&amp;laquo;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Verbindung mit rechteckigen Bildern und Kontursatz (der Text &amp;raquo;schmiegt&amp;laquo; sich an die Bildkonturen an) lockern &amp;raquo;Freisteller&amp;laquo; besonders gut auf. Die &amp;Uuml;berg&amp;auml;nge, m&amp;uuml;ssen Sie &amp;auml;u&amp;szlig;erst sauber bearbeiten, sonst wirken sie unprofessionell herausgeschnitten (Bild 7).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Romantische, nostalgische Gef&amp;uuml;hle wecken Sie mit unscharfen Bildmasken, die Sie als Hilfsmittel auch bei sonst nicht m&amp;ouml;glichen Freistellern einsetzen k&amp;ouml;nnen (Bild 7): Ungef&amp;auml;hr 0,5 bis 3 Zentimeter der Papierkante soften Sie unscharf ab, das Bild &amp;raquo;flie&amp;szlig;t&amp;laquo; ins Papierwei&amp;szlig;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/form_jugend.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Keine Layoutkonvention bei einer Zeitschrift f&amp;uuml;r junge Leser.&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Jugendliche &amp;quot;stehen&amp;quot; auf unkonventionelle Gestaltung, etwa ungleichm&amp;auml;ssige Zellenabst&amp;auml;nde, die sonst verp&amp;ouml;nt sind.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/form_jugendk.png&quot; alt=&quot;Effekthascherei&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Diesen Effekt k&amp;ouml;nnen Sie verst&amp;auml;rken, wenn Sie ihn mit runden Bildecken verbinden, die Sie sonst eher vermeiden sollten, weil sie antiquiert und billig wirken k&amp;ouml;nnen.&lt;br /&gt;Vieleckige Bilder kommen besonders gut bei einem jungen Publikum an, das Sie auch mit gekippten, schr&amp;auml;ggestellten Rechtecken und dem Bruch gewohnter Layout-Konventionen erreichen, etwa durch unterschiedliche Zeilenabst&amp;auml;nde im Flie&amp;szlig;text &amp;ndash; w&amp;auml;hrend die &amp;auml;ltere Generation eher &amp;raquo;Konventionelles&amp;laquo; beziehungsweise &amp;raquo;Seri&amp;ouml;ses&amp;laquo; bevorzugt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jedem Leser das Seine&amp;hellip;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;&lt;a name=&quot;dtp_feinschliff&quot;&gt;&lt;/a&gt;Feinschliff am Text&lt;/h3&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;B&amp;uuml;ndigkeit&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Aufgrund unserer Lesegewohnheiten ist eine Schriftkante links f&amp;uuml;r l&amp;auml;ngeren Text n&amp;ouml;tig. Ob (gem&amp;auml;&amp;szlig;igter) linksb&amp;uuml;ndiger Flattersatz (Text l&amp;auml;uft rechts unregelm&amp;auml;&amp;szlig;ig aus) oder Blocksatz, spielt dagegen keine Rolle. Rechtsb&amp;uuml;ndigen Flattersatz sollten Sie allenfalls f&amp;uuml;r Bild- und Grafiklegenden (Beschriftungen) einsetzen, mittigen (zentrierten) Text vor allem f&amp;uuml;r (Zwischen-)&amp;Uuml;berschriften und Vorsp&amp;auml;nne.&lt;/p&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;Registerhaltigkeit&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Unter Registerhaltigkeit (auch: Grundlinienraster, -gitter oder Seitenraster) versteht man das deckungsgleiche Positionieren der Grundschrift und der toten Kolumentitel auf Vorder- und R&amp;uuml;ckseite. Sie ist bei mehrseitigen Publikationen aus drei Gr&amp;uuml;nden sinnvoll:&lt;/p&gt;
&lt;ul class=&quot;puce&quot;&gt;
&lt;li&gt;h&amp;ouml;here Schnelligkeit beim Platzieren von Text,&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Gewinn an Genauigkeit,&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Text auf der R&amp;uuml;ckseite scheint weniger st&amp;ouml;rend durch.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;Sperren und Stauchen&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Wer Text schnell l&amp;auml;ngen oder k&amp;uuml;rzen will, kann dies durch dezentes Sperren beziehungsweise Stauchen erreichen: 2 Prozent mehr oder weniger schaden auch der Grundschrift nicht.&lt;span style=&quot;color: #ffffff; background-color: #333333;&quot;&gt; Inverse Schrift &lt;/span&gt;muss etwas gesperrt werden, um nicht &amp;raquo;zuzulaufen&amp;laquo;. Deutlicheres Stauchen bietet sich an bei &amp;Uuml;berschriften, Zwischen&amp;uuml;berschriften und bei Bildbeschriftungen (bitte einheitlich!), um trotz Platznot gen&amp;uuml;gend Informationen unterzubringen, Ideal w&amp;auml;re auch daf&amp;uuml;r ein eigener Schriftschnitt.&lt;/p&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;Hervorhebungen&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;F&amp;uuml;r Hervorhebungen (Auszeichnungen) gilt: so wenig wie m&amp;ouml;glich, so viel wie n&amp;ouml;tig. W&amp;auml;hlen Sie die dezenteste, noch wirksame Auszeichnung und bedenken Sie: Jede zus&amp;auml;tzliche Hervorhebung schw&amp;auml;cht die Wirkung der Vorhandenen. Dezent wirken kursiv und Kapit&amp;auml;lchen. Deutlich massiver muten an: (halb-)fett, andere Schrift und Unterstreichen/Unterlegen. Ganz massiv fallen auf: VERSALIEN (gleich gro&amp;szlig;e Gro&amp;szlig;buchstaben), S&amp;nbsp;&amp;nbsp;p&amp;nbsp;&amp;nbsp;e&amp;nbsp;&amp;nbsp;r&amp;nbsp;&amp;nbsp;r&amp;nbsp;&amp;nbsp;e&amp;nbsp;&amp;nbsp;n und Kombinationen aus Auszeichnungsvarianten.&lt;/p&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;Hurenkinder und Schusterjungen&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Unsch&amp;ouml;n wirken Hurenkinder (Ausgangszeilen am Anfang einer Spalte) und Schusterjungen/Waisenkinder (&amp;raquo;angeschusterte&amp;laquo; erste Zeile am Ende eines Absatzes) sowie Zeilen, in denen lediglich zwei, drei Buchstaben stehen (weiterf&amp;uuml;hrende Information im Artikel &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=83:hurensoehne-und-schusterkinder&amp;amp;catid=18:dtp-artikel&amp;amp;Itemid=147&quot; title=&quot;Hurens&amp;ouml;hne und Schusterkinder&quot;&gt;&amp;raquo;Hurens&amp;ouml;hne und Schusterkinder&amp;laquo;&lt;/a&gt;).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;aus: &lt;em&gt;DOS International&lt;/em&gt; [heute: &lt;em&gt;PC Magazin&lt;/em&gt;],&lt;br /&gt;Ausgabe 08/1995, S. 98 ff.&lt;/p&gt;</summary>
