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		<title>Einstieg in die Typografie</title>
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		<published>2017-01-02T08:56:03+00:00</published>
		<updated>2017-01-02T08:56:03+00:00</updated>
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		<author>
			<name>Super User</name>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;01.&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/#dtp_erkenntnisse&quot; title=&quot;Erkenntnisse aus der Leseforschung&quot;&gt; Erkenntnisse aus der Leseforschung&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;02.&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/#dtp_lesbarkeit&quot; title=&quot;Lesbarkeit &amp;amp; &amp;Uuml;bersichtlichkeit&quot;&gt; Lesbarkeit &amp;amp; &amp;Uuml;bersichtlichkeit&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;03. &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/#dtp_elemente&quot; title=&quot;Definition der Text- und Stilelemente&quot;&gt;Definition der Text- und Stilelemente&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;04. &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/#dtp_masseinheiten&quot; title=&quot;Typografische Ma&amp;szlig;einheiten auf einen Blick&quot;&gt;Typografische Ma&amp;szlig;einheiten auf einen Blick&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/art_einstieg.png&quot; alt=&quot;art_einstieg&quot; width=&quot;150&quot; height=&quot;150&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;Mit einem Computer und der richtigen Software ist es heute ein Kinderspiel, selbst komplexe Dokumente in Eigenregie herzu stellen. Leider fehlt es vielen &amp;bdquo;Grafikern&amp;ldquo; an der n&amp;ouml;tigen Fachkenntnis in Bezug auf Typografie, was den fabrizierten Schriftst&amp;uuml;cken oft anzumerken ist. Die wohl wichtigste Grundlage beim Gestalten liegt zweifellos in der Einhaltung wichtiger typografischer Regeln. In dieser Artikelserie erfahren Sie, was Sie &amp;uuml;ber Typografie wissen sollten und wie Sie Ihren Dokumenten einen professionellen Touch verleihen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zugegeben, vor einer leeren Seite sitzen und nicht wissen, wie das jeweilige Dokument letztendlich aussehen soll, ist keine angenehme Sache. Das Problem kennt jeder, der sich schon einmal mit der Gestaltung eines Schriftst&amp;uuml;cks auseinander gesetzt hat. Vielleicht existieren einige Abbildungen, wom&amp;ouml;glich gibt es auch einen Text, eine genaue Vorstellung punkto Gestaltung fehlt je doch. Was also tun? Zuerst die Bilder platzieren und danach den Text einf&amp;uuml;gen? Oder mit dem Text beginnen und die Abbildungen nachtr&amp;auml;glich einsetzen? Keine leichte Entscheidung und ohne Grundkenntnisse kaum zu bew&amp;auml;ltigen. Dabei w&amp;auml;re es gar nicht so schwer, w&amp;uuml;rden Sie auf typografische Regeln zur&amp;uuml;ckgreifen. Sie vereinfachen nicht nur den Start, sondern gew&amp;auml;hrleisten auch mehr Effizienz beim Endergebnis. Immerhin geht es vordergr&amp;uuml;ndig darum, Informationen ansprechend zu verpacken und m&amp;ouml;glichst wirksam zu transportieren. Und genau das versteht man auch unter Typografie. Was etwa beim Schreiben durch Grammatik und Rechtschreibung festgelegt ist, wird bei der Gestaltung durch die Typografie geregelt. Dabei k&amp;ouml;nnen Sie sogar auf Erfahrungen aus mehreren Jahrhunderten Buchdruck zur&amp;uuml;ckgreifen, denn urspr&amp;uuml;nglich verstand sich Typografie als Handwerk und diente als Grundlage f&amp;uuml;r den mechanischen Satz von Schriften. Obwohl das heute am Computer stattfindet, haben sich die Regeln und psychologischen Gesetzm&amp;auml;&amp;szlig;igkeiten nur geringf&amp;uuml;gig ver&amp;auml;ndert.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;&lt;a name=&quot;dtp_erkenntnisse&quot;&gt;&lt;/a&gt;01. Erkenntnisse aus der Leseforschung&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Bei der Gestaltung eines Dokuments sollte von Anfang an ber&amp;uuml;cksichtigt werden, f&amp;uuml;r welche Leserzielgruppe es bestimmt ist. So ist es etwa f&amp;uuml;r Kinder oder eine &amp;auml;ltere Zielgruppe sinnvoll, mit gr&amp;ouml;&amp;szlig;eren Schriften zu arbeiten. Es gibt aber auch einige allgemeine Richtlinien - Erkenntnisse aus der Leseforschung - die in grunds&amp;auml;tzliche &amp;Uuml;berlegungen zum Layout miteinflie&amp;szlig;en sollten:&lt;/p&gt;
&lt;table border=&quot;0&quot; align=&quot;left&quot;&gt;
&lt;tbody&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td style=&quot;width: 220px;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/einstieg_01.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{fadeInOut: true, outlineType: null, creditsPosition: 'bottom center', captionText: 'Eine Spalte sollte die Breite von 80 mm nicht &amp;uuml;bersteigen.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/einstieg_01k.png&quot; alt=&quot;Thumbnail image&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td align=&quot;left&quot; valign=&quot;top&quot;&gt;
&lt;p&gt;Der Satzspiegel bzw. die Spaltenbreite eines Textes sollte nicht viel breiter als acht Zentimeter sein. Das geht aus Untersuchungen des Wahrnehmungsfeldes beim Lesen hervor. Bei einem durchschnittlichen Leseabstand von rund 30 Zentimeter nimmt der Mensch nicht mehr als einen Bereich von ca. acht Zentimetern in der Horizontalen gut wahr (a).&lt;/p&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/einstieg_02.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{fadeInOut: true, outlineType: null, captionText: 'Die Wort- und Zeilenabst&amp;auml;nde haben gro&amp;szlig;en Einflu&amp;szlig; auf die Lesbarkeit des Textes.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/einstieg_02k.png&quot; alt=&quot;Thumbnail image&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td align=&quot;left&quot; valign=&quot;top&quot;&gt;
&lt;p&gt;Um beim Lesen W&amp;ouml;rter und ganze Wortgruppen aufzunehmen, macht das Auge kleine ruckartige Bewegungen. Die Fixationen der Lesespr&amp;uuml;nge liegen meist zwischen den W&amp;ouml;rtern. Sind die Wortabst&amp;auml;nde zu gering, besteht die Gefahr, dass die W&amp;ouml;rter beim Lesen &amp;bdquo;verschmelzen&amp;ldquo; und schlechter erfassbar sind. Bei zu gro&amp;szlig;em Wortabstand, k&amp;ouml;nnen weniger W&amp;ouml;rter erfasst werden (b).&lt;/p&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td valign=&quot;top&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/einstieg_03.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{fadeInOut: true, outlineWhileAnimating: true, outlineType: null, captionText: 'Die Brotschrift sollte aus Gr&amp;uuml;nden ihrer Lesbarkeit sehr sorgf&amp;auml;ltig gew&amp;auml;hlt werden.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/einstieg_03k.png&quot; alt=&quot;Thumbnail image&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td align=&quot;left&quot; valign=&quot;top&quot;&gt;
&lt;p&gt;Bestimmte Schriften und W&amp;ouml;rter werden in erster Linie durch ihre besondere Au&amp;szlig;enkontur erfasst. Verschiedene Schriften sind deshalb &amp;ndash; je nachdem wie ausgepr&amp;auml;gt die Wortkonturen sind &amp;ndash; besser oder schlechter lesbar. Versalschriften k&amp;ouml;nnen beispielsweise, in Vergleich zu einem Text mit gemischter Schreibweise, schwieriger aufgenommen werden (c).&lt;/p&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;
&lt;p&gt;Eine Seite, die un&amp;uuml;bersichtlich gestaltet wurde, bedeutet f&amp;uuml;r den Leser eine Art Hindernislauf. Wenn die Texte, Bilder und Graphiken so angeordnet sind, dass sich der Leser erst orientieren und beispielsweise nach einem Textanschluss suchen muss, lassen Konzentrat und Leselust schnell nach. Beim Gestalten eines Dokuments spielt deshalb eine gute, &amp;uuml;berschaubare Lesef&amp;uuml;hrung eine wesentliche Rolle.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name=&quot;dtp_lesbarkeit&quot;&gt;&lt;/a&gt;02. Lesbarkeit &amp;amp; &amp;Uuml;bersichtlichkeit&lt;/h3&gt;
&lt;table border=&quot;0&quot;&gt;
&lt;tbody&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td style=&quot;width: 220px; text-align: center; vertical-align: top;&quot; align=&quot;center&quot; valign=&quot;top&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/einstieg_04.png&quot; alt=&quot;einstieg_04&quot; width=&quot;224&quot; height=&quot;353&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;
&lt;p&gt;Die Wahl der Gr&amp;ouml;&amp;szlig;e der &lt;strong&gt;Grundschrift&lt;/strong&gt; (auch Werk- oder Brotschrift) eines Textes ist abh&amp;auml;ngig von Format, Textmenge, der optischen Wirkung, die Sie erzielen wollen und nicht zuletzt von der Zielgruppe der Leser, die Sie erreichen m&amp;ouml;chten. So ist in Kinderb&amp;uuml;chern &amp;ndash; wie erw&amp;auml;hnt &amp;ndash; eine etwas gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Grundschrift (11 bis 14 Punkt) angebracht, als beispielsweise in einem Fachmagazin (meist 9 bis 10 Punkt).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&amp;Uuml;berschriften, Untertite&lt;/strong&gt;l und &lt;strong&gt;Zwischenzeilen&lt;/strong&gt; sollten den Text ansprechend gliedern und seine Lesbarkeit erleichtern. In der Werbung verfolgen Headlines vor allem den Zweck, Aufmerksamkeit zu erregen und einer Aussage Nachdruck zu verleihen. Deshalb sind sie meist sehr gro&amp;szlig; bzw. fett angelegt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F&amp;uuml;r &lt;strong&gt;Marginalien&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;Fu&amp;szlig;noten&lt;/strong&gt; (Konsulationsgr&amp;ouml;&amp;szlig;en) verwenden Sie eine etwas kleinere Schrift (6 bis 8 Punkt) als die Grundschrift. In jedem Fall empfiehlt es sich, bei einem Text nicht zu viele, unterschiedliche Schriftgrade einzusetzen. Sie verwirren den Leser &amp;ndash; umso schneller verliert er das Interesse am Text. In der folgenden &amp;Uuml;bersicht finden Sie die g&amp;auml;ngigsten Schriftgr&amp;ouml;&amp;szlig;en zur Gliederung eines Textes.&lt;/p&gt;
&lt;ul class=&quot;puce&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Schaugr&amp;ouml;&amp;szlig;en:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;(Headlines, Untertitel, Kapitel-, &amp;Uuml;ber- und Unterschriften, Zwischentitel):&lt;br /&gt;ab 18 Punkt aufw&amp;auml;rts bis ca. 60 Punkt&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Auszeichnungsgr&amp;ouml;&amp;szlig;en:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;ca. 14 bis 18 Punkt&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Lesegr&amp;ouml;&amp;szlig;en:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;ca. 8 bis 12 Punkt&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Konsultationsgr&amp;ouml;&amp;szlig;en:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;ca. 6 bis 8 Punkt&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;03. Definition der Text- und Stilelemente&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Steht der Satzspiegel fest, definieren Sie die Text- und Stilelemente &amp;ndash; wie Schriftart und -gr&amp;ouml;&amp;szlig;e der Grundschrift, &amp;Uuml;berschriften, Anmerkungen etc. &amp;ndash; die im Dokument durchgehend Verwendung finden sollen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Folgendes sollten Sie dabei beachten:&lt;/p&gt;
&lt;table border=&quot;0&quot; align=&quot;left&quot;&gt;
&lt;tbody&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td style=&quot;width: 220px;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;
&lt;ul class=&quot;puce&quot;&gt;
&lt;li&gt;Der Zweck des Dokuments, die Menge des Textes und der Zeichen je Zeile, Inhalt und Leserkreis sollten bei der Wahl &lt;strong&gt;der Grundschrift&lt;/strong&gt; und deren Gr&amp;ouml;&amp;szlig;e ber&amp;uuml;cksichtigt werden.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td align=&quot;left&quot; valign=&quot;top&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/einstieg_05.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: '&amp;Uuml;berschrift, Initialbuchstabe, linksb&amp;uuml;ndig ausgerichtete Brotschrift und Paginierung auf einer Seite im Satzspiegel.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/einstieg_05k.png&quot; alt=&quot;Thumbnail image&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;
&lt;ul class=&quot;puce&quot;&gt;