		<content type="html">&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/#dtp_qualitaet&quot; title=&quot;Qualit&amp;auml;t &amp;amp; Preis &quot;&gt;Qualit&amp;auml;t &amp;amp; Preis&amp;nbsp;&lt;/a&gt;&amp;nbsp; &amp;bull;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/#dtp_form&quot; title=&quot;Form &amp;amp; Funktion&quot;&gt;Form &amp;amp; Funktion&lt;/a&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;bull;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/#dtp_form&quot; title=&quot;Format ist geduldig&quot;&gt;Format ist geduldig&lt;/a&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;bull;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/#dtp_satzspiegel&quot; title=&quot;Satzspiegel: Platz da&quot;&gt;Satzspiegel: Platz da&lt;/a&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;bull;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/#dtp_schriften&quot; title=&quot;Schriften: Schmelztiegel&quot;&gt;Schriften: Schmelztiegel&lt;/a&gt; &amp;nbsp; &amp;bull; &amp;nbsp; &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/#dtp_gliederung&quot; title=&quot;Gliederungselemente&quot;&gt;Gliederungselemente&lt;/a&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;bull;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/#dtp_bilder&quot; title=&quot;Bilder machen Leser&quot;&gt;Bilder machen Leser&lt;/a&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;bull;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/#dtp_feinschliff&quot; title=&quot;Feinschliff am Text&quot;&gt;Feinschliff am Text&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/art_form.png&quot; alt=&quot;art_form&quot; width=&quot;150&quot; height=&quot;150&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;Desktop Publisher sind &amp;raquo;Allesk&amp;ouml;nner&amp;laquo;: Autor, Gestalter, Schriftsetzer, Grafiker und Drucker zugleich.&lt;br /&gt;Die Soft- und Hardware ist so leistungsf&amp;auml;hig und preisg&amp;uuml;nstig geworden, dass es theoretisch kein gro&amp;szlig;es Problem mehr ist, Publikationen am eigenen Schreibtisch anzufertigen. Fast alles ist technisch m&amp;ouml;glich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der Praxis zeigt sich freilich, dass das Publizieren von Druckwerken insgesamt zwar billiger wurde - besser aber nicht. Kein Wunder: DTP vereinigt auf einer Plattform v&amp;ouml;llig unterschiedliche Berufe mit jahrelanger, hochspezialisierter Ausbildung. In Bereichen, in denen es tats&amp;auml;chlich auf Spitzenqualit&amp;auml;t ankommt, wird deshalb ein noch so guter Desktop Publisher kaum mithalten k&amp;ouml;nnen.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;&lt;a name=&quot;dtp_qualitaet&quot;&gt;&lt;/a&gt;Qualit&amp;auml;t und Preis&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Nur: Wann kommt es auf Spitzenqualit&amp;auml;t an? Wenn sie angefordert wird und sich der Aufwand f&amp;uuml;r beide Seiten rechnet. Also ganz sicher nicht bei einer Sch&amp;uuml;lerzeitung, einem Handzettel f&amp;uuml;r den Flohmarkt oder einem Amtsblatt. Sogar bei einer hochwertigen Zeitschrift oder einem teuren Bildband ist es im Einzelfall noch fraglich, ob sich Spitzenqualit&amp;auml;t auszahlt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In mindestens 95 Prozent der Publikationen sind minimale Qualit&amp;auml;tseinbu&amp;szlig;en zugunsten eines deutlich niedrigeren Produktionspreises wirtschaftlich sinnvoll. Hier liegt die gro&amp;szlig;e Chance des Desktop Publishers, sofern er eine Qualit&amp;auml;t bietet, die in den Augen der Zielgruppe der jeweiligen Publikation nicht merklich schlechter ist. Unser Beitrag hilft, die schlimmsten &amp;raquo;DTP-S&amp;uuml;nden&amp;laquo; zu vermeiden.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;&lt;a name=&quot;dtp_form&quot;&gt;&lt;/a&gt;Form und Funktion&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Publikationen sind selten k&amp;uuml;nstlerischer Selbstzweck. Normalerweise richten sie sich als Dienstleistung an eine mehr oder weniger klar abgrenzbare Zielgruppe, dessen &amp;ndash; oft widerspr&amp;uuml;chlichen &amp;ndash; Bed&amp;uuml;rfnisse Sie als Desktop Publisher in den Mittelpunkt Ihrer &amp;Uuml;berlegungen stellen m&amp;uuml;ssen:&lt;/p&gt;
&lt;ul class=&quot;puce&quot;&gt;
&lt;li&gt;Wen will ich mit der Publikation erreichen?&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Welche Zielgruppe hat die Publikation?&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Wie setzt man sie wozu ein? (Je l&amp;auml;nger der Leser eine Publikation nutzt, desto wichtiger ist die Qualit&amp;auml;t: Was bei einer Tageszeitung durchgehen mag, kann die Leser eines Monatsmagazins ver&amp;auml;rgern.)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Welche Ressourcen (Geld, Zeit, Material, Vervielf&amp;auml;ltigungs- und Verarbeitungs-M&amp;ouml;glichkeiten etc.) stehen zur Verf&amp;uuml;gung?&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Bei der Kl&amp;auml;rung dieser Grundfragen sind bestehende Lesegewohnheiten zu ber&amp;uuml;cksichtigen. Profis ziehen Untersuchungen zum Medienkonsum heran und betreiben selbst Marktforschung. Angenommen, Sie wollen ein Handbuch zu einem selbstgeschriebenen Programm schreiben, das Sie selbst vertreiben. Wer ein Programm kauft, will sich nicht lange mit einem Handbuch herumschlagen, sondern es auf dem schnellsten Weg einsetzen. &amp;Auml;sthetische Gesichtspunkte sind zweitrangig. Einsatzort ist der oft sehr kleine Schreibtisch, womit gro&amp;szlig;e Formate ausscheiden.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;&lt;a name=&quot;dtp_format&quot;&gt;&lt;/a&gt;Format ist geduldig&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Damit die aufgeschlagene Seite allein offen bleibt, bietet sich eine Ringheftung und/oder ein Breitformat an: beispielsweise 210 mm x 180 mm (Breite x H&amp;ouml;he). Zudem ist dieses Breitformat ein guter Kompromiss zwischen m&amp;ouml;glichst geringem Platzbedarf und dem Gebot, zusammengeh&amp;ouml;rende Sinneinheiten (etwa die Schrittfolge f&amp;uuml;r die Installation) auf je einer Doppelseite unterzubringen. Das sehr ausgewogene, &amp;auml;sthetisch ansprechende, preiswerte und schnell zu verarbeitende DIN-A4-Hochformat kommt in die engste Wahl f&amp;uuml;r Zeitschriften. F&amp;uuml;r Zeitungen und Bildb&amp;auml;nde haben sich aus gestalterischen Gr&amp;uuml;nden (Bildwirkung, Variationsm&amp;ouml;glichkeiten etc.) deutlich gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Formate durchgesetzt. Taschenb&amp;uuml;cher sind im Bereich von DIN A5 &amp;uuml;blich.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;&lt;a name=&quot;dtp_satzspiegel&quot;&gt;&lt;/a&gt;Satzspiegel: Platz da!&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/form_satzspiegel.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Satzspiegel&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Eine Zeitschriften Doppelseite mit den wesentlichen Elementen. Wenn Sie Text mit einem Bild hinterlegen wollen, muss der Hintergrund einen starken Kontrast zur Schrift bilden. Eine gute Grafik bringt die Aussage ohne Umschweife auf den Punkt. (Bild: Focus).'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/form_satzspiegelk.png&quot; alt=&quot;Satzspiegel&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Der Satzspiegel ist die Sammlung aller Regeln, die festlegen, wo welches Element liegt. Das Auge braucht &amp;raquo;Wei&amp;szlig;r&amp;auml;ume&amp;laquo; &amp;ndash; auch Buchstaben ben&amp;ouml;tigen Raum &amp;raquo;zum Atmen&amp;laquo;. Diesen schafft der Satzspiegel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dazu z&amp;auml;hlen die Randeinstellungen, das Zeilenraster f&amp;uuml;r die Grundschrift, die Spalten (einschlie&amp;szlig;lich Zwischenr&amp;auml;ume), Beschnittzeichen (geben an, wo die Seite beschnitten wird) und Passerzeichen (legen fest, wo Filme &amp;uuml;bereinander zu montieren sind).&lt;/p&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;Kriterien&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Ein guter Satzspiegel erf&amp;uuml;llt folgende Kriterien:&lt;/p&gt;
&lt;table border=&quot;0&quot;&gt;
&lt;tbody&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td style=&quot;width: 220px; text-align: left; vertical-align: bottom;&quot; align=&quot;left&quot; valign=&quot;bottom&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/form_abstand.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;R&amp;auml;nder&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Der obere Rand beginnt bei der Oberl&amp;auml;ngen-Oberkante (Pfeil 1) der (theoretisch) ersten Zeile der Grundschrift, der untere Rand bei der Schriftlinie (Pfeil 2) der letzten Grundschriftzeile; die Unterl&amp;auml;ngen bleiben unber&amp;uuml;cksichtigt.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/form_abstandk.png&quot; alt=&quot;R&amp;auml;nder&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;
&lt;ul class=&quot;puce&quot;&gt;
&lt;li&gt;Er schafft ausreichend Platz f&amp;uuml;r die Spalten (einschlie&amp;szlig;lich Spaltenzwischenr&amp;auml;ume), die f&amp;uuml;r den Blocksatz breit genug sein m&amp;uuml;ssen, um zirka 30 bis 60 Anschl&amp;auml;ge der Grundschrift aufzunehmen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Der Abstand zwischen zwei Seiten einer Doppelseite soll nicht zu gro&amp;szlig; sein, weil der Leser Doppelseiten als Einheit wahrnimmt und sie sonst optisch &amp;raquo;auseinanderfallen&amp;laquo;.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Gen&amp;uuml;gend Wei&amp;szlig;raum l&amp;auml;dt zum Lesen ein. Ausreichend breite R&amp;auml;nder verhindern das Verdecken wichtiger Informationen. Die Bindung (Spiralbindung!) und sp&amp;auml;tere Lochung (Briefe, Preislisten etc.) darf die Schrift nicht verdecken. Andererseits darf speziell bei Fachzeitschriften nicht der Eindruck von Platzverschwendung entstehen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Unterschiedlich breite, auf Doppelseiten gespiegelte R&amp;auml;nder f&amp;uuml;r oben, unten, innen und au&amp;szlig;en sorgen f&amp;uuml;r Spannung und Abwechslung. Faustregel f&amp;uuml;r Hochformate: Unten sollte mehr Platz bleiben als oben (optische Verk&amp;uuml;rzung durch den Leseabstand), au&amp;szlig;en mehr als innen. Die R&amp;auml;nder oben und au&amp;szlig;en k&amp;ouml;nnen einander entsprechen; dass Verh&amp;auml;ltnis des &amp;raquo;Goldenen Schnitts&amp;laquo; (1:1,6) wirkt harmonisch.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Entscheidend ist der Verwendungszweck: Schulungsunterlagen sollten einen breiten Rand f&amp;uuml;r Notizen vorsehen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Der Rand wird wie die Spaltenbreite und der Spaltenzwischenraum in ganzen Millimetern angegeben, um den Bearbeitungsaufwand insbesondere f&amp;uuml;r Bilder so gering wie m&amp;ouml;glich zu halten. Er beginnt oben bei der Oberl&amp;auml;nge der ersten Grundschriftzeile, unten bei der Schriftlinie der letzten Zeile, Satzspiegel und Grundschrift-Zeilenabstand sind daher exakt abzustimmen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;R&amp;auml;nder einstellen&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Sie k&amp;ouml;nnen die Randeinstellungen auf unterschiedliche Weise bestimmen. G&amp;auml;ngige Methoden sind:&lt;/p&gt;
&lt;table border=&quot;0&quot;&gt;
&lt;tbody&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td style=&quot;width: 220px;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/spiegelsatz_A.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;2-3-4-5 Methode&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: '2-3-4-5 Methode'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/spiegelsatz_Ak.png&quot; alt=&quot;2-3-4-5 Methode&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;2-3-4-5-Methode:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2-3-4-5-Methode Nehmen Sie zwei Teile (zum Beispiel 2x5 Millimeter) f&amp;uuml;r innen (Bund/-steg), drei (15 mm) f&amp;uuml;r oben (Kopfsteg), vier (20 mm) f&amp;uuml;r au&amp;szlig;en (Au&amp;szlig;ensteg) und f&amp;uuml;nf (25 mm) f&amp;uuml;r unten (Fu&amp;szlig;steg). Diese Methode bietet sich vor allem f&amp;uuml;r Hochformate an. F&amp;uuml;r Querformate k&amp;ouml;nnen Sie beispielsweise je zwei Teile f&amp;uuml;r den Bund, Kopf- und Fu&amp;szlig;steg und vier Teile f&amp;uuml;r den Au&amp;szlig;ensteg nehmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;s. &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/satzspiegel_2-3-4-5_Methode.swf&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Flash-Animation&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/spiegelsatz_B.