&lt;li&gt;Die Gr&amp;ouml;&amp;szlig;e der verwendeten &lt;strong&gt;&amp;Uuml;berschriften&lt;/strong&gt; ist eng mit der Art des Dokuments verkn&amp;uuml;pft. Auch wenn eine deutliche Gliederung, speziell in Fachb&amp;uuml;chern, w&amp;uuml;nschenswert ist, sollten nicht zu viele Schriftgrade eingesetzt werden. Hier k&amp;ouml;nnen Sie auch mit anderen Auszeichnungen (Kapit&amp;auml;lchen, verschiedene Schriftschnitte etc.) helfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;F&amp;uuml;r die &amp;Uuml;berschriften kann nat&amp;uuml;rlich auch eine andere Schrift als die Grundschrift gew&amp;auml;hlt werden. Wichtig ist auch, dass ausreichender Abstand oberhalb und unterhalb einer &amp;Uuml;berschrift besteht und klar hervor geht, zu welchem Teil diese geh&amp;ouml;rt. Bei Haupt&amp;uuml;berschriften sollten die Abst&amp;auml;nde mindestens zwei Leerzeilen &amp;uuml;ber der &amp;Uuml;berschrift, eine darunter ausmachen. Je nach Art des Dokuments sind aber auch Abst&amp;auml;nde von vier bis zehn Leerzeilen durchaus keine Seltenheit. Vielfach wirkt es optisch besser, wenn Sie zur Gliederung freien Raum einsetzen, statt auf mehrere, verschiedene Schriftgrade zur&amp;uuml;ckzugreifen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&amp;nbsp;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;
&lt;ul class=&quot;puce&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Titelschriften&lt;/strong&gt; konzipieren Sie am besten linksb&amp;uuml;ndig oder mittig. K&amp;uuml;rzere Titel k&amp;ouml;nnen auch im Text stehen oder durch grafische Elemente zus&amp;auml;tzlich bereichert werden (d).&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&amp;nbsp;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;
&lt;ul class=&quot;puce&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Rubriktitel&lt;/strong&gt; (auch Kolumnentitel), die Zeitschriften in redaktionelle Themen gliedern, sollten nicht zu gro&amp;szlig; und auff&amp;auml;llig ausfallen, weil sie dann h&amp;auml;ufig den Titelschriften Konkurrenz machen und insgesamt st&amp;ouml;rend auffallen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&amp;nbsp;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;
&lt;ul class=&quot;puce&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Zwischentitel &lt;/strong&gt;sorgen f&amp;uuml;r eine bessere inhaltliche Gliederung eines Textes. Wenn sie in einem anderen Schriftstil, Schriftschnitt oder in einer anderen Farbe gesetzt werden, kann f&amp;uuml;r sie der gleiche Schriftgrad gew&amp;auml;hlt werden, weil sie sich bereits optisch vom Grundtext unterscheiden. Grunds&amp;auml;tzlich sollten Zwischentitel nur geringf&amp;uuml;gig vergr&amp;ouml;&amp;szlig;ert werden.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td align=&quot;left&quot; valign=&quot;top&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/einstieg_06.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Fu&amp;szlig;noten&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Fu&amp;szlig;noten unterhalb des Textes.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/einstieg_06k.png&quot; alt=&quot;Fu&amp;szlig;noten&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td valign=&quot;top&quot;&gt;
&lt;ul class=&quot;puce&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Zusatzinfos&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;Nebenbemerkungen&lt;/strong&gt; (zu einem Begriff, Sachverhalt etc.) werden als &lt;strong&gt;Fu&amp;szlig;noten&lt;/strong&gt; bezeichnet. Sie setzen sich aus einem Fu&amp;szlig;notenzeichen und der eigentlichen Fu&amp;szlig;note am unteren Seitenende, am Kapitel- oder Buchende. Als Fu&amp;szlig;notenzeichen kann entweder ein kleines (2&amp;ndash;3 Punkt weniger als bei Grundschrift) hochgestelltes Sonderzeichen (bei nur wenigen Fu&amp;szlig;noten pro Seite) oder eine kleine fortlaufende Ziffer (gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Anzahl von Fu&amp;szlig;noten) verwendet werden, die hinter dem betreffenden Wort oder Satz zu platzieren sind. Das Fu&amp;szlig;notenzeichen wird dann noch einmal vor die eigentliche Fu&amp;szlig;note gesetzt (Abstand m&amp;ouml;glichst nicht mehr als ein Leerzeichen). Sie k&amp;ouml;nnen die Fu&amp;szlig;note durch eine schmale, feinere Linie oder einen entsprechenden Abstand vom Haupttext trennen, wobei der Abstand zwischen Haupttext und Linie gr&amp;ouml;&amp;szlig;er sein sollte als der zwischen Linie und Fu&amp;szlig;note (e).&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td align=&quot;left&quot; valign=&quot;top&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/einstieg_07.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Marginalien&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Marginalien.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/einstieg_07k.png&quot; alt=&quot;Marginalien&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td valign=&quot;top&quot;&gt;
&lt;ul class=&quot;puce&quot;&gt;
&lt;li&gt;Randbemerkungen in einem Dokument &amp;ndash; so genannte &lt;strong&gt;Marginalien&lt;/strong&gt; &amp;ndash; sollten b&amp;uuml;ndig zum Lesetext (links stehende Marginalien rechts b&amp;uuml;ndig und umgekehrt) in Flattersatz gesetzt werden. Die erste Marginalienzeile muss mit der Schriftgrundlinie der Zeile Register halten, bei den weiteren Zeilen ist das aber nicht mehr unbedingt erforderlich (f).&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td align=&quot;left&quot; valign=&quot;top&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/einstieg_08.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Bildunterschrift&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Bildunterschrift ist in diesem Fall zentriert.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/einstieg_08k.png&quot; alt=&quot;Bildunterschrift&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td valign=&quot;top&quot;&gt;
&lt;ul class=&quot;puce&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Bildunterschriften&lt;/strong&gt; oder Bildlegenden &amp;ndash; der erkl&amp;auml;rende Text zu einer Abbildung &amp;ndash; werden &amp;uuml;blicherweise unter das Bild oder links-, bzw. rechtsb&amp;uuml;ndig daneben gestellt. Sie k&amp;ouml;nnen aber auch direkt ins Bild gesetzt werden, wobei Sie darauf achten sollten, dass die Legende noch gut lesbar ist. Bei einem sehr dunklen Bildhintergrund sollte der Bildtext in einer Kontrastfarbe, als beispielsweise in Wei&amp;szlig;, gew&amp;auml;hlt werden. Die Schriftgr&amp;ouml;&amp;szlig;e sollte sich immer an der Grundschrift orientieren, &amp;uuml;blicherweise ist sie ein bis zwei Punkt kleiner, sie kann aber durchaus auch etwas gr&amp;ouml;&amp;szlig;er sein. Meist wird die Bildlegende im Flattersatz gesetzt, bei gr&amp;ouml;&amp;szlig;eren Texten unterhalb des Bildes bietet sich auch der Blocksatz an (g).&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td align=&quot;left&quot; valign=&quot;top&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/einstieg_09.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Absatz&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Der erste Absatz erscheint zu lang, w&amp;auml;hrend der vorletzte lediglich aus einem Satz besteht... Einzug: 1 Geviert. Diese Seite ist typografische Baustelle mit vielen Problemen, die zu l&amp;ouml;sen sind: Bild, Bildunterschrift, Fu&amp;szlig;noten, Marginalien, Einz&amp;uuml;ge und Trennungen erschweren eine elegante L&amp;ouml;sung &amp;ndash; sie ist aber f&amp;uuml;r erfahrene Typografen kein Problem.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/einstieg_09k.png&quot; alt=&quot;einstieg_09k&quot; width=&quot;150&quot; height=&quot;212&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td align=&quot;left&quot; valign=&quot;top&quot;&gt;
&lt;ul class=&quot;puce&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Abs&amp;auml;tze&lt;/strong&gt;, als Informationseinheiten oder geschlossene Gedankeng&amp;auml;nge, sollten optimalerweise weder zu klein noch zu gro&amp;szlig; sein. Zu lange Abs&amp;auml;tze hemmen meist die Verst&amp;auml;ndlichkeit des Textes, wenn weitere Auszeichnungselemente fehlen. Sehr kleine Abs&amp;auml;tze zerst&amp;uuml;ckeln h&amp;auml;ufig die Aussage des Textes, auch das Seitenbild wirkt dadurch leicht zerrissen und unruhig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Beginn eines Absatzes sollte f&amp;uuml;r den Leser deutlich erkennbar sein. Das k&amp;ouml;nnen Sie beispielsweise mit einem Einzug in der ersten Zeile erreichen. Der Einzug darf dabei weder wie ein ungerader linker Rand aussehen (zu kleiner Einzug), noch eventuell gr&amp;ouml;&amp;szlig;er als das Ende der vorhergehenden Zeile sein (Einzug zu gro&amp;szlig;).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf einen Einzug sollten Sie verzichten: am Seitenanfang, nach &amp;Uuml;berschriften, Tabellen, Bildern. Hier wirkt er meist st&amp;ouml;rend. Eine zweite M&amp;ouml;glichkeit, einen Absatz herauszustellen, ist ihn linksb&amp;uuml;ndig (Standardeinzug) beginnen zu lassen. Hier kann es allerdings passieren, dass der Absatzbeginn nicht erkennbar ist, wenn die vorhergehende Zeile weitgehend bis zum rechten Rand gef&amp;uuml;llt ist. In diesem Fall sollten Sie den Absatz einen Abstand nach oben geben (Registerhaltigkeit: ein voller Zeilenabstand). Das Seitenbild wird jedoch dadurch unter Umst&amp;auml;nden zerst&amp;uuml;ckelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Absatzanf&amp;auml;nge und -enden k&amp;ouml;nnen auch durch Initiale, Symbole oder Farbe gekennzeichnet werden. Diese sollten Sie im Normalfall aber eher sparsam einsetzen (h).&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td align=&quot;left&quot; valign=&quot;top&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/einstieg_10.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Grauwert&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Der Grauwert dieser Seite ist absolut zu hoch!'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/einstieg_10k.png&quot; alt=&quot;Grauwert&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td align=&quot;left&quot; valign=&quot;top&quot;&gt;
&lt;ul class=&quot;puce&quot;&gt;
&lt;li&gt;Jede Textseite erscheint &amp;ndash; aus etwas gr&amp;ouml;&amp;szlig;erer Entfernung betrachtet &amp;ndash; als graue Fl&amp;auml;che. Dieser so genannte&lt;strong&gt; Grauwert&lt;/strong&gt; einer Seite ist in erster Linie von der Schriftart, dem Schriftschnitt, der Laufweite und dem Zeilenabstand abh&amp;auml;ngig. ldealerweise sollte der Grauwert innerhalb einer Seite aber auch innerhalb eines ganzen Dokuments m&amp;ouml;glichst gleichm&amp;auml;&amp;szlig;ig sein. Seite bzw. Dokument wirken dadurch harmonischer und die Auszeichnungen (fett, kursiv etc.) treten deutlicher hervor. Auch ein zu heller oder zu dunkler Grauwert sollte vermieden werden. Ist das Gesamtbild der Seite zu dunkel, so k&amp;ouml;nnen Sie es durch eine Vergr&amp;ouml;&amp;szlig;erung des Durchschusses heller gestalten. Eine zu helle Seite kann durch Kompressen Satz dunkler gemacht werden (i).&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&amp;nbsp;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;
&lt;ul class=&quot;puce&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Initialien&lt;/strong&gt; sind Buchstaben am Anfang eines Absatzes, die gr&amp;ouml;&amp;szlig;er als die Grundschrift sind und einen schm&amp;uuml;ckenden Charakter besitzen. In der Art, wie sie die erste Zeile dieses Absatzes zeigt, lassen sich Initialien einfach da durch gestalten, dass Sie dem Zeichen entsprechende Zeichenattribute verleihen und einen entsprechenden Schriftgrad geben. Dabei sollte die Initiale nicht das Zeilenraster brechen, die Gr&amp;ouml;&amp;szlig;e muss also entsprechend gew&amp;auml;hlt werden.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&amp;nbsp;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;
&lt;ul class=&quot;puce&quot;&gt;
&lt;li&gt;Die Satzausrichtung gibt an, wie der Text der Zeilen innerhalb der Textspalte ausgerichtet wird. Diese Ausrichtung hei&amp;szlig;t &lt;strong&gt;Satzausschluss&lt;/strong&gt;. Er beeinflusst das Schriftbild eines Textes. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die einfachste Ausrichtung ist die &lt;em&gt;linksb&amp;uuml;ndige&lt;/em&gt; Ausrichtung mit einem so genannten Flatterrand rechts. Hierbei wird die Zeile solange aufgef&amp;uuml;llt, bis das n&amp;auml;chste Wort oder die n&amp;auml;chste Silbe nicht mehr in die Zeile passt. Einige DTP-Programme erlauben beim Flattersatz (rechts oder links), einen Trennbereich anzugeben. Erreicht das Programm beim F&amp;uuml;llen einer Zeile diesen Bereich, so versucht es das n&amp;auml;chste Wort, das in diesen Bereich f&amp;auml;llt und nicht mehr vollst&amp;auml;ndig in die Zeile passt, zu trennen. Korrigieren Sie einen Flattersatz durch entsprechende manuelle Trennung, so dass zwar der Text immer noch nicht b&amp;uuml;ndig abschlie&amp;szlig;t, je doch keine extremen L&amp;auml;ngenunterschiede mehr vorhanden sind, spricht man von einem Rauhsatz. Der Flattersatz sollte nicht zu ebenm&amp;auml;&amp;szlig;ig sein, da dies wie ein schlecht gesetzter Blocksatz aussehen und die vorhandene Spannung nehmen w&amp;uuml;rde. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unter &lt;em&gt;Blocksatz&lt;/em&gt; versteht man eine Ausrichtung, bei welcher der Text sowohl links als auch rechtb&amp;uuml;ndig gesetzt wird. Dazu muss in den meisten Zeilen nach dem Auff&amp;uuml;llen der Zeile der Wort- und eventuell auch der Zeichenzwischenraum korrigiert werden. Dies kann sowohl mit positiven als auch mit negativen Zwischenraumwerten geschehen. Das Dehnen der Wortzwischenr&amp;auml;ume nennt man auch Austreiben. Der Blocksatz ist im normalen Flie&amp;szlig;text eines Buchs oder eines Berichts ebenso wie in Zeitschriften f&amp;uuml;r den Kerntext der Standard. Die akzeptable Zeilenbreite liegt hier zwischen 45 und 75 Zeichen pro Zeile.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name=&quot;dtp_masseinheiten&quot;&gt;&lt;/a&gt;04. Typografische Ma&amp;szlig;einheiten auf einen Blick&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Die lange Entwicklungsgeschichte der Typografie brachte im Laufe der Jahrhunderte eine Vielzahl unterschiedlicher Ma&amp;szlig;einheiten hervor. &amp;Auml;hnlich wie auch bei den Landesw&amp;auml;hrungen, gibt es daher verschiedene Typoma&amp;szlig;e wovon sich aber nur wenige als &amp;bdquo;Standard&amp;ldquo; etablierten.&lt;/p&gt;
&lt;ul class=&quot;puce&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Didot&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Der Didot-Punkt hat seinen Ursprung in Frankreich und wurde im 18. Jahrhundert von der Fu&amp;szlig;l&amp;auml;nge des damals herrschenden K&amp;ouml;nigs abgeleitet. Seit 1978 entspricht ein Didot-Punkt genau 0,375 mm, zuvor waren es noch 0,376 mm.&lt;strong&gt;&amp;nbsp;&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;DTP-Punkt&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Der DTP-Punkt basiert auf einem amerikanischen Typoma&amp;szlig; und entspricht dem 72-sten Teil eines Inches, bzw. rund 0,3528 mm.&lt;strong&gt;&amp;nbsp;&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Pica&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Der Pica-Point ist ein englisch-amerikanisches typografisches Ma&amp;szlig;. Ein Pica hat 12 Pica-Points bzw. 4,233 mm. 6 Pica ergeben (abgerundet) ein Zoll.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Artikel &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=66:masseinheiten&amp;amp;catid=14:grundlagen&amp;amp;Itemid=121&quot; title=&quot;Ma&amp;szlig;einheiten&quot;&gt;&amp;bdquo;Ma&amp;szlig;einheiten&amp;ldquo;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</summary>
		<content type="html">&lt;p&gt;01.&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/#dtp_erkenntnisse&quot; title=&quot;Erkenntnisse aus der Leseforschung&quot;&gt; Erkenntnisse aus der Leseforschung&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;02.&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/#dtp_lesbarkeit&quot; title=&quot;Lesbarkeit &amp;amp; &amp;Uuml;bersichtlichkeit&quot;&gt; Lesbarkeit &amp;amp; &amp;Uuml;bersichtlichkeit&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;03. &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/#dtp_elemente&quot; title=&quot;Definition der Text- und Stilelemente&quot;&gt;Definition der Text- und Stilelemente&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;04. &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/#dtp_masseinheiten&quot; title=&quot;Typografische Ma&amp;szlig;einheiten auf einen Blick&quot;&gt;Typografische Ma&amp;szlig;einheiten auf einen Blick&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/art_einstieg.png&quot; alt=&quot;art_einstieg&quot; width=&quot;150&quot; height=&quot;150&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;Mit einem Computer und der richtigen Software ist es heute ein Kinderspiel, selbst komplexe Dokumente in Eigenregie herzu stellen. Leider fehlt es vielen &amp;bdquo;Grafikern&amp;ldquo; an der n&amp;ouml;tigen Fachkenntnis in Bezug auf Typografie, was den fabrizierten Schriftst&amp;uuml;cken oft anzumerken ist. Die wohl wichtigste Grundlage beim Gestalten liegt zweifellos in der Einhaltung wichtiger typografischer Regeln. In dieser Artikelserie erfahren Sie, was Sie &amp;uuml;ber Typografie wissen sollten und wie Sie Ihren Dokumenten einen professionellen Touch verleihen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zugegeben, vor einer leeren Seite sitzen und nicht wissen, wie das jeweilige Dokument letztendlich aussehen soll, ist keine angenehme Sache. Das Problem kennt jeder, der sich schon einmal mit der Gestaltung eines Schriftst&amp;uuml;cks auseinander gesetzt hat. Vielleicht existieren einige Abbildungen, wom&amp;ouml;glich gibt es auch einen Text, eine genaue Vorstellung punkto Gestaltung fehlt je doch. Was also tun? Zuerst die Bilder platzieren und danach den Text einf&amp;uuml;gen? Oder mit dem Text beginnen und die Abbildungen nachtr&amp;auml;glich einsetzen? Keine leichte Entscheidung und ohne Grundkenntnisse kaum zu bew&amp;auml;ltigen. Dabei w&amp;auml;re es gar nicht so schwer, w&amp;uuml;rden Sie auf typografische Regeln zur&amp;uuml;ckgreifen. Sie vereinfachen nicht nur den Start, sondern gew&amp;auml;hrleisten auch mehr Effizienz beim Endergebnis. Immerhin geht es vordergr&amp;uuml;ndig darum, Informationen ansprechend zu verpacken und m&amp;ouml;glichst wirksam zu transportieren. Und genau das versteht man auch unter Typografie. Was etwa beim Schreiben durch Grammatik und Rechtschreibung festgelegt ist, wird bei der Gestaltung durch die Typografie geregelt. Dabei k&amp;ouml;nnen Sie sogar auf Erfahrungen aus mehreren Jahrhunderten Buchdruck zur&amp;uuml;ckgreifen, denn urspr&amp;uuml;nglich verstand sich Typografie als Handwerk und diente als Grundlage f&amp;uuml;r den mechanischen Satz von Schriften. Obwohl das heute am Computer stattfindet, haben sich die Regeln und psychologischen Gesetzm&amp;auml;&amp;szlig;igkeiten nur geringf&amp;uuml;gig ver&amp;auml;ndert.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;&lt;a name=&quot;dtp_erkenntnisse&quot;&gt;&lt;/a&gt;01. Erkenntnisse aus der Leseforschung&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Bei der Gestaltung eines Dokuments sollte von Anfang an ber&amp;uuml;cksichtigt werden, f&amp;uuml;r welche Leserzielgruppe es bestimmt ist. So ist es etwa f&amp;uuml;r Kinder oder eine &amp;auml;ltere Zielgruppe sinnvoll, mit gr&amp;ouml;&amp;szlig;eren Schriften zu arbeiten. Es gibt aber auch einige allgemeine Richtlinien - Erkenntnisse aus der Leseforschung - die in grunds&amp;auml;tzliche &amp;Uuml;berlegungen zum Layout miteinflie&amp;szlig;en sollten:&lt;/p&gt;
&lt;table border=&quot;0&quot; align=&quot;left&quot;&gt;
&lt;tbody&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td style=&quot;width: 220px;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/einstieg_01.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{fadeInOut: true, outlineType: null, creditsPosition: 'bottom center', captionText: 'Eine Spalte sollte die Breite von 80 mm nicht &amp;uuml;bersteigen.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/einstieg_01k.png&quot; alt=&quot;Thumbnail image&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td align=&quot;left&quot; valign=&quot;top&quot;&gt;
&lt;p&gt;Der Satzspiegel bzw. die Spaltenbreite eines Textes sollte nicht viel breiter als acht Zentimeter sein. Das geht aus Untersuchungen des Wahrnehmungsfeldes beim Lesen hervor. Bei einem durchschnittlichen Leseabstand von rund 30 Zentimeter nimmt der Mensch nicht mehr als einen Bereich von ca. acht Zentimetern in der Horizontalen gut wahr (a).&lt;/p&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/einstieg_02.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{fadeInOut: true, outlineType: null, captionText: 'Die Wort- und Zeilenabst&amp;auml;nde haben gro&amp;szlig;en Einflu&amp;szlig; auf die Lesbarkeit des Textes.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/einstieg_02k.png&quot; alt=&quot;Thumbnail image&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td align=&quot;left&quot; valign=&quot;top&quot;&gt;
&lt;p&gt;Um beim Lesen W&amp;ouml;rter und ganze Wortgruppen aufzunehmen, macht das Auge kleine ruckartige Bewegungen. Die Fixationen der Lesespr&amp;uuml;nge liegen meist zwischen den W&amp;ouml;rtern. Sind die Wortabst&amp;auml;nde zu gering, besteht die Gefahr, dass die W&amp;ouml;rter beim Lesen &amp;bdquo;verschmelzen&amp;ldquo; und schlechter erfassbar sind. Bei zu gro&amp;szlig;em Wortabstand, k&amp;ouml;nnen weniger W&amp;ouml;rter erfasst werden (b).&lt;/p&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td valign=&quot;top&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/einstieg_03.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{fadeInOut: true, outlineWhileAnimating: true, outlineType: null, captionText: 'Die Brotschrift sollte aus Gr&amp;uuml;nden ihrer Lesbarkeit sehr sorgf&amp;auml;ltig gew&amp;auml;hlt werden.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/einstieg_03k.png&quot; alt=&quot;Thumbnail image&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td align=&quot;left&quot; valign=&quot;top&quot;&gt;
&lt;p&gt;Bestimmte Schriften und W&amp;ouml;rter werden in erster Linie durch ihre besondere Au&amp;szlig;enkontur erfasst. Verschiedene Schriften sind deshalb &amp;ndash; je nachdem wie ausgepr&amp;auml;gt die Wortkonturen sind &amp;ndash; besser oder schlechter lesbar. Versalschriften k&amp;ouml;nnen beispielsweise, in Vergleich zu einem Text mit gemischter Schreibweise, schwieriger aufgenommen werden (c).&lt;/p&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;
&lt;p&gt;Eine Seite, die un&amp;uuml;bersichtlich gestaltet wurde, bedeutet f&amp;uuml;r den Leser eine Art Hindernislauf. Wenn die Texte, Bilder und Graphiken so angeordnet sind, dass sich der Leser erst orientieren und beispielsweise nach einem Textanschluss suchen muss, lassen Konzentrat und Leselust schnell nach. Beim Gestalten eines Dokuments spielt deshalb eine gute, &amp;uuml;berschaubare Lesef&amp;uuml;hrung eine wesentliche Rolle.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name=&quot;dtp_lesbarkeit&quot;&gt;&lt;/a&gt;02. Lesbarkeit &amp;amp; &amp;Uuml;bersichtlichkeit&lt;/h3&gt;
&lt;table border=&quot;0&quot;&gt;
&lt;tbody&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td style=&quot;width: 220px; text-align: center; vertical-align: top;&quot; align=&quot;center&quot; valign=&quot;top&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/einstieg_04.png&quot; alt=&quot;einstieg_04&quot; width=&quot;224&quot; height=&quot;353&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;
&lt;p&gt;Die Wahl der Gr&amp;ouml;&amp;szlig;e der &lt;strong&gt;Grundschrift&lt;/strong&gt; (auch Werk- oder Brotschrift) eines Textes ist abh&amp;auml;ngig von Format, Textmenge, der optischen Wirkung, die Sie erzielen wollen und nicht zuletzt von der Zielgruppe der Leser, die Sie erreichen m&amp;ouml;chten. So ist in Kinderb&amp;uuml;chern &amp;ndash; wie erw&amp;auml;hnt &amp;ndash; eine etwas gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Grundschrift (11 bis 14 Punkt) angebracht, als beispielsweise in einem Fachmagazin (meist 9 bis 10 Punkt).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&amp;Uuml;berschriften, Untertite&lt;/strong&gt;l und &lt;strong&gt;Zwischenzeilen&lt;/strong&gt; sollten den Text ansprechend gliedern und seine Lesbarkeit erleichtern. In der Werbung verfolgen Headlines vor allem den Zweck, Aufmerksamkeit zu erregen und einer Aussage Nachdruck zu verleihen. Deshalb sind sie meist sehr gro&amp;szlig; bzw. fett angelegt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F&amp;uuml;r &lt;strong&gt;Marginalien&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;Fu&amp;szlig;noten&lt;/strong&gt; (Konsulationsgr&amp;ouml;&amp;szlig;en) verwenden Sie eine etwas kleinere Schrift (6 bis 8 Punkt) als die Grundschrift. In jedem Fall empfiehlt es sich, bei einem Text nicht zu viele, unterschiedliche Schriftgrade einzusetzen. Sie verwirren den Leser &amp;ndash; umso schneller verliert er das Interesse am Text. In der folgenden &amp;Uuml;bersicht finden Sie die g&amp;auml;ngigsten Schriftgr&amp;ouml;&amp;szlig;en zur Gliederung eines Textes.&lt;/p&gt;