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Diagonalen-Methode&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Diagonalen-Methode'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/spiegelsatz_Bk.png&quot; alt=&quot;Diagonalen-Methode&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Diagonalen-Methode:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diagonalen-Methode Legen Sie eine Doppelseite nebeneinander und ziehen Sie Linien von den Ecken links unten nach rechts oben und links oben nach rechts unten. Verbinden Sie die unteren Au&amp;szlig;enkanten der Doppelseiten mit den oberen, inneren Kanten der Einzelseiten. Verbinden Sie, Ihren Bed&amp;uuml;rfnissen entsprechend einger&amp;uuml;ckt, die Seiten- mit den Doppelseiten-Diagonalen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;s. &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/satzspiegel_Diagonale_Methode.swf&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Flash-Animation&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/spiegelsatz_C.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;K&amp;auml;stchen-Methode&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'K&amp;auml;stchen-Methode'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/spiegelsatz_Ck.png&quot; alt=&quot;K&amp;auml;stchen-Methode&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;K&amp;auml;stchen-Methode:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;K&amp;auml;stchen-Methode Verwenden Sie f&amp;uuml;r unterhaltsame Werke 1/9 der Seitenbreite/Seitenh&amp;ouml;he f&amp;uuml;r den Bund/Kopfsteg, 2/9 f&amp;uuml;r den Au&amp;szlig;ensteg/Fu&amp;szlig;steg. F&amp;uuml;r die Fachliteratur reservieren Sie weniger f&amp;uuml;r die R&amp;auml;nder, zum Beispiel je 1/12 beziehungsweise 2/12.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;s. &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/satzspiegel_Kaestchen_Methode.swf&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Flash-Animation&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;Spalten bestimmen&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Spaltenzahl und -breite k&amp;ouml;nnen Sie endg&amp;uuml;ltig erst festlegen, wenn Sie sich f&amp;uuml;r die Schriftgr&amp;ouml;&amp;szlig;e und -laufweite einer Grundschrift entschieden haben. Bei langen Lesetexten (Musterbeispiel: Roman) sind etwa 50 bis 60 Anschl&amp;auml;ge je Zeile ideal. Je nach Schriftgr&amp;ouml;&amp;szlig;e und Papierformat werden Sie daf&amp;uuml;r ein- oder zwei Spalten ben&amp;ouml;tigen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F&amp;uuml;r &amp;raquo;seri&amp;ouml;se&amp;laquo; Zeitungen kommen f&amp;uuml;nf bis sechs Spalten in die engste Wahl. Boulevardbl&amp;auml;tter gehen auch auf sieben oder acht Spalten, weil sie damit flexiblere Gestaltungsm&amp;ouml;glichkeiten haben und gegen&amp;uuml;ber der optischen Aufmachung Lesbarkeitskriterien keine absolute Priorit&amp;auml;t besitzen. Die wesentlich interessanteren Layout-Optionen &amp;raquo;schreien&amp;laquo; nach drei bis vier Spalten in Zeitschriften mit hohen Bild- und Graphikanteil. Breitformatige Produktkataloge und Vergleichstabellen erfordern sehr oft viel mehr Spalten.&lt;br /&gt;Handbuch&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/form_handbuch.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Technisches Handbuch&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'F&amp;uuml;r EDV-Handb&amp;uuml;cher hat sich ein zweispaltiger Satzspiegel mit Haupt- und Marginalspalte bew&amp;auml;hrt.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/form_handbuchk.png&quot; alt=&quot;Technisches Handbuch&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Gut bew&amp;auml;hrt hat sich in der technischen Dokumentation der zweispaltige Aufbau: In der Hauptspalte kommt der Flie&amp;szlig;text, der etwa zwei Drittel des Satzspiegels einnimmt. In die schmale Marginalspalte geh&amp;ouml;ren unter anderem Zwischenresultate, Piktogramme und Stichpunkte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Abstand zwischen den Spalten entspricht bei Blocksatz etwa der Breite vom &amp;raquo;mi&amp;laquo; der Grundschrift, bei einer Trennlinie dazwischen &amp;raquo;mm&amp;laquo;. Bei Flattersatz w&amp;auml;hlen Sie einen geringeren Abstand (zum Beispiel drei Millimeter statt f&amp;uuml;nf). Ob Sie Trennlinien einsetzen wollen, ist &amp;uuml;berwiegend Geschmackssache. Sie k&amp;ouml;nnen die Lesbarkeit (vor allem von Zeitungen) verbessern und optisch reizvoll sein. Die Linienst&amp;auml;rke von durchgezogenen Linien sollte der der Grundschrift entsprechen (etwa 0,3 bis 0,6 Punkt). Interessante Varianten sind &amp;ndash; besonders f&amp;uuml;r eine junge Zielgruppe &amp;ndash; P&amp;uuml;nktchenlinien und etwas dickere, daf&amp;uuml;r hellere Linien.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;&lt;a name=&quot;dtp_schriften&quot;&gt;&lt;/a&gt;Schriften: Schmelztiegel&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Im Hunderterpack billiger: Wohlfeile Schriften gibt es wie Sand am Meer. Da reizt es doch unheimlich, die &amp;raquo;Schriftensau&amp;laquo; auf die Schriftst&amp;uuml;cke loszulassen. Der Fachmann wundert sich, der Leser wendet sich mit Grauen ab: Kaum eine DTP-Tods&amp;uuml;nde erschwert die Lesbarkeit so arg wie eine &amp;raquo;vogelwilde&amp;laquo; Schriftenmischung.&lt;/p&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;Weniger ist mehr&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Zwei, drei Schriftfamilien, die sich in ihrem Charakter deutlich unterscheiden und die Sie auf Ihr Werk abstimmen m&amp;uuml;ssen, reichen in 99 Prozent der F&amp;auml;lle locker aus &amp;ndash; zumindest, wenn der Hauptzweck Ihrer Publikation der Transport von Informationen ist und nicht Auffallen um jeden Preis (Paradebeispiel: Anzeige). Denn das Auge liest nicht Buchstabe f&amp;uuml;r Buchstabe, sondern gew&amp;ouml;hnt sich an Wortbilder, die sich aus einer Vielzahl mikrotypografischer Feinheiten zusammensetzen: Abstand der Buchstaben zueinander, Unter-, Ober- und Mittell&amp;auml;ngen, Verdickungen, Serifen (&amp;raquo;H&amp;auml;kchen&amp;laquo; an den Buchstabenenden), Achsenrundungen und vieles mehr. Je gewohnter diese Wortbilder sind, desto schneller kann ein Text aufgenommen werden, bei ungewohnten Wortbildern stockt der Lesefluss.