&lt;ul class=&quot;puce&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Schaugr&amp;ouml;&amp;szlig;en:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;(Headlines, Untertitel, Kapitel-, &amp;Uuml;ber- und Unterschriften, Zwischentitel):&lt;br /&gt;ab 18 Punkt aufw&amp;auml;rts bis ca. 60 Punkt&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Auszeichnungsgr&amp;ouml;&amp;szlig;en:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;ca. 14 bis 18 Punkt&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Lesegr&amp;ouml;&amp;szlig;en:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;ca. 8 bis 12 Punkt&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Konsultationsgr&amp;ouml;&amp;szlig;en:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;ca. 6 bis 8 Punkt&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;03. Definition der Text- und Stilelemente&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Steht der Satzspiegel fest, definieren Sie die Text- und Stilelemente &amp;ndash; wie Schriftart und -gr&amp;ouml;&amp;szlig;e der Grundschrift, &amp;Uuml;berschriften, Anmerkungen etc. &amp;ndash; die im Dokument durchgehend Verwendung finden sollen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Folgendes sollten Sie dabei beachten:&lt;/p&gt;
&lt;table border=&quot;0&quot; align=&quot;left&quot;&gt;
&lt;tbody&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td style=&quot;width: 220px;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;
&lt;ul class=&quot;puce&quot;&gt;
&lt;li&gt;Der Zweck des Dokuments, die Menge des Textes und der Zeichen je Zeile, Inhalt und Leserkreis sollten bei der Wahl &lt;strong&gt;der Grundschrift&lt;/strong&gt; und deren Gr&amp;ouml;&amp;szlig;e ber&amp;uuml;cksichtigt werden.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td align=&quot;left&quot; valign=&quot;top&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/einstieg_05.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: '&amp;Uuml;berschrift, Initialbuchstabe, linksb&amp;uuml;ndig ausgerichtete Brotschrift und Paginierung auf einer Seite im Satzspiegel.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/einstieg_05k.png&quot; alt=&quot;Thumbnail image&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;
&lt;ul class=&quot;puce&quot;&gt;
&lt;li&gt;Die Gr&amp;ouml;&amp;szlig;e der verwendeten &lt;strong&gt;&amp;Uuml;berschriften&lt;/strong&gt; ist eng mit der Art des Dokuments verkn&amp;uuml;pft. Auch wenn eine deutliche Gliederung, speziell in Fachb&amp;uuml;chern, w&amp;uuml;nschenswert ist, sollten nicht zu viele Schriftgrade eingesetzt werden. Hier k&amp;ouml;nnen Sie auch mit anderen Auszeichnungen (Kapit&amp;auml;lchen, verschiedene Schriftschnitte etc.) helfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;F&amp;uuml;r die &amp;Uuml;berschriften kann nat&amp;uuml;rlich auch eine andere Schrift als die Grundschrift gew&amp;auml;hlt werden. Wichtig ist auch, dass ausreichender Abstand oberhalb und unterhalb einer &amp;Uuml;berschrift besteht und klar hervor geht, zu welchem Teil diese geh&amp;ouml;rt. Bei Haupt&amp;uuml;berschriften sollten die Abst&amp;auml;nde mindestens zwei Leerzeilen &amp;uuml;ber der &amp;Uuml;berschrift, eine darunter ausmachen. Je nach Art des Dokuments sind aber auch Abst&amp;auml;nde von vier bis zehn Leerzeilen durchaus keine Seltenheit. Vielfach wirkt es optisch besser, wenn Sie zur Gliederung freien Raum einsetzen, statt auf mehrere, verschiedene Schriftgrade zur&amp;uuml;ckzugreifen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&amp;nbsp;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;
&lt;ul class=&quot;puce&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Titelschriften&lt;/strong&gt; konzipieren Sie am besten linksb&amp;uuml;ndig oder mittig. K&amp;uuml;rzere Titel k&amp;ouml;nnen auch im Text stehen oder durch grafische Elemente zus&amp;auml;tzlich bereichert werden (d).&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&amp;nbsp;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;
&lt;ul class=&quot;puce&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Rubriktitel&lt;/strong&gt; (auch Kolumnentitel), die Zeitschriften in redaktionelle Themen gliedern, sollten nicht zu gro&amp;szlig; und auff&amp;auml;llig ausfallen, weil sie dann h&amp;auml;ufig den Titelschriften Konkurrenz machen und insgesamt st&amp;ouml;rend auffallen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&amp;nbsp;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;
&lt;ul class=&quot;puce&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Zwischentitel &lt;/strong&gt;sorgen f&amp;uuml;r eine bessere inhaltliche Gliederung eines Textes. Wenn sie in einem anderen Schriftstil, Schriftschnitt oder in einer anderen Farbe gesetzt werden, kann f&amp;uuml;r sie der gleiche Schriftgrad gew&amp;auml;hlt werden, weil sie sich bereits optisch vom Grundtext unterscheiden. Grunds&amp;auml;tzlich sollten Zwischentitel nur geringf&amp;uuml;gig vergr&amp;ouml;&amp;szlig;ert werden.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td align=&quot;left&quot; valign=&quot;top&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/einstieg_06.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Fu&amp;szlig;noten&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Fu&amp;szlig;noten unterhalb des Textes.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/einstieg_06k.png&quot; alt=&quot;Fu&amp;szlig;noten&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td valign=&quot;top&quot;&gt;
&lt;ul class=&quot;puce&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Zusatzinfos&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;Nebenbemerkungen&lt;/strong&gt; (zu einem Begriff, Sachverhalt etc.) werden als &lt;strong&gt;Fu&amp;szlig;noten&lt;/strong&gt; bezeichnet. Sie setzen sich aus einem Fu&amp;szlig;notenzeichen und der eigentlichen Fu&amp;szlig;note am unteren Seitenende, am Kapitel- oder Buchende. Als Fu&amp;szlig;notenzeichen kann entweder ein kleines (2&amp;ndash;3 Punkt weniger als bei Grundschrift) hochgestelltes Sonderzeichen (bei nur wenigen Fu&amp;szlig;noten pro Seite) oder eine kleine fortlaufende Ziffer (gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Anzahl von Fu&amp;szlig;noten) verwendet werden, die hinter dem betreffenden Wort oder Satz zu platzieren sind. Das Fu&amp;szlig;notenzeichen wird dann noch einmal vor die eigentliche Fu&amp;szlig;note gesetzt (Abstand m&amp;ouml;glichst nicht mehr als ein Leerzeichen). Sie k&amp;ouml;nnen die Fu&amp;szlig;note durch eine schmale, feinere Linie oder einen entsprechenden Abstand vom Haupttext trennen, wobei der Abstand zwischen Haupttext und Linie gr&amp;ouml;&amp;szlig;er sein sollte als der zwischen Linie und Fu&amp;szlig;note (e).&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td align=&quot;left&quot; valign=&quot;top&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/einstieg_07.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Marginalien&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Marginalien.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/einstieg_07k.png&quot; alt=&quot;Marginalien&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td valign=&quot;top&quot;&gt;
&lt;ul class=&quot;puce&quot;&gt;
&lt;li&gt;Randbemerkungen in einem Dokument &amp;ndash; so genannte &lt;strong&gt;Marginalien&lt;/strong&gt; &amp;ndash; sollten b&amp;uuml;ndig zum Lesetext (links stehende Marginalien rechts b&amp;uuml;ndig und umgekehrt) in Flattersatz gesetzt werden. Die erste Marginalienzeile muss mit der Schriftgrundlinie der Zeile Register halten, bei den weiteren Zeilen ist das aber nicht mehr unbedingt erforderlich (f).&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td align=&quot;left&quot; valign=&quot;top&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/einstieg_08.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Bildunterschrift&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Bildunterschrift ist in diesem Fall zentriert.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/einstieg_08k.png&quot; alt=&quot;Bildunterschrift&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td valign=&quot;top&quot;&gt;
&lt;ul class=&quot;puce&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Bildunterschriften&lt;/strong&gt; oder Bildlegenden &amp;ndash; der erkl&amp;auml;rende Text zu einer Abbildung &amp;ndash; werden &amp;uuml;blicherweise unter das Bild oder links-, bzw. rechtsb&amp;uuml;ndig daneben gestellt. Sie k&amp;ouml;nnen aber auch direkt ins Bild gesetzt werden, wobei Sie darauf achten sollten, dass die Legende noch gut lesbar ist. Bei einem sehr dunklen Bildhintergrund sollte der Bildtext in einer Kontrastfarbe, als beispielsweise in Wei&amp;szlig;, gew&amp;auml;hlt werden. Die Schriftgr&amp;ouml;&amp;szlig;e sollte sich immer an der Grundschrift orientieren, &amp;uuml;blicherweise ist sie ein bis zwei Punkt kleiner, sie kann aber durchaus auch etwas gr&amp;ouml;&amp;szlig;er sein. Meist wird die Bildlegende im Flattersatz gesetzt, bei gr&amp;ouml;&amp;szlig;eren Texten unterhalb des Bildes bietet sich auch der Blocksatz an (g).&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td align=&quot;left&quot; valign=&quot;top&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/einstieg_09.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Absatz&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Der erste Absatz erscheint zu lang, w&amp;auml;hrend der vorletzte lediglich aus einem Satz besteht... Einzug: 1 Geviert. Diese Seite ist typografische Baustelle mit vielen Problemen, die zu l&amp;ouml;sen sind: Bild, Bildunterschrift, Fu&amp;szlig;noten, Marginalien, Einz&amp;uuml;ge und Trennungen erschweren eine elegante L&amp;ouml;sung &amp;ndash; sie ist aber f&amp;uuml;r erfahrene Typografen kein Problem.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/einstieg_09k.png&quot; alt=&quot;einstieg_09k&quot; width=&quot;150&quot; height=&quot;212&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td align=&quot;left&quot; valign=&quot;top&quot;&gt;
&lt;ul class=&quot;puce&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Abs&amp;auml;tze&lt;/strong&gt;, als Informationseinheiten oder geschlossene Gedankeng&amp;auml;nge, sollten optimalerweise weder zu klein noch zu gro&amp;szlig; sein. Zu lange Abs&amp;auml;tze hemmen meist die Verst&amp;auml;ndlichkeit des Textes, wenn weitere Auszeichnungselemente fehlen. Sehr kleine Abs&amp;auml;tze zerst&amp;uuml;ckeln h&amp;auml;ufig die Aussage des Textes, auch das Seitenbild wirkt dadurch leicht zerrissen und unruhig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Beginn eines Absatzes sollte f&amp;uuml;r den Leser deutlich erkennbar sein. Das k&amp;ouml;nnen Sie beispielsweise mit einem Einzug in der ersten Zeile erreichen. Der Einzug darf dabei weder wie ein ungerader linker Rand aussehen (zu kleiner Einzug), noch eventuell gr&amp;ouml;&amp;szlig;er als das Ende der vorhergehenden Zeile sein (Einzug zu gro&amp;szlig;).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf einen Einzug sollten Sie verzichten: am Seitenanfang, nach &amp;Uuml;berschriften, Tabellen, Bildern. Hier wirkt er meist st&amp;ouml;rend. Eine zweite M&amp;ouml;glichkeit, einen Absatz herauszustellen, ist ihn linksb&amp;uuml;ndig (Standardeinzug) beginnen zu lassen. Hier kann es allerdings passieren, dass der Absatzbeginn nicht erkennbar ist, wenn die vorhergehende Zeile weitgehend bis zum rechten Rand gef&amp;uuml;llt ist. In diesem Fall sollten Sie den Absatz einen Abstand nach oben geben (Registerhaltigkeit: ein voller Zeilenabstand). Das Seitenbild wird jedoch dadurch unter Umst&amp;auml;nden zerst&amp;uuml;ckelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Absatzanf&amp;auml;nge und -enden k&amp;ouml;nnen auch durch Initiale, Symbole oder Farbe gekennzeichnet werden. Diese sollten Sie im Normalfall aber eher sparsam einsetzen (h).&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td align=&quot;left&quot; valign=&quot;top&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/einstieg_10.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Grauwert&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Der Grauwert dieser Seite ist absolut zu hoch!'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/einstieg_10k.png&quot; alt=&quot;Grauwert&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td align=&quot;left&quot; valign=&quot;top&quot;&gt;
&lt;ul class=&quot;puce&quot;&gt;
&lt;li&gt;Jede Textseite erscheint &amp;ndash; aus etwas gr&amp;ouml;&amp;szlig;erer Entfernung betrachtet &amp;ndash; als graue Fl&amp;auml;che. Dieser so genannte&lt;strong&gt; Grauwert&lt;/strong&gt; einer Seite ist in erster Linie von der Schriftart, dem Schriftschnitt, der Laufweite und dem Zeilenabstand abh&amp;auml;ngig. ldealerweise sollte der Grauwert innerhalb einer Seite aber auch innerhalb eines ganzen Dokuments m&amp;ouml;glichst gleichm&amp;auml;&amp;szlig;ig sein. Seite bzw. Dokument wirken dadurch harmonischer und die Auszeichnungen (fett, kursiv etc.) treten deutlicher hervor. Auch ein zu heller oder zu dunkler Grauwert sollte vermieden werden. Ist das Gesamtbild der Seite zu dunkel, so k&amp;ouml;nnen Sie es durch eine Vergr&amp;ouml;&amp;szlig;erung des Durchschusses heller gestalten. Eine zu helle Seite kann durch Kompressen Satz dunkler gemacht werden (i).&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&amp;nbsp;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;
&lt;ul class=&quot;puce&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Initialien&lt;/strong&gt; sind Buchstaben am Anfang eines Absatzes, die gr&amp;ouml;&amp;szlig;er als die Grundschrift sind und einen schm&amp;uuml;ckenden Charakter besitzen. In der Art, wie sie die erste Zeile dieses Absatzes zeigt, lassen sich Initialien einfach da durch gestalten, dass Sie dem Zeichen entsprechende Zeichenattribute verleihen und einen entsprechenden Schriftgrad geben. Dabei sollte die Initiale nicht das Zeilenraster brechen, die Gr&amp;ouml;&amp;szlig;e muss also entsprechend gew&amp;auml;hlt werden.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&amp;nbsp;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;
&lt;ul class=&quot;puce&quot;&gt;
&lt;li&gt;Die Satzausrichtung gibt an, wie der Text der Zeilen innerhalb der Textspalte ausgerichtet wird. Diese Ausrichtung hei&amp;szlig;t &lt;strong&gt;Satzausschluss&lt;/strong&gt;. Er beeinflusst das Schriftbild eines Textes. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die einfachste Ausrichtung ist die &lt;em&gt;linksb&amp;uuml;ndige&lt;/em&gt; Ausrichtung mit einem so genannten Flatterrand rechts. Hierbei wird die Zeile solange aufgef&amp;uuml;llt, bis das n&amp;auml;chste Wort oder die n&amp;auml;chste Silbe nicht mehr in die Zeile passt. Einige DTP-Programme erlauben beim Flattersatz (rechts oder links), einen Trennbereich anzugeben. Erreicht das Programm beim F&amp;uuml;llen einer Zeile diesen Bereich, so versucht es das n&amp;auml;chste Wort, das in diesen Bereich f&amp;auml;llt und nicht mehr vollst&amp;auml;ndig in die Zeile passt, zu trennen. Korrigieren Sie einen Flattersatz durch entsprechende manuelle Trennung, so dass zwar der Text immer noch nicht b&amp;uuml;ndig abschlie&amp;szlig;t, je doch keine extremen L&amp;auml;ngenunterschiede mehr vorhanden sind, spricht man von einem Rauhsatz. Der Flattersatz sollte nicht zu ebenm&amp;auml;&amp;szlig;ig sein, da dies wie ein schlecht gesetzter Blocksatz aussehen und die vorhandene Spannung nehmen w&amp;uuml;rde. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unter &lt;em&gt;Blocksatz&lt;/em&gt; versteht man eine Ausrichtung, bei welcher der Text sowohl links als auch rechtb&amp;uuml;ndig gesetzt wird. Dazu muss in den meisten Zeilen nach dem Auff&amp;uuml;llen der Zeile der Wort- und eventuell auch der Zeichenzwischenraum korrigiert werden. Dies kann sowohl mit positiven als auch mit negativen Zwischenraumwerten geschehen. Das Dehnen der Wortzwischenr&amp;auml;ume nennt man auch Austreiben. Der Blocksatz ist im normalen Flie&amp;szlig;text eines Buchs oder eines Berichts ebenso wie in Zeitschriften f&amp;uuml;r den Kerntext der Standard. Die akzeptable Zeilenbreite liegt hier zwischen 45 und 75 Zeichen pro Zeile.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name=&quot;dtp_masseinheiten&quot;&gt;&lt;/a&gt;04. Typografische Ma&amp;szlig;einheiten auf einen Blick&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Die lange Entwicklungsgeschichte der Typografie brachte im Laufe der Jahrhunderte eine Vielzahl unterschiedlicher Ma&amp;szlig;einheiten hervor. &amp;Auml;hnlich wie auch bei den Landesw&amp;auml;hrungen, gibt es daher verschiedene Typoma&amp;szlig;e wovon sich aber nur wenige als &amp;bdquo;Standard&amp;ldquo; etablierten.&lt;/p&gt;
&lt;ul class=&quot;puce&quot;&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Didot&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Der Didot-Punkt hat seinen Ursprung in Frankreich und wurde im 18. Jahrhundert von der Fu&amp;szlig;l&amp;auml;nge des damals herrschenden K&amp;ouml;nigs abgeleitet. Seit 1978 entspricht ein Didot-Punkt genau 0,375 mm, zuvor waren es noch 0,376 mm.&lt;strong&gt;&amp;nbsp;&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;DTP-Punkt&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Der DTP-Punkt basiert auf einem amerikanischen Typoma&amp;szlig; und entspricht dem 72-sten Teil eines Inches, bzw. rund 0,3528 mm.&lt;strong&gt;&amp;nbsp;&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Pica&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Der Pica-Point ist ein englisch-amerikanisches typografisches Ma&amp;szlig;. Ein Pica hat 12 Pica-Points bzw. 4,233 mm. 6 Pica ergeben (abgerundet) ein Zoll.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Artikel &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=66:masseinheiten&amp;amp;catid=14:grundlagen&amp;amp;Itemid=121&quot; title=&quot;Ma&amp;szlig;einheiten&quot;&gt;&amp;bdquo;Ma&amp;szlig;einheiten&amp;ldquo;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</content>
		<category term="Grundlagen" />
	</entry>
	<entry>
		<title>Goldene Regel der Typografie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.typovia.at/index.php/typografie/grundlagen/goldene-regel-der-typografie"/>
		<published>2017-01-02T08:56:23+00:00</published>
		<updated>2017-01-02T08:56:23+00:00</updated>
		<id>https://www.typovia.at/index.php/typografie/grundlagen/goldene-regel-der-typografie</id>
		<author>
			<name>Super User</name>
		</author>
		<summary type="html">&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/#dtp_satzzeichen&quot; title=&quot;Satzzeichen und Leerzeichen&quot;&gt;Satzzeichen und Leerzeichen&lt;/a&gt;&amp;nbsp; &amp;bull;&amp;nbsp; &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/#dtp_gedankenstrich&quot; title=&quot;Gedankenstriche&quot;&gt;Gedankenstriche&lt;/a&gt;&amp;nbsp; &amp;bull;&amp;nbsp; &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/#dtp_anfuehrungszeichen&quot; title=&quot;Die Anf&amp;uuml;hrungszeichen&quot;&gt;Die Anf&amp;uuml;hrungszeichen&lt;/a&gt;&amp;nbsp; &amp;bull;&amp;nbsp; &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/#dtp_zeichenabstand&quot; title=&quot;Zeichenabst&amp;auml;nde&quot;&gt;Zeichenabst&amp;auml;nde&lt;/a&gt;&amp;nbsp; &amp;bull;&amp;nbsp; &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/#dtp_bold&quot; title=&quot;Bold und Italic&quot;&gt;Bold und Italic&lt;/a&gt;&amp;nbsp; &amp;bull;&amp;nbsp; &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/#dtp_unterstreichen&quot; title=&quot;Unterstreichen vermeiden&quot;&gt;Unterstreichen vermeiden&lt;/a&gt;&amp;nbsp; &amp;bull; &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/#dtp_optimal&quot; title=&quot;Optimaler Zeilenabstand&quot;&gt;Optimaler Zeilenabstand&lt;/a&gt;&amp;nbsp; &amp;bull;&amp;nbsp; &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/#dtp_lauftexte&quot; title=&quot;Lauftexte und Headers&quot;&gt;Lauftexte und Headers&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/art_gold.png&quot; alt=&quot;art_gold&quot; width=&quot;150&quot; height=&quot;150&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;hellip;Einfach einen Text setzen, ein Bild hinzuf&amp;uuml;gen und ein wenig mit den Parametern herumspielen reicht &amp;ndash; wie Sie wissen &amp;ndash; n&amp;auml;mlich nicht aus, um saubere und vor allem effektive Layouts vorweisen zu k&amp;ouml;nnen. Damit Ihre Arbeiten k&amp;uuml;nftig noch besser und sch&amp;ouml;ner werden, finden Sie hier die wichtigsten Anhaltspunkte in den sogenannten Goldenen Regeln, sprich die wichtigsten Regeln der Typografie. Dabei handelt es sich oft um banale Kleinigkeiten, deren Nichtbeachtung gravierende Auswirkungen auf das Erscheinungsbild Ihrer Arbeit haben k&amp;ouml;nnen. Sie haben sich im Laufe der Jahrhunderte herausgebildet und begr&amp;uuml;nden sich auf der Leseerfahrung von Millionen und Abermillionen von Lesern. Dennoch sollten die folgenden Ratschl&amp;auml;ge als solche verstanden werden und Ihnen keinesfalls die Freude am Experimentieren nehmen!&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;&lt;a name=&quot;dtp_satzzeichen&quot;&gt;&lt;/a&gt;Satzzeichen und Leerzeichen&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Jedem Satzzeichen folgt ein Leerzeichen!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Fachbegriff f&amp;uuml;r die Satzzeichen (besser: Gliederungszeichen) ist &lt;strong&gt;Interpunktionen.&lt;/strong&gt; Dies ist der allgemeine Sammelbegriff f&amp;uuml;r Punkt, Beistrich (das Komma), Strichpunkt (das Semikolon), Doppelpunkt (das Kolon), Bindestrich (das Divis), Gedankenstrich, Fragezeichen, Ausrufezeichen, runde Klammer (die Parenthese), eckige Klammer, Auslassungszeichen (der Apostroph) und die diversen Anf&amp;uuml;hrungszeichen. Das et-Zeichen (&amp;amp;) ist eigentlich eine Ligatur und z&amp;auml;hlt nicht zu den Interpunktionen. Auch Paragraph, Kreuz und Stern gelten als Zeichen und nicht als Interpunktionen. Jedem Satzzeichen folgt zwar ein Leerzeichen, aber es gibt Ausnahmen wie z.B. bei Bindestrich, Klammer, Apostroph und die Anf&amp;uuml;hrungszeichen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Grund, weshalb auf Punkt, Beistrich, Strichpunkt, Doppelpunkt, Gedankenstrich, Frage- und Ausrufungszeichen ein Leerzeichen zu folgen hat, ist ebenso leicht gefunden. Wieder einmal geht es um die Lesbarkeit &amp;ndash; um das m&amp;ouml;glichst rasche Erfassen von Zusammenh&amp;auml;ngen oder eben Nicht-Zusammenh&amp;auml;ngen. Der Superstar unter den Zeichen &amp;ndash; das Leerzeichen &amp;ndash; steht, im Zusammenhang mit einem Satzzeichen, f&amp;uuml;r eine logisch-sinnvolle Pause und g&amp;ouml;nnt dem Auge den Bruchteil einer Sekunde etwas Erholung.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;&lt;a name=&quot;dtp_gedankenstrich&quot;&gt;&lt;/a&gt;Gedankenstriche...&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/gold_01.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Gedankenstrich&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Bindestrich (&amp;quot;Divis&amp;quot;) und Gedankenstriche.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/gold_01k.png&quot; alt=&quot;Thumbnail image&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie Sie bereits wissen, ist Querstrich in der Typografie nicht gleich Querstrich. Immer wieder passiert es, dass anstelle des Gedankenstrichs ein Bindestrich verwendet wird. Diese beiden sind keineswegs gleich. Genauer gesagt wird zwischen drei Arten des Querstriches unterschieden:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;ul class=&quot;puce&quot;&gt;