&lt;/p&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;Grundschrift: Festhalten an Bew&amp;auml;hrten&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Als Grundschrift f&amp;uuml;r l&amp;auml;ngere Texte kommen folglich nur gleichm&amp;auml;&amp;szlig;ige Schriftarten in Betracht wie Helvetica und Times, die f&amp;uuml;r &amp;uuml;ber zwei Drittel der gesetzten Texte gew&amp;auml;hlt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wobei Helvetica nicht gleich Helvetica ist und Times nicht gleich Times: Es gibt unz&amp;auml;hlige Varianten der verschiedensten Hersteller. Sie sollten zudem den normalen Schriftschnitt und die &amp;uuml;bliche Laufweite und Buchstabenbreite nehmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Investieren Sie lieber etwas mehr Geld und leisten Sie sich die Schriften von Spezialisten wie Berthold und Linotype-Hell. Achten Sie darauf, dass gerade Ihre Brot-und-Butter-Schriften mindest ein Dutzend Schriftschnitte enthalten von &amp;raquo;Condensed&amp;laquo; bis &amp;raquo;Light&amp;laquo;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F&amp;uuml;r welche Schriftart Sie sich entscheiden, h&amp;auml;ngt vom Werk ab: F&amp;uuml;r eine Tageszeitung kommt die serifennormale Times eher in Frage als die n&amp;uuml;chterne, serifenlose Helvetica. Helvetica d&amp;uuml;rfte dagegen f&amp;uuml;r eine Betriebsanleitung das Richtige sein. Die Schriftgr&amp;ouml;&amp;szlig;e der Grundschrift von Gebrauchstexten (Werksatz) liegt zwischen 8 bis 12, ausnahmsweise, etwa bei Schulungsunterlagen, bei 14 Punkt (ein Punkt = 0,375 mm; nicht zu verwechseln mit dem amerikanischen Point = 0,353 mm). Der optimal lesbare Zeilenabstand betr&amp;auml;gt etwa 120 Prozent (ausprobieren!), also 12 Punkt bei einer 10-Punkt-Schrift. Etwas mehr Abstand ben&amp;ouml;tigen l&amp;auml;ngere Zeilen, verglichen mit kurzen, eine fette Schaft im Vergleich zu einer normalen und eine Schrift mit hohen Mittell&amp;auml;ngen gegen&amp;uuml;ber einer mit weniger hohen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Zeilenabstand ist richtig gew&amp;auml;hlt, wenn bei leicht zugekniffenen Augen die Textspalte nahezu zu einer Graufl&amp;auml;che verschwimmt.&lt;/p&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;Haupttitel: wirke und herrsche!&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Haupttitel dominieren die (Doppel-)Seite und konzentrieren eine Kernaussage: Zwei und mehr Aussagen verwirren. Haupttitel m&amp;uuml;ssen kurz und pr&amp;auml;gnant sein und maximal zwei Zeilen einnehmen. (Andere Gesetze gelten f&amp;uuml;r die Werbung: Hier k&amp;ouml;nnen ganze Zitate zu Haupttiteln werden.)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die gew&amp;auml;hlte Schrift muss einen deutlichen Kontrast zur Grundschrift bilden: Die Schriftgr&amp;ouml;&amp;szlig;e sollte mindestens zweieinhalbmal so gro&amp;szlig; sein wie die Grundschrift, eine andere Schriftart oder ein anderer -schnitt sein etc.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beim Platzieren (zwingend auf der ersten Seite/Doppelseite des Beitrags) und Gestalten der Titelschrift k&amp;ouml;nnen Sie Ihrer Fantasie weitgehend freien Lauf lassen. Verwenden Sie Titelschriften jedoch einheitlich oder durchgehend uneinheitlich. Oft bietet sich eine Titelgestaltung an, die sich am Inhalt des jeweiligen Beitrags orientiert: Der Haupttitel einer Reportage &amp;uuml;ber ABC-Sch&amp;uuml;tzen erscheint in Schreibschrift, farbige Buchstaben visualisieren einen Bericht &amp;uuml;ber Farbfotokopierer...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Trennungen in Titeln sind ebenso zu vermeiden wie gesperrter Blocksatz (unsch&amp;ouml;ne L&amp;ouml;cher!). F&amp;uuml;r zweizeilige Titel ist der normalerweise optimale 120prozentige Zeilenabstand zu gro&amp;szlig;: Verkleinern Sie ihn so, dass sich Ober- und Unterl&amp;auml;ngen nicht ber&amp;uuml;hren und die &amp;Uuml;berschrift eine geschlossene Einheit bildet. Wenn Sie Haupttitel &amp;uuml;ber eine Doppelseite ziehen, darf der Bund die Buchstaben weder &amp;uuml;berdecken noch zu weit trennen.&lt;/p&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;Untertitel/Dachzellen: Wassertr&amp;auml;ger&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Untertitel/Dachzeilen unterst&amp;uuml;tzen den vor allem Aufmerksamkeit weckenden Haupttitel mit sachlichen Informationen. Sie m&amp;uuml;ssen direkt bei ihm stehen. Klarheit und Lesbarkeit stehen im Vordergrund. Untertitel/Dachzeilen m&amp;uuml;ssen sich beispielsweise durch gr&amp;ouml;&amp;szlig;er wirkende Schriftart, -schnitt (zum Beispiel halbfett) oder h&amp;ouml;here Schriftgr&amp;ouml;&amp;szlig;e gegen&amp;uuml;ber der Grundschrift abheben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vorsp&amp;auml;nne: kurze Zeilen, langer Sinn&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vorsp&amp;auml;nne (Einleitungen) haben eine &amp;auml;hnliche Funktion wie Untertitel/Dachzeilen. Sie sind lediglich ausf&amp;uuml;hrlicher und geben bei l&amp;auml;ngeren Beitr&amp;auml;gen eine kurze Zusammenfassung. Vorsp&amp;auml;nne m&amp;uuml;ssen nicht zwingend beim Haupttitel stehen.&lt;/p&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;Zwischentitel: Ordnung muss sein&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Zwischentitel dienen der Orientierung und sollten selbstsprechend sein, also eine nachvollziehbare Aussage zum Inhalt enthalten. Ordnen Sie Zwischentitel auch durch den Abstand sichtbar dem Text zu, zu dem sie geh&amp;ouml;ren: Meist beziehen sie sich auf den nachfolgenden Text. Zwischentitel sollten innerhalb eines Beitrags einheitlich lang und m&amp;ouml;glichst pr&amp;auml;gnant sein. Gegen&amp;uuml;ber dem Flie&amp;szlig;text m&amp;uuml;ssen sie sich eindeutig hervorheben, aber nicht zu klobig wirken. Faustregel: maximal 60 Prozent des Haupttitels, mindestens Grundschrift, aber deutlich gr&amp;ouml;&amp;szlig;er wirkender) Schriftart/schnitt. Zwischentitel d&amp;uuml;rfen Schmuckelemente enthalten; achten Sie aber darauf, dass Sie den Leser damit nicht &amp;uuml;bers&amp;auml;ttigen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Sonderform des Zwischentitels sind eingestreute Zitate, die Sie als solche kenntlich machen m&amp;uuml;ssen, etwa mit gro&amp;szlig;en Anf&amp;uuml;hrungszeichen.