&lt;li&gt;Der &lt;strong&gt;Binde-&lt;/strong&gt; oder &lt;strong&gt;Abteilungsstrich&lt;/strong&gt; ist der k&amp;uuml;rzeste von den dreien und wird &amp;ndash; wie der Name schon sagt &amp;ndash; eingesetzt, wenn ein Wort abzuteilen ist beziehungsweise mehrere W&amp;ouml;rter miteinander verbunden sein sollen (Abb. 1).&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Der &lt;strong&gt;kurze Gedankenstrich&lt;/strong&gt; oder &lt;strong&gt;&amp;raquo;endash&amp;laquo;&lt;/strong&gt; ist ein Halbgeviert lang und gilt als der eigentliche &amp;ndash; allgemein bekannte Gedankenstrich. Vor und nach dem Gedankenstrich ist unbedingt ein Leerzeichen zu setzen. Dieser Gedankenstrich stellt eine kurze Pause dar oder signalisiert einen Einschub in den Text. Au&amp;szlig;erdem wird er bei der Angabe von Zeitr&amp;auml;umen (von 1860&amp;ndash;1996) oder auch als Bindezeichen verwendet, wenn Wegstrecken (Basel&amp;ndash;Berlin) angegeben werden. In diesen F&amp;auml;llen allerdings ohne Leerzeichen.&lt;br /&gt;(Win: Alt + 0150, Mac: Alt + &quot;-&quot;)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Der &lt;strong&gt;lange Gedankenstrich&lt;/strong&gt; oder &lt;strong&gt;&amp;raquo;emdash&amp;laquo;&lt;/strong&gt; ist ein Geviert lang und wird haupts&amp;auml;chlich im anglikanischen Raum als Gedankenstrich (f&amp;uuml;r Einsch&amp;uuml;be) verwendet. Allerdings ohne Leerzeichen (weder davor, noch danach) &amp;ndash; was sich nicht gerade positiv auf die Lesbarkeit auswirkt. Dieser Gedankenstrich wird eingesetzt, wenn eine gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Pause gew&amp;uuml;nscht wird oder z.B. Sprachlosigkeit in der direkten Rede zum Ausdruck gebracht werden soll.&lt;br /&gt;(Win: Alt + 0151; Mac: Alt + Shift + &quot;-&quot;)&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;Die Anf&amp;uuml;hrungszeichen&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/gold_01a.png&quot; alt=&quot;gold_01a&quot; width=&quot;540&quot; height=&quot;108&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das &lt;strong&gt;franz&amp;ouml;sische Anf&amp;uuml;hrungszeichen&lt;/strong&gt; wird im Deutschen mit der Spitze zum Wort gesetzt. Die An- und Abf&amp;uuml;hrungszeichen stehen ohne Abstand vor beziehungsweise nach dem Wort und symbolisieren in der Regel die w&amp;ouml;rtliche Rede, w&amp;auml;hrend das einfache Anf&amp;uuml;hrungszeichen f&amp;uuml;r Begriffe steht &amp;ndash; Er sagte: &amp;raquo;Das Wort &amp;rsaquo;Verrat&amp;lsaquo; habe ich nie gebraucht&amp;laquo;. Ob Sie deutsche oder franz&amp;ouml;sische Anf&amp;uuml;hrungszeichen verwenden, bleibt Ihnen &amp;uuml;berlassen. Sie m&amp;uuml;ssen die einmal gew&amp;auml;hlten Zeichen allerdings im ganzen Dokument beibehalten!&lt;br /&gt;(&lt;strong&gt;Win:&lt;/strong&gt; Alt + 0187 / Alt + 0171 bzw. Alt + 0139 / Alt + 0155)&lt;br /&gt;(&lt;strong&gt;Mac:&lt;/strong&gt; Alt + Shift + &quot;Q&quot; / Alt + &quot;Q&quot; bzw. Alt + Shift + &quot;N&quot; / Alt + Shift + B)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/gold_01b.png&quot; alt=&quot;gold_01b&quot; width=&quot;540&quot; height=&quot;142&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;Die G&amp;auml;nsef&amp;uuml;&amp;szlig;chen oder &lt;strong&gt;deutsche Anf&amp;uuml;hrungszeichen&lt;/strong&gt; werden heute kaum noch verwendet, allenfalls bei Frakturschrift, wobei sie am Anfang unten und am Ende oben stehen. Behandelt werden sie wie die anderen Anf&amp;uuml;hrungszeichen.&lt;br /&gt;(&lt;strong&gt;Win:&lt;/strong&gt; Alt+0132 unten; bzw. Alt+0147, Alt+0148)&lt;br /&gt;(&lt;strong&gt;Mac:&lt;/strong&gt; Alt + &quot;&amp;circ;&quot; unten; bzw. Alt + &quot;2&quot;, Alt + Shift + &quot;2&quot;)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/gold_01c.png&quot; alt=&quot;gold_01c&quot; width=&quot;540&quot; height=&quot;125&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das &lt;strong&gt;Auslassungszeichen&lt;/strong&gt; (der Apostroph) wird innerhalb eines Wortes ohne Zwischenraum gesetzt. Am Schluss mit etwas weniger Abstand zum n&amp;auml;chsten Buchstaben als der &amp;uuml;bliche Zeichenabstand. Au&amp;szlig;erdem muss in Zeiten des Desk Top Publishing leider sogar auf den Unterschied zwischen dem Minutenzeichen und einem echten Apostroph hingewiesen werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;(&lt;strong&gt;Win&lt;/strong&gt;: Alt+0130 unten; bzw. Alt+0145, Alt+0146)&lt;br /&gt;(&lt;strong&gt;Mac:&lt;/strong&gt; Alt + &quot;S&quot; unten; bzw. Alt + &quot;#&quot;, Alt + Shift + &quot;#&quot;&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;&lt;a name=&quot;dtp_zeichenabstand&quot;&gt;&lt;/a&gt;Zeichenabst&amp;auml;nde&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/gold_02.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Zeichenabstand&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Zeichenabstand.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/gold_02k.png&quot; alt=&quot;Thumbnail image&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Falls Sie einen Text versal setzen sollten, haben Sie zwei Dinge besonders zu beachten. Einerseits sollten Sie einen kleineren Schriftgrad w&amp;auml;hlen, um einen optimalen Leseflu&amp;szlig; zu gew&amp;auml;hrleisten, andererseits sollten Sie die Zeichenabst&amp;auml;nde erh&amp;ouml;hen, da die Buchstabenabst&amp;auml;nde eine Funktion der Buchstabeninnenr&amp;auml;ume sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Je kleiner die Innenr&amp;auml;ume, desto kleiner auch die Abst&amp;auml;nde. Je gr&amp;ouml;&amp;szlig;er die Innenr&amp;auml;ume, desto gr&amp;ouml;&amp;szlig;er die Zwischenr&amp;auml;ume. Da Versalien naturgem&amp;auml;&amp;szlig; gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Buchstabeninnenr&amp;auml;ume besitzen als Kleinbuchstaben, werden bei versal gesetzten Texten die Zeichenabst&amp;auml;nde logischerweise erh&amp;ouml;ht (Abb. 2).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;&lt;a name=&quot;dtp_bold&quot;&gt;&lt;/a&gt;Bold und Italic&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/gold_03.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Kursive&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Echte und softwareseitig &amp;quot;erzwungene&amp;quot; Kursive.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/gold_03k.png&quot; alt=&quot;Thumbnail image&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Sie werden sich nun bestimmt fragen, warum Sie den Gebrauch dieser benutzerfreundlich leicht gemachten Funktionen vermeiden oder &amp;uuml;berhaupt ganz darauf verzichten sollten. Nun &amp;ndash; diese beiden meist verwandten Schriftstile, die Sie mittlerweile in jedem Schreibprogramm vorfinden und derer Sie sich mit einem simplen Hausklick bedienen k&amp;ouml;nnen, gelten in Typografenkreisen als die &amp;uuml;belsten Nebenerscheinungen des Desktop Publishing. Eine Folge des im privaten Bereich immer weiter verbreiteten DTP.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei kleineren Schriftfamilien, die vielleicht nur einen Schriftschnitt zu bieten haben, wird &amp;ndash; wenn Sie einen der beiden erw&amp;auml;hnten Schriftstile anklicken &amp;ndash; n&amp;auml;mlich folgendes gemacht: Ihr Rechner erzeugt elektronisch einen optisch neuen Schriftschnitt, der in Wahrheit nat&amp;uuml;rlich gar kein Schriftschnitt im herk&amp;ouml;mmlichen Sinne ist. Es handelt sich dabei blo&amp;szlig; um eine elektronisch verbreiterte beziehungsweise schr&amp;auml;ggestellte Version der urspr&amp;uuml;nglichen Schrift. Bei gr&amp;ouml;&amp;szlig;eren Schriftfamilien haben Sie ohnedies zumindest Bold (fette Variante) und Italic (kursive Variante) zur Auswahl. Diese wurden jedoch von einem echten Schriftenhersteller in m&amp;uuml;hevoller Feinstarbeit unter Beachtung unz&amp;auml;hliger Faktoren produziert. Es ist also verst&amp;auml;ndlich, dass die Verwendung von Computer errechneten Schriftstilen in Profikreisen als eklatanter Fehler gilt. Vor allem sind diese Fehler sogar optisch offensichtlich. So werden originale Schriftschnitte durch das Verwenden der Kursiv- oder Fettstellung oft so ver&amp;auml;ndert, dass die Originalschrift v&amp;ouml;llig verf&amp;auml;lscht wird. Bei wirklich gro&amp;szlig;en Schriftfamilien wie z.B. der Garamond haben Sie sogar bis zu zehn (oder auch noch wesentlich mehr) unterschiedliche Schriftschnitte zur Auswahl (Abb. 3 und 4).&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;&lt;a name=&quot;dtp_unterstreichen&quot;&gt;&lt;/a&gt;Unterstreichen vermeiden&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Das Unterstreichen kann mit ruhigem Gewissen als die wohl billigste Form der Hervorhebung bezeichnet werden. Immer wieder werden Sie aber darauf angewiesen sein, innerhalb Ihres Schriftst&amp;uuml;ckes zu differenzieren, d.h. ein Textst&amp;uuml;ck gegen&amp;uuml;ber einem anderen hervorzuheben. F&amp;uuml;r diesen Zweck gibt es aber eine Menge wesentlich besserer L&amp;ouml;sungen als das Unterstreichen. Die klassische Differenzierung hat ihre Gestalt in der &amp;Uuml;berschriften-Hierarchie. Traditionell werden hier die dominierenden Versalien &amp;uuml;bergeordnet gesetzt, der gemischte Satz jedoch untergeordnet. Bei &amp;Uuml;berschriftengruppen in mehreren Qualit&amp;auml;ten gilt es, nicht nur die Schriften und Schriftgrade abzustimmen, sondern auch die Abst&amp;auml;nde zwischen und unter den &amp;Uuml;berschriftenzeilen ihrem sachlichen Gewicht und dem Charakter des Schriftst&amp;uuml;ckes entsprechend anzugleichen.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;&lt;a name=&quot;dtp_optimal&quot;&gt;&lt;/a&gt;Optimaler Zeilenabstand&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/gold_05.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Zeilenabstand&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Abb. 5.: Meistens entspricht der Wert des optimalen Zeilenabstandes etwa 20 Prozent der Schriftgr&amp;ouml;&amp;szlig;e. Abb. 6.: Je l&amp;auml;nger die Zeilen, desto gr&amp;ouml;&amp;szlig;er muss der Zeilenabstand sein, je k&amp;uuml;rzer die Zeilen, desto geringer kann der Zeilenabstand ausfallen.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/gold_05k.png&quot; alt=&quot;Zeilenabstand&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Die Wahl des optimalen Zeilenabstands ist f&amp;uuml;r ein Schriftst&amp;uuml;ck von entscheidender Bedeutung. Ist der Zeilenabstand zu gering gew&amp;auml;hlt, wird dem Leser das Lesen erheblich erschwert. Die einzelnen Zeilen sind nicht mehr als solche zu erkennen, sie konkurrieren f&amp;ouml;rmlich mit den benachbarten Zeilen um die Gunst des Auges. Da ein betr&amp;auml;chtlicher Teil der Aufmerksamkeit dem blo&amp;szlig;en Trennen und Erkennen der Zeilen gewidmet werden muss, wird einem der Leseprozess somit unertr&amp;auml;glich gemacht. Ist der Zeilenabstand hingegen zu gro&amp;szlig; gew&amp;auml;hlt, muss der Blick zu gro&amp;szlig;e Spr&amp;uuml;nge zwischen den Zeilen unternehmen. Die Konzentration auf den Inhalt des Textes wird somit erheblich erschwert. In beiden F&amp;auml;llen wird das Ziel der perfekten Zeilenf&amp;uuml;hrung &amp;ndash; sowohl innerhalb einer einzelnen Zeile als auch die gelungene &amp;Uuml;berf&amp;uuml;hrung zur n&amp;auml;chstfolgende Zeile verfehlt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;&lt;a name=&quot;dtp_lauftexte&quot;&gt;&lt;/a&gt;Lauftexte und Headers&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/gold_07.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Die Lesbarkeit&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Die Lesbarkeit des Textes als eines der wichtigsten Kriterien der DTP-Gestaltung.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/gold_07k.png&quot; alt=&quot;Die Lesbarkeit&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Die Lesbarkeit eines Textes ist von vielen verschiedenen Faktoren abh&amp;auml;ngig. Aber da auch jedes Textst&amp;uuml;ck ein anderes Ziel verfolgt, muss zum Beispiel beim Gestalten von Headlines einiges ber&amp;uuml;cksichtigt werden. Bei einer Headline gelten nun mal andere Kriterien als beim Flie&amp;szlig;text. W&amp;auml;hrend es beim Flie&amp;szlig;text ums m&amp;ouml;glichst rasche, st&amp;ouml;rungsfreie Erfassen des Inhaltes geht, will eine Headline vor allem eines: auffallen! Serifenschriften sind f&amp;uuml;r l&amp;auml;ngere Flie&amp;szlig;texte mit Sicherheit die beste L&amp;ouml;sung, da sie den Blick aufgrund ihrer Serifen optimal durch die Zeilen f&amp;uuml;hren k&amp;ouml;nnen. Die Serifen &amp;ndash; ein &amp;Uuml;berbleibsel des An- und Absetzens der Schreibfeder &amp;ndash; lassen das Schriftbild ausgewogener und ruhiger erscheinen (Abb. 7).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F&amp;uuml;r Headlines gelten diese Regeln der Lesbarkeit nat&amp;uuml;rlich nicht, da sie ohnedies in den seltensten F&amp;auml;llen &amp;uuml;ber mehrere Zeilen gehen und somit schnell zu erfassen sind. Headlines sollen vor allem eines sein: plakativ! Und f&amp;uuml;r diesen Zweck sind die modernen serifenlosen (Grotesk-) Schriften wie geschaffen (Abb. 8).&lt;/p&gt;</summary>
		<content type="html">&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/#dtp_satzzeichen&quot; title=&quot;Satzzeichen und Leerzeichen&quot;&gt;Satzzeichen und Leerzeichen&lt;/a&gt;&amp;nbsp; &amp;bull;&amp;nbsp; &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/#dtp_gedankenstrich&quot; title=&quot;Gedankenstriche&quot;&gt;Gedankenstriche&lt;/a&gt;&amp;nbsp; &amp;bull;&amp;nbsp; &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/#dtp_anfuehrungszeichen&quot; title=&quot;Die Anf&amp;uuml;hrungszeichen&quot;&gt;Die Anf&amp;uuml;hrungszeichen&lt;/a&gt;&amp;nbsp; &amp;bull;&amp;nbsp; &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/#dtp_zeichenabstand&quot; title=&quot;Zeichenabst&amp;auml;nde&quot;&gt;Zeichenabst&amp;auml;nde&lt;/a&gt;&amp;nbsp; &amp;bull;&amp;nbsp; &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/#dtp_bold&quot; title=&quot;Bold und Italic&quot;&gt;Bold und Italic&lt;/a&gt;&amp;nbsp; &amp;bull;&amp;nbsp; &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/#dtp_unterstreichen&quot; title=&quot;Unterstreichen vermeiden&quot;&gt;Unterstreichen vermeiden&lt;/a&gt;&amp;nbsp; &amp;bull; &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/#dtp_optimal&quot; title=&quot;Optimaler Zeilenabstand&quot;&gt;Optimaler Zeilenabstand&lt;/a&gt;&amp;nbsp; &amp;bull;&amp;nbsp; &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/#dtp_lauftexte&quot; title=&quot;Lauftexte und Headers&quot;&gt;Lauftexte und Headers&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/art_gold.png&quot; alt=&quot;art_gold&quot; width=&quot;150&quot; height=&quot;150&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;hellip;Einfach einen Text setzen, ein Bild hinzuf&amp;uuml;gen und ein wenig mit den Parametern herumspielen reicht &amp;ndash; wie Sie wissen &amp;ndash; n&amp;auml;mlich nicht aus, um saubere und vor allem effektive Layouts vorweisen zu k&amp;ouml;nnen. Damit Ihre Arbeiten k&amp;uuml;nftig noch besser und sch&amp;ouml;ner werden, finden Sie hier die wichtigsten Anhaltspunkte in den sogenannten Goldenen Regeln, sprich die wichtigsten Regeln der Typografie. Dabei handelt es sich oft um banale Kleinigkeiten, deren Nichtbeachtung gravierende Auswirkungen auf das Erscheinungsbild Ihrer Arbeit haben k&amp;ouml;nnen. Sie haben sich im Laufe der Jahrhunderte herausgebildet und begr&amp;uuml;nden sich auf der Leseerfahrung von Millionen und Abermillionen von Lesern. Dennoch sollten die folgenden Ratschl&amp;auml;ge als solche verstanden werden und Ihnen keinesfalls die Freude am Experimentieren nehmen!&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;&lt;a name=&quot;dtp_satzzeichen&quot;&gt;&lt;/a&gt;Satzzeichen und Leerzeichen&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Jedem Satzzeichen folgt ein Leerzeichen!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Fachbegriff f&amp;uuml;r die Satzzeichen (besser: Gliederungszeichen) ist &lt;strong&gt;Interpunktionen.&lt;/strong&gt; Dies ist der allgemeine Sammelbegriff f&amp;uuml;r Punkt, Beistrich (das Komma), Strichpunkt (das Semikolon), Doppelpunkt (das Kolon), Bindestrich (das Divis), Gedankenstrich, Fragezeichen, Ausrufezeichen, runde Klammer (die Parenthese), eckige Klammer, Auslassungszeichen (der Apostroph) und die diversen Anf&amp;uuml;hrungszeichen. Das et-Zeichen (&amp;amp;) ist eigentlich eine Ligatur und z&amp;auml;hlt nicht zu den Interpunktionen. Auch Paragraph, Kreuz und Stern gelten als Zeichen und nicht als Interpunktionen. Jedem Satzzeichen folgt zwar ein Leerzeichen, aber es gibt Ausnahmen wie z.B. bei Bindestrich, Klammer, Apostroph und die Anf&amp;uuml;hrungszeichen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Grund, weshalb auf Punkt, Beistrich, Strichpunkt, Doppelpunkt, Gedankenstrich, Frage- und Ausrufungszeichen ein Leerzeichen zu folgen hat, ist ebenso leicht gefunden. Wieder einmal geht es um die Lesbarkeit &amp;ndash; um das m&amp;ouml;glichst rasche Erfassen von Zusammenh&amp;auml;ngen oder eben Nicht-Zusammenh&amp;auml;ngen. Der Superstar unter den Zeichen &amp;ndash; das Leerzeichen &amp;ndash; steht, im Zusammenhang mit einem Satzzeichen, f&amp;uuml;r eine logisch-sinnvolle Pause und g&amp;ouml;nnt dem Auge den Bruchteil einer Sekunde etwas Erholung.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;&lt;a name=&quot;dtp_gedankenstrich&quot;&gt;&lt;/a&gt;Gedankenstriche...&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/gold_01.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Gedankenstrich&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Bindestrich (&amp;quot;Divis&amp;quot;) und Gedankenstriche.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/gold_01k.png&quot; alt=&quot;Thumbnail image&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie Sie bereits wissen, ist Querstrich in der Typografie nicht gleich Querstrich. Immer wieder passiert es, dass anstelle des Gedankenstrichs ein Bindestrich verwendet wird. Diese beiden sind keineswegs gleich. Genauer gesagt wird zwischen drei Arten des Querstriches unterschieden:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;ul class=&quot;puce&quot;&gt;
&lt;li&gt;Der &lt;strong&gt;Binde-&lt;/strong&gt; oder &lt;strong&gt;Abteilungsstrich&lt;/strong&gt; ist der k&amp;uuml;rzeste von den dreien und wird &amp;ndash; wie der Name schon sagt &amp;ndash; eingesetzt, wenn ein Wort abzuteilen ist beziehungsweise mehrere W&amp;ouml;rter miteinander verbunden sein sollen (Abb. 1).&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Der &lt;strong&gt;kurze Gedankenstrich&lt;/strong&gt; oder &lt;strong&gt;&amp;raquo;endash&amp;laquo;&lt;/strong&gt; ist ein Halbgeviert lang und gilt als der eigentliche &amp;ndash; allgemein bekannte Gedankenstrich. Vor und nach dem Gedankenstrich ist unbedingt ein Leerzeichen zu setzen. Dieser Gedankenstrich stellt eine kurze Pause dar oder signalisiert einen Einschub in den Text. Au&amp;szlig;erdem wird er bei der Angabe von Zeitr&amp;auml;umen (von 1860&amp;ndash;1996) oder auch als Bindezeichen verwendet, wenn Wegstrecken (Basel&amp;ndash;Berlin) angegeben werden. In diesen F&amp;auml;llen allerdings ohne Leerzeichen.&lt;br /&gt;(Win: Alt + 0150, Mac: Alt + &quot;-&quot;)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Der &lt;strong&gt;lange Gedankenstrich&lt;/strong&gt; oder &lt;strong&gt;&amp;raquo;emdash&amp;laquo;&lt;/strong&gt; ist ein Geviert lang und wird haupts&amp;auml;chlich im anglikanischen Raum als Gedankenstrich (f&amp;uuml;r Einsch&amp;uuml;be) verwendet. Allerdings ohne Leerzeichen (weder davor, noch danach) &amp;ndash; was sich nicht gerade positiv auf die Lesbarkeit auswirkt. Dieser Gedankenstrich wird eingesetzt, wenn eine gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Pause gew&amp;uuml;nscht wird oder z.B. Sprachlosigkeit in der direkten Rede zum Ausdruck gebracht werden soll.&lt;br /&gt;(Win: Alt + 0151; Mac: Alt + Shift + &quot;-&quot;)&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;Die Anf&amp;uuml;hrungszeichen&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/gold_01a.png&quot; alt=&quot;gold_01a&quot; width=&quot;540&quot; height=&quot;108&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das &lt;strong&gt;franz&amp;ouml;sische Anf&amp;uuml;hrungszeichen&lt;/strong&gt; wird im Deutschen mit der Spitze zum Wort gesetzt. Die An- und Abf&amp;uuml;hrungszeichen stehen ohne Abstand vor beziehungsweise nach dem Wort und symbolisieren in der Regel die w&amp;ouml;rtliche Rede, w&amp;auml;hrend das einfache Anf&amp;uuml;hrungszeichen f&amp;uuml;r Begriffe steht &amp;ndash; Er sagte: &amp;raquo;Das Wort &amp;rsaquo;Verrat&amp;lsaquo; habe ich nie gebraucht&amp;laquo;. Ob Sie deutsche oder franz&amp;ouml;sische Anf&amp;uuml;hrungszeichen verwenden, bleibt Ihnen &amp;uuml;berlassen. Sie m&amp;uuml;ssen die einmal gew&amp;auml;hlten Zeichen allerdings im ganzen Dokument beibehalten!&lt;br /&gt;(&lt;strong&gt;Win:&lt;/strong&gt; Alt + 0187 / Alt + 0171 bzw. Alt + 0139 / Alt + 0155)&lt;br /&gt;(&lt;strong&gt;Mac:&lt;/strong&gt; Alt + Shift + &quot;Q&quot; / Alt + &quot;Q&quot; bzw. Alt + Shift + &quot;N&quot; / Alt + Shift + B)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/gold_01b.png&quot; alt=&quot;gold_01b&quot; width=&quot;540&quot; height=&quot;142&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;Die G&amp;auml;nsef&amp;uuml;&amp;szlig;chen oder &lt;strong&gt;deutsche Anf&amp;uuml;hrungszeichen&lt;/strong&gt; werden heute kaum noch verwendet, allenfalls bei Frakturschrift, wobei sie am Anfang unten und am Ende oben stehen. Behandelt werden sie wie die anderen Anf&amp;uuml;hrungszeichen.&lt;br /&gt;(&lt;strong&gt;Win:&lt;/strong&gt; Alt+0132 unten; bzw. Alt+0147, Alt+0148)&lt;br /&gt;(&lt;strong&gt;Mac:&lt;/strong&gt; Alt + &quot;&amp;circ;&quot; unten; bzw. Alt + &quot;2&quot;, Alt + Shift + &quot;2&quot;)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/gold_01c.png&quot; alt=&quot;gold_01c&quot; width=&quot;540&quot; height=&quot;125&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das &lt;strong&gt;Auslassungszeichen&lt;/strong&gt; (der Apostroph) wird innerhalb eines Wortes ohne Zwischenraum gesetzt. Am Schluss mit etwas weniger Abstand zum n&amp;auml;chsten Buchstaben als der &amp;uuml;bliche Zeichenabstand. Au&amp;szlig;erdem muss in Zeiten des Desk Top Publishing leider sogar auf den Unterschied zwischen dem Minutenzeichen und einem echten Apostroph hingewiesen werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;(&lt;strong&gt;Win&lt;/strong&gt;: Alt+0130 unten; bzw. Alt+0145, Alt+0146)&lt;br /&gt;(&lt;strong&gt;Mac:&lt;/strong&gt; Alt + &quot;S&quot; unten; bzw. Alt + &quot;#&quot;, Alt + Shift + &quot;#&quot;&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;&lt;a name=&quot;dtp_zeichenabstand&quot;&gt;&lt;/a&gt;Zeichenabst&amp;auml;nde&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/gold_02.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Zeichenabstand&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Zeichenabstand.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/gold_02k.png&quot; alt=&quot;Thumbnail image&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Falls Sie einen Text versal setzen sollten, haben Sie zwei Dinge besonders zu beachten. Einerseits sollten Sie einen kleineren Schriftgrad w&amp;auml;hlen, um einen optimalen Leseflu&amp;szlig; zu gew&amp;auml;hrleisten, andererseits sollten Sie die Zeichenabst&amp;auml;nde erh&amp;ouml;hen, da die Buchstabenabst&amp;auml;nde eine Funktion der Buchstabeninnenr&amp;auml;ume sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Je kleiner die Innenr&amp;auml;ume, desto kleiner auch die Abst&amp;auml;nde. Je gr&amp;ouml;&amp;szlig;er die Innenr&amp;auml;ume, desto gr&amp;ouml;&amp;szlig;er die Zwischenr&amp;auml;ume. Da Versalien naturgem&amp;auml;&amp;szlig; gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Buchstabeninnenr&amp;auml;ume besitzen als Kleinbuchstaben, werden bei versal gesetzten Texten die Zeichenabst&amp;auml;nde logischerweise erh&amp;ouml;ht (Abb. 2).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;&lt;a name=&quot;dtp_bold&quot;&gt;&lt;/a&gt;Bold und Italic&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/gold_03.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Kursive&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Echte und softwareseitig &amp;quot;erzwungene&amp;quot; Kursive.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/gold_03k.png&quot; alt=&quot;Thumbnail image&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Sie werden sich nun bestimmt fragen, warum Sie den Gebrauch dieser benutzerfreundlich leicht gemachten Funktionen vermeiden oder &amp;uuml;berhaupt ganz darauf verzichten sollten. Nun &amp;ndash; diese beiden meist verwandten Schriftstile, die Sie mittlerweile in jedem Schreibprogramm vorfinden und derer Sie sich mit einem simplen Hausklick bedienen k&amp;ouml;nnen, gelten in Typografenkreisen als die &amp;uuml;belsten Nebenerscheinungen des Desktop Publishing. Eine Folge des im privaten Bereich immer weiter verbreiteten DTP.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei kleineren Schriftfamilien, die vielleicht nur einen Schriftschnitt zu bieten haben, wird &amp;ndash; wenn Sie einen der beiden erw&amp;auml;hnten Schriftstile anklicken &amp;ndash; n&amp;auml;mlich folgendes gemacht: Ihr Rechner erzeugt elektronisch einen optisch neuen Schriftschnitt, der in Wahrheit nat&amp;uuml;rlich gar kein Schriftschnitt im herk&amp;ouml;mmlichen Sinne ist. Es handelt sich dabei blo&amp;szlig; um eine elektronisch verbreiterte beziehungsweise schr&amp;auml;ggestellte Version der urspr&amp;uuml;nglichen Schrift. Bei gr&amp;ouml;&amp;szlig;eren Schriftfamilien haben Sie ohnedies zumindest Bold (fette Variante) und Italic (kursive Variante) zur Auswahl. Diese wurden jedoch von einem echten Schriftenhersteller in m&amp;uuml;hevoller Feinstarbeit unter Beachtung unz&amp;auml;hliger Faktoren produziert. Es ist also verst&amp;auml;ndlich, dass die Verwendung von Computer errechneten Schriftstilen in Profikreisen als eklatanter Fehler gilt. Vor allem sind diese Fehler sogar optisch offensichtlich. So werden originale Schriftschnitte durch das Verwenden der Kursiv- oder Fettstellung oft so ver&amp;auml;ndert, dass die Originalschrift v&amp;ouml;llig verf&amp;auml;lscht wird. Bei wirklich gro&amp;szlig;en Schriftfamilien wie z.B. der Garamond haben Sie sogar bis zu zehn (oder auch noch wesentlich mehr) unterschiedliche Schriftschnitte zur Auswahl (Abb. 3 und 4).