&lt;/p&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;Rubrikentitel: Schnelle Greifer&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Rubrikentitel (Kolumnentitel) erleichtern bei mehrseitigen Publikationen den schnellen Zugriff ebenso wie Marginalien (Randtext; er sollte 1 bis 2 Punkt kleiner gesetzt werden als der Grundtext; Bild 4). Zu den Rubrikentiteln z&amp;auml;hlen Seitenzahlen, Randnummern, Kapitelangaben, Stichpunkte zum Inhalt, Firmenlogo und -name, Name und Ausgabe der Publikation.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Rubrikentitel sollten Sie dezent halten, damit sie nicht in Konkurrenz mit dem Haupttitel geraten. Alle Auszeichnungen, der Einsatz von Linien und grafischen Elementen, Farben und Verl&amp;auml;ufe sind zul&amp;auml;ssig &amp;ndash; solange sie nicht zu aufdringlich wirken. Die Gestaltung und Platzierung (nicht im Bund, sonst frei) sollte durchgehend sein, um den Leser nicht zu irritieren. Ein integriertes Firmenlogo und die Ausgabe der Publikation sind nicht zwingend, k&amp;ouml;nnen jedoch Corporate Design vermitteln und Verwechslungen im Druck vermeiden helfen.&lt;/p&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;Initiale: Pfeil auf Flie&amp;szlig;text&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/form_initial.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Initial&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Initial: linksb&amp;uuml;ndige Ausrichtung oder der Form des Buchstabens angepasst.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/form_initialk.png&quot; alt=&quot;Initial&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; title=&quot;Initial&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Initiale sind Gro&amp;szlig;buchstaben am Beginn des Flie&amp;szlig;texts. Sie sind Pflicht, wenn der Haupttitel nicht oberhalb oder links neben dem Flie&amp;szlig;text liegt, weil dann der Leser unn&amp;ouml;tig suchen muss. Sie sollten nur ausnahmsweise &amp;ndash; etwa in einem M&amp;auml;rchen mehrere Initiale in einem einzigen Beitrag einsetzen. &amp;Uuml;blich sind vor allem &amp;raquo;h&amp;auml;ngende&amp;laquo; Initiale &amp;uuml;ber zwei bis f&amp;uuml;nf Grundschriftzeilen: Sie schlie&amp;szlig;en optisch meist oben mit der Oberl&amp;auml;nge der ersten Grundschriftzeile ab, unten mit der Schriftlinie der letzten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Initiale sollten optisch an der Schriftlinie linksb&amp;uuml;ndig sein, der Flie&amp;szlig;text sich dem Initial &amp;raquo;anschmiegen&amp;laquo;. Ein Initial ersetzt das dem Initialbuchstaben vorangehende Anf&amp;uuml;hrungszeichen: Typografisch richtig ist im Deutschen das Anf&amp;uuml;hrungszeichen unten.&lt;/p&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;Legenden &amp;amp; Co.: kein Kleinkram&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Nur bei selbstsprechenden Illustrationen und im Einzelfall bei Grafik k&amp;ouml;nnen Sie auf Legenden (&amp;raquo;Bildbeschriftungen&amp;laquo;) verzichten. Legenden &amp;raquo;lesen&amp;laquo; dem Leser die Kernaussage vor. Sie m&amp;uuml;ssen eindeutig und sofort zuzuordnen sein: Deshalb stehen sie meist unmittelbar unter dem Bild/der Grafik oder b&amp;uuml;ndig daneben (Bild 1). Die Schrift der Legenden sollte sich deutlich von der Grundschrift unterscheiden und in etwa deren Gr&amp;ouml;&amp;szlig;e einnehmen. Schmale Schriftgrade eignen sich besonders f&amp;uuml;r nebenstehende Legenden. Bild- und Grafikbeschriftungen k&amp;ouml;nnen aus Platzgr&amp;uuml;nden 1 bis 2 Punkt kleiner sein, bei Erkl&amp;auml;rungen m&amp;ouml;glichst in gleicher H&amp;ouml;he und linksb&amp;uuml;ndig liegen (Leserichtung!).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F&amp;uuml;r Urhebernachweise haben sich 7 Punkt in derselben Schriftart wie Legenden bew&amp;auml;hrt. Urhebernachweise k&amp;ouml;nnen Sie um 90 Grad kippen und b&amp;uuml;ndig zu Grafik/Illustration/Bild platzieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;&lt;a name=&quot;dtp_gliederung&quot;&gt;&lt;/a&gt;Gliederungselemente&lt;/h3&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;K&amp;auml;stchen &amp;amp; Tabellen: Auslagern erlaubt&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/form_tabelle.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Tabellentext&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Tabellen sind ideal f&amp;uuml;r Fakten, die Sie miteinander vergleichen.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/form_tabellek.png&quot; alt=&quot;Tabellentext&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;In K&amp;auml;stchen (Textboxen) lagern Sie wichtige Informationen aus dem Flie&amp;szlig;text aus, die inhaltlich zusammengeh&amp;ouml;ren. Sie k&amp;ouml;nnen K&amp;auml;stchen auch f&amp;uuml;r Zusammenfassungen einsetzen; vor &amp;raquo;K&amp;auml;stchen-Overkill&amp;laquo; wird gewarnt. Die Schrift darin sollte in etwa der Gr&amp;ouml;&amp;szlig;e der Grundschrift +/- ein Punkt entsprechen. Der Abstand zum K&amp;auml;stchenrand sollte mindestens zwei Millimeter betragen. Tabellen sind ideal f&amp;uuml;r Texte oder Zahlen, die Sie miteinander vergleichen oder auflisten wollen. Angebracht sind verschiedene Fl&amp;auml;chen und dezente Linien, um Tabellenspalten und -Linien unmissverst&amp;auml;ndlich abzugrenzen (Bild 6).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;Aufz&amp;auml;hlen &amp;amp; Einr&amp;uuml;cken: kein Infosalat&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Aufz&amp;auml;hlungen und Einr&amp;uuml;ckungen erleichtern die Aufnahme von Einzelinformationen ebenso wie tabellarische &amp;Uuml;bersichten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn die Textmenge der aufgez&amp;auml;hlten Punkte nicht mindestens je f&amp;uuml;nf Zeilen erreicht, sollten Sie Flattersatz w&amp;auml;hlen, weil sonst L&amp;ouml;cher drohen. Mehrere verschiedenartige Aufz&amp;auml;hlungszeichen untereinander machen sich nicht gut: Sie wirken unruhig. Aufz&amp;auml;hlungszeichen m&amp;uuml;ssen optisch sofort den aufgez&amp;auml;hlten Punkten zuzuordnen sein. Gut wirken Absatzabst&amp;auml;nde (etwa 3 Punkt) zwischen den aufgez&amp;auml;hlten Punkten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die h&amp;auml;ufigsten Aufz&amp;auml;hlungszeichen sind Gedankenstrich und ein runder, dicker Punkt. Letzterer wirkt oft klobig, wenn Sie ihn nicht in einer kleineren Schrift und/oder niedrigerem Grauwert (zum Beispiel 50% Schwarz) einsetzen. Schmuckelemente wie H&amp;auml;nde oder Pfeile k&amp;ouml;nnen die Publikation nur aufwerten, wenn Sie sie nicht im &amp;Uuml;berma&amp;szlig; verwenden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Einr&amp;uuml;ckungen am Absatzanfang sollten etwa ein Geviert betragen, das ist etwas mehr als die jeweilige Buchstabenh&amp;ouml;he der Schrift.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;&lt;a name=&quot;dtp_bilder&quot;&gt;&lt;/a&gt;Bilder machen Leser&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Das wichtigste &amp;raquo;Eintrittstor&amp;laquo; f&amp;uuml;r den Leser sind Bilder. Nach einer Untersuchung des Poynter Institute for Media Studies in St. Petersburg/USA nehmen 49% der Leser zuerst die Information eines farbigen Bildes auf &amp;ndash; sogar bei einem Titelbild mit gro&amp;szlig;en Schlagzeilen. Ein Schwarzwei&amp;szlig;-Bild fesselt immerhin noch 45 Prozent &amp;raquo;auf den ersten Blick&amp;laquo;. Mit gro&amp;szlig;em Abstand folgen Titelboxen und Schlagzeilen, mit dem Aufmacher-Beitrag beginnen gerade noch 4 Prozent.&lt;/p&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;Erfolg durch Visualisieren&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Diese Erkenntnisse haben weitreichende Konsequenzen und werden in der Praxis best&amp;auml;tigt. Beispielsweise d&amp;uuml;rfte der gro&amp;szlig;e Auflagen-Erfolg der Illustrierten Focus und Stern zu einem guten Teil auf den konsequenten, hinsichtlich der jeweiligen Zielgruppe optimalen Bildeinsatz zur&amp;uuml;ckzuf&amp;uuml;hren sein.&lt;/p&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;Der Zweck heiligt die Mittel&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Ausgangspunkt aller &amp;Uuml;berlegungen ist der Einsatzzweck. Der Bildeinsatz muss zielgruppenorientiert in das Gesamtkonzept passen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bilder k&amp;ouml;nnen zum Beispiel einen Beitrag &amp;raquo;aufmachen&amp;laquo;, also etwa den Leser auf ihn einstimmen und dabei eine (ideal w&amp;auml;re: die) Kernaussage enthalten. Ein Bild kann auch ein Zwischenresultat in einer Handlungsanleitung festhalten (Referenzbild), etwa in einem Kochbuch oder einer Installationsanleitung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gute Bilder wecken stets auch Emotionen, regen zum Nachdenken an und manchmal zum Tr&amp;auml;umen. W&amp;auml;hrend in einem Bildband etwa Landschaftsfotos m&amp;ouml;glichst gro&amp;szlig; abgebildet werden, um optimal zu wirken, sollten Details in einer Betriebsanleitung noch gut erkennbar sein, aber keinen Platz verschwenden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Zweifel sollten Sie lieber weniger und gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Bilder einsetzen als viele kleine: Gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Bildformate wirken st&amp;auml;rker.&lt;/p&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;Henne und K&amp;uuml;ken&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/form_bilder.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Der Einsatz von Bildern&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Freigestellte Personen wirken &amp;quot;lebendiger&amp;quot;. Die &amp;quot;Freisteller&amp;quot; m&amp;uuml;ssen allerdings besonders sorgf&amp;auml;ltig bearbeitet werden, sonst wirken sie trotz &amp;quot;Absoften&amp;quot; unprofessionell. Die Bildunterschriften sind hier in die Bilder oben links und unten integriert.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/form_bilderk.png&quot; alt=&quot;Der Einsatz von Bildern&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Bildkompositionen k&amp;ouml;nnen besonders reizvoll wirken. Die Blickrichtung von Bildern sollte den Leser in den Text hineinziehen. Die Idealform sind Fotos von Personen, die so angeordnet sind, dass sie untereinander &amp;raquo;korrespondieren&amp;laquo;, also den Blick von einem zum anderen Bild f&amp;uuml;hren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Achten Sie darauf, dass Sie &amp;raquo;Gegensatzpaare&amp;laquo; kombinieren: Ein besonders ruhiges Bild mit einem dynamisch-aggressiven, eine Panorama-Aufnahme mit einem Detailausschnitt etc.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf einer Doppelseite d&amp;uuml;rfen sich Bilder nicht gegenseitig ihre Wirkung nehmen. Ihre Gr&amp;ouml;&amp;szlig;e muss sich entweder genau entsprechen oder deutlich unterscheiden. Wenn Sie einer gro&amp;szlig;formatigen &amp;raquo;Henne&amp;laquo; mehrere kleine &amp;raquo;K&amp;uuml;ken&amp;laquo; an die Hand geben, sind Sie meist auf der sicheren Seite.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gewagt, aber unbedingt zu empfehlen: ausgefallene Formate. Extreme Hoch- und Querformate sind &amp;raquo;Eye-Catcher&amp;laquo; per se. Angeschnittene, m&amp;ouml;glichst randabfallende Bildformate wirken abwechslungsreich und dynamisch.&lt;/p&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;Weg mit &amp;raquo;totem Fleisch&amp;laquo;&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Genau eingemittete Bilder wirken meist langweilig. Die Kernaussage (etwa: untergehende Sonne) sollte leicht versetzt von der Mitte liegen. Dabei hilft als Faustregel der &amp;raquo;Goldene Schnitt&amp;laquo;: Das Verh&amp;auml;ltnis 1 : 1,6 wirkt harmonisch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unwichtige Bildbestandteile &amp;ndash; Profis sprechen von &amp;raquo;totem Fleisch&amp;laquo; &amp;ndash; sollten Sie m&amp;ouml;glichst weglassen oder mit anderen Bildern &amp;uuml;berdecken. Keine Regel ohne Ausnahme: Wenn Sie Text auf ein Bild hinterlegen wollen, muss der Hintergrund ruhig und gleichm&amp;auml;&amp;szlig;ig sein sowie einen starken Kontrast zur Schrift bilden (Bild 1) &amp;ndash; sonst leidet die Lesbarkeit.&lt;/p&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;Spezialeffekte&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Freigestellte Personen wirken &amp;raquo; lebendiger&amp;laquo;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Verbindung mit rechteckigen Bildern und Kontursatz (der Text &amp;raquo;schmiegt&amp;laquo; sich an die Bildkonturen an) lockern &amp;raquo;Freisteller&amp;laquo; besonders gut auf. Die &amp;Uuml;berg&amp;auml;nge, m&amp;uuml;ssen Sie &amp;auml;u&amp;szlig;erst sauber bearbeiten, sonst wirken sie unprofessionell herausgeschnitten (Bild 7).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Romantische, nostalgische Gef&amp;uuml;hle wecken Sie mit unscharfen Bildmasken, die Sie als Hilfsmittel auch bei sonst nicht m&amp;ouml;glichen Freistellern einsetzen k&amp;ouml;nnen (Bild 7): Ungef&amp;auml;hr 0,5 bis 3 Zentimeter der Papierkante soften Sie unscharf ab, das Bild &amp;raquo;flie&amp;szlig;t&amp;laquo; ins Papierwei&amp;szlig;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/form_jugend.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Keine Layoutkonvention bei einer Zeitschrift f&amp;uuml;r junge Leser.&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Jugendliche &amp;quot;stehen&amp;quot; auf unkonventionelle Gestaltung, etwa ungleichm&amp;auml;ssige Zellenabst&amp;auml;nde, die sonst verp&amp;ouml;nt sind.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/form_jugendk.png&quot; alt=&quot;Effekthascherei&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Diesen Effekt k&amp;ouml;nnen Sie verst&amp;auml;rken, wenn Sie ihn mit runden Bildecken verbinden, die Sie sonst eher vermeiden sollten, weil sie antiquiert und billig wirken k&amp;ouml;nnen.&lt;br /&gt;Vieleckige Bilder kommen besonders gut bei einem jungen Publikum an, das Sie auch mit gekippten, schr&amp;auml;ggestellten Rechtecken und dem Bruch gewohnter Layout-Konventionen erreichen, etwa durch unterschiedliche Zeilenabst&amp;auml;nde im Flie&amp;szlig;text &amp;ndash; w&amp;auml;hrend die &amp;auml;ltere Generation eher &amp;raquo;Konventionelles&amp;laquo; beziehungsweise &amp;raquo;Seri&amp;ouml;ses&amp;laquo; bevorzugt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jedem Leser das Seine&amp;hellip;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;&lt;a name=&quot;dtp_feinschliff&quot;&gt;&lt;/a&gt;Feinschliff am Text&lt;/h3&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;B&amp;uuml;ndigkeit&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Aufgrund unserer Lesegewohnheiten ist eine Schriftkante links f&amp;uuml;r l&amp;auml;ngeren Text n&amp;ouml;tig. Ob (gem&amp;auml;&amp;szlig;igter) linksb&amp;uuml;ndiger Flattersatz (Text l&amp;auml;uft rechts unregelm&amp;auml;&amp;szlig;ig aus) oder Blocksatz, spielt dagegen keine Rolle. Rechtsb&amp;uuml;ndigen Flattersatz sollten Sie allenfalls f&amp;uuml;r Bild- und Grafiklegenden (Beschriftungen) einsetzen, mittigen (zentrierten) Text vor allem f&amp;uuml;r (Zwischen-)&amp;Uuml;berschriften und Vorsp&amp;auml;nne.&lt;/p&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;Registerhaltigkeit&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Unter Registerhaltigkeit (auch: Grundlinienraster, -gitter oder Seitenraster) versteht man das deckungsgleiche Positionieren der Grundschrift und der toten Kolumentitel auf Vorder- und R&amp;uuml;ckseite. Sie ist bei mehrseitigen Publikationen aus drei Gr&amp;uuml;nden sinnvoll:&lt;/p&gt;
&lt;ul class=&quot;puce&quot;&gt;
&lt;li&gt;h&amp;ouml;here Schnelligkeit beim Platzieren von Text,&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Gewinn an Genauigkeit,&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Text auf der R&amp;uuml;ckseite scheint weniger st&amp;ouml;rend durch.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;Sperren und Stauchen&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Wer Text schnell l&amp;auml;ngen oder k&amp;uuml;rzen will, kann dies durch dezentes Sperren beziehungsweise Stauchen erreichen: 2 Prozent mehr oder weniger schaden auch der Grundschrift nicht.&lt;span style=&quot;color: #ffffff; background-color: #333333;&quot;&gt; Inverse Schrift &lt;/span&gt;muss etwas gesperrt werden, um nicht &amp;raquo;zuzulaufen&amp;laquo;. Deutlicheres Stauchen bietet sich an bei &amp;Uuml;berschriften, Zwischen&amp;uuml;berschriften und bei Bildbeschriftungen (bitte einheitlich!), um trotz Platznot gen&amp;uuml;gend Informationen unterzubringen, Ideal w&amp;auml;re auch daf&amp;uuml;r ein eigener Schriftschnitt.&lt;/p&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;Hervorhebungen&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;F&amp;uuml;r Hervorhebungen (Auszeichnungen) gilt: so wenig wie m&amp;ouml;glich, so viel wie n&amp;ouml;tig. W&amp;auml;hlen Sie die dezenteste, noch wirksame Auszeichnung und bedenken Sie: Jede zus&amp;auml;tzliche Hervorhebung schw&amp;auml;cht die Wirkung der Vorhandenen. Dezent wirken kursiv und Kapit&amp;auml;lchen. Deutlich massiver muten an: (halb-)fett, andere Schrift und Unterstreichen/Unterlegen. Ganz massiv fallen auf: VERSALIEN (gleich gro&amp;szlig;e Gro&amp;szlig;buchstaben), S&amp;nbsp;&amp;nbsp;p&amp;nbsp;&amp;nbsp;e&amp;nbsp;&amp;nbsp;r&amp;nbsp;&amp;nbsp;r&amp;nbsp;&amp;nbsp;e&amp;nbsp;&amp;nbsp;n und Kombinationen aus Auszeichnungsvarianten.&lt;/p&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;Hurenkinder und Schusterjungen&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Unsch&amp;ouml;n wirken Hurenkinder (Ausgangszeilen am Anfang einer Spalte) und Schusterjungen/Waisenkinder (&amp;raquo;angeschusterte&amp;laquo; erste Zeile am Ende eines Absatzes) sowie Zeilen, in denen lediglich zwei, drei Buchstaben stehen (weiterf&amp;uuml;hrende Information im Artikel &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=83:hurensoehne-und-schusterkinder&amp;amp;catid=18:dtp-artikel&amp;amp;Itemid=147&quot; title=&quot;Hurens&amp;ouml;hne und Schusterkinder&quot;&gt;&amp;raquo;Hurens&amp;ouml;hne und Schusterkinder&amp;laquo;&lt;/a&gt;).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;aus: &lt;em&gt;DOS International&lt;/em&gt; [heute: &lt;em&gt;PC Magazin&lt;/em&gt;],&lt;br /&gt;Ausgabe 08/1995, S. 98 ff.&lt;/p&gt;</content>
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