&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;&lt;a name=&quot;dtp_unterstreichen&quot;&gt;&lt;/a&gt;Unterstreichen vermeiden&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Das Unterstreichen kann mit ruhigem Gewissen als die wohl billigste Form der Hervorhebung bezeichnet werden. Immer wieder werden Sie aber darauf angewiesen sein, innerhalb Ihres Schriftst&amp;uuml;ckes zu differenzieren, d.h. ein Textst&amp;uuml;ck gegen&amp;uuml;ber einem anderen hervorzuheben. F&amp;uuml;r diesen Zweck gibt es aber eine Menge wesentlich besserer L&amp;ouml;sungen als das Unterstreichen. Die klassische Differenzierung hat ihre Gestalt in der &amp;Uuml;berschriften-Hierarchie. Traditionell werden hier die dominierenden Versalien &amp;uuml;bergeordnet gesetzt, der gemischte Satz jedoch untergeordnet. Bei &amp;Uuml;berschriftengruppen in mehreren Qualit&amp;auml;ten gilt es, nicht nur die Schriften und Schriftgrade abzustimmen, sondern auch die Abst&amp;auml;nde zwischen und unter den &amp;Uuml;berschriftenzeilen ihrem sachlichen Gewicht und dem Charakter des Schriftst&amp;uuml;ckes entsprechend anzugleichen.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;&lt;a name=&quot;dtp_optimal&quot;&gt;&lt;/a&gt;Optimaler Zeilenabstand&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/gold_05.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Zeilenabstand&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Abb. 5.: Meistens entspricht der Wert des optimalen Zeilenabstandes etwa 20 Prozent der Schriftgr&amp;ouml;&amp;szlig;e. Abb. 6.: Je l&amp;auml;nger die Zeilen, desto gr&amp;ouml;&amp;szlig;er muss der Zeilenabstand sein, je k&amp;uuml;rzer die Zeilen, desto geringer kann der Zeilenabstand ausfallen.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/gold_05k.png&quot; alt=&quot;Zeilenabstand&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Die Wahl des optimalen Zeilenabstands ist f&amp;uuml;r ein Schriftst&amp;uuml;ck von entscheidender Bedeutung. Ist der Zeilenabstand zu gering gew&amp;auml;hlt, wird dem Leser das Lesen erheblich erschwert. Die einzelnen Zeilen sind nicht mehr als solche zu erkennen, sie konkurrieren f&amp;ouml;rmlich mit den benachbarten Zeilen um die Gunst des Auges. Da ein betr&amp;auml;chtlicher Teil der Aufmerksamkeit dem blo&amp;szlig;en Trennen und Erkennen der Zeilen gewidmet werden muss, wird einem der Leseprozess somit unertr&amp;auml;glich gemacht. Ist der Zeilenabstand hingegen zu gro&amp;szlig; gew&amp;auml;hlt, muss der Blick zu gro&amp;szlig;e Spr&amp;uuml;nge zwischen den Zeilen unternehmen. Die Konzentration auf den Inhalt des Textes wird somit erheblich erschwert. In beiden F&amp;auml;llen wird das Ziel der perfekten Zeilenf&amp;uuml;hrung &amp;ndash; sowohl innerhalb einer einzelnen Zeile als auch die gelungene &amp;Uuml;berf&amp;uuml;hrung zur n&amp;auml;chstfolgende Zeile verfehlt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&quot;article&quot;&gt;&lt;a name=&quot;dtp_lauftexte&quot;&gt;&lt;/a&gt;Lauftexte und Headers&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/gold_07.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Die Lesbarkeit&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Die Lesbarkeit des Textes als eines der wichtigsten Kriterien der DTP-Gestaltung.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/dtp/gold_07k.png&quot; alt=&quot;Die Lesbarkeit&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Die Lesbarkeit eines Textes ist von vielen verschiedenen Faktoren abh&amp;auml;ngig. Aber da auch jedes Textst&amp;uuml;ck ein anderes Ziel verfolgt, muss zum Beispiel beim Gestalten von Headlines einiges ber&amp;uuml;cksichtigt werden. Bei einer Headline gelten nun mal andere Kriterien als beim Flie&amp;szlig;text. W&amp;auml;hrend es beim Flie&amp;szlig;text ums m&amp;ouml;glichst rasche, st&amp;ouml;rungsfreie Erfassen des Inhaltes geht, will eine Headline vor allem eines: auffallen! Serifenschriften sind f&amp;uuml;r l&amp;auml;ngere Flie&amp;szlig;texte mit Sicherheit die beste L&amp;ouml;sung, da sie den Blick aufgrund ihrer Serifen optimal durch die Zeilen f&amp;uuml;hren k&amp;ouml;nnen. Die Serifen &amp;ndash; ein &amp;Uuml;berbleibsel des An- und Absetzens der Schreibfeder &amp;ndash; lassen das Schriftbild ausgewogener und ruhiger erscheinen (Abb. 7).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F&amp;uuml;r Headlines gelten diese Regeln der Lesbarkeit nat&amp;uuml;rlich nicht, da sie ohnedies in den seltensten F&amp;auml;llen &amp;uuml;ber mehrere Zeilen gehen und somit schnell zu erfassen sind. Headlines sollen vor allem eines sein: plakativ! Und f&amp;uuml;r diesen Zweck sind die modernen serifenlosen (Grotesk-) Schriften wie geschaffen (Abb. 8).&lt;/p&gt;</content>
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	<entry>
		<title>Zeichen und Kegel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.typovia.at/index.php/typografie/grundlagen/zeichen-und-kegel"/>
		<published>2017-01-02T08:58:04+00:00</published>
		<updated>2017-01-02T08:58:04+00:00</updated>
		<id>https://www.typovia.at/index.php/typografie/grundlagen/zeichen-und-kegel</id>
		<author>
			<name>Super User</name>
		</author>
		<summary type="html">&lt;p&gt;Das Zeichen (von althochdeutsch &amp;sbquo;zeihhan&amp;rsquo;, &amp;sbquo;zeihen&amp;rsquo; = hinweisen) ist die abstrakte Idee eines Buchstabens, die Glyphe ist deren konkrete grafische Darstellung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Fachbegriffe der Typografie stammen teilweise aus der Zeit des Bleisatzes und beschreiben die Komponenten des Buchstabens.&lt;br /&gt;Hier wird ein Kegel, d. h. der Metallk&amp;ouml;rper, auf dem die Glyphe bzw. die Letter gegossen worden ist, herangezogen.&lt;br /&gt;Seitenverkehrt gedruckt erhalten auch die abgedruckten Elemente der Letter eigene Bezeichnungen. Die Abbildungen stellen diese Komponenten anschaulich dar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/letter_sort.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Der Kegel und seine Teile&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Der Kegel und seine Elemente.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/letter_sortk.png&quot; alt=&quot;Thumbnail image&quot; style=&quot;display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/letter_elements.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Die wesentlichen Elemente einer Glyphe (= Buchstabenzeichens).&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Die wesentlichen Elemente der Glyphen (= Buchstabenzeichen) sowie deren Ober- und Unterl&amp;auml;nge sowie x-L&amp;auml;nge.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/letter_elementsk.png&quot; alt=&quot;letter_elementsk&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;205&quot; style=&quot;display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/Glyphe-Elemente.pdf&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/Glyphe-Elemente.svg&quot; alt=&quot;&quot; style=&quot;display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</summary>
		<content type="html">&lt;p&gt;Das Zeichen (von althochdeutsch &amp;sbquo;zeihhan&amp;rsquo;, &amp;sbquo;zeihen&amp;rsquo; = hinweisen) ist die abstrakte Idee eines Buchstabens, die Glyphe ist deren konkrete grafische Darstellung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Fachbegriffe der Typografie stammen teilweise aus der Zeit des Bleisatzes und beschreiben die Komponenten des Buchstabens.&lt;br /&gt;Hier wird ein Kegel, d. h. der Metallk&amp;ouml;rper, auf dem die Glyphe bzw. die Letter gegossen worden ist, herangezogen.&lt;br /&gt;Seitenverkehrt gedruckt erhalten auch die abgedruckten Elemente der Letter eigene Bezeichnungen. Die Abbildungen stellen diese Komponenten anschaulich dar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/letter_sort.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Der Kegel und seine Teile&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Der Kegel und seine Elemente.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/letter_sortk.png&quot; alt=&quot;Thumbnail image&quot; style=&quot;display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/letter_elements.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Die wesentlichen Elemente einer Glyphe (= Buchstabenzeichens).&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Die wesentlichen Elemente der Glyphen (= Buchstabenzeichen) sowie deren Ober- und Unterl&amp;auml;nge sowie x-L&amp;auml;nge.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/letter_elementsk.png&quot; alt=&quot;letter_elementsk&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;205&quot; style=&quot;display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/Glyphe-Elemente.pdf&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/Glyphe-Elemente.svg&quot; alt=&quot;&quot; style=&quot;display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</content>
		<category term="Grundlagen" />
	</entry>
	<entry>
		<title>Majuskel und Minuskel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.typovia.at/index.php/typografie/grundlagen/majuskel-und-minuskel"/>
		<published>2017-01-02T08:57:39+00:00</published>
		<updated>2017-01-02T08:57:39+00:00</updated>
		<id>https://www.typovia.at/index.php/typografie/grundlagen/majuskel-und-minuskel</id>
		<author>
			<name>Super User</name>
		</author>
		<summary type="html">&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/majuskel.png&quot; alt=&quot;majuskel&quot; width=&quot;199&quot; height=&quot;84&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In den vergangenen Jahrhunderten war der Setzkasten mit den Bleibuchstaben in zwei Bereiche unterteilt:&lt;br /&gt;der obere Teil war den Gro&amp;szlig;- und der untere Teil der Kleinbuchstaben vorbehalten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aus dieser Zeit stammen im Englischen die Begriffe &amp;sbquo;uppercase&amp;rsquo; f&amp;uuml;r Gro&amp;szlig;buchstaben bzw. Majuskel und &amp;sbquo;lowercase&amp;rsquo; f&amp;uuml;r Kleinbuchstaben bzw. Minuskel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/lettercase.png&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Setzkasten mit den typischen upper- und lowercase.&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Setzkasten mit den typischen &amp;sbquo;upper&amp;rsquo;- und &amp;sbquo;lowercase&amp;rsquo;. Quelle: Baines P. / Haslam A., Lust, 2002:74.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/lettercasek.png&quot; alt=&quot;Setzkasten&quot; style=&quot;display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 class=&quot;article&quot;&gt;Majuskel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Abgeleitet aus lat. &amp;sbquo;maior, maius&amp;lsquo; (magnus) = &amp;bdquo;gro&amp;szlig;&amp;ldquo;, (plural: Majuskeln)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bezeichnet die Gro&amp;szlig;buchstaben des Alphabetes. Eine andere verwendete Bezeichnung &amp;bdquo;Versal&amp;ldquo; (plural: Versalien) betrifft eher die Anfangsbuchstaben der Zeilen, Abs&amp;auml;tze, Verse. Eine Majuskelschrift besteht ausschliesslich aus den Gro&amp;szlig;buchstaben und bewegt sich auf dem Zweilinienschema (Obergrenze / H-Linie und Grundlinie). Kapit&amp;auml;lchenschrift, die ebenfalls eine Majuskelschrift ist, bewegt sich hingegen auf dem Dreilinienschema (Obergrenze / H-Linie, x-H&amp;ouml;he und Grundlinie). Im Gegensatz zu den Kapit&amp;auml;lchenalphabeten ist die Buchstabengr&amp;ouml;&amp;szlig;e der Majuskelschrift konstant. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Entwicklung der Majuskel teilt die Pal&amp;auml;ografie in vier Phasen ein:&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Griechische Majuskel&lt;/strong&gt; (9. bis 3. Jahrhundert v. Chr.). Aus dem Semitischen Alphabet wurden in Ph&amp;ouml;nizien die Zeichen weitgehend &amp;uuml;bernommen; die Griechen haben um 900 v. Chr. dieses Konsonantenalphabet um die Vokalzeichen erg&amp;auml;nzt, indem sie die nicht ben&amp;ouml;tigten Zeichen umfunktionierten. Ob es sich dabei um eine Innovation oder Mi&amp;szlig;interpretation handelt, bleibt in der Pal&amp;auml;eografie umstritten. Bis zum Jahr 900 n. Chr. war das griechische Alphabet ein Majuskelalphabet.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;R&amp;ouml;mische Majuskel:&lt;/strong&gt; (Capitalis) (7. Jhdt. v. Chr. bis 5. Jh. n. Chr.). Die Griechen tragen direkt im 7. Jahrhundert v. Chr. zur Entstehung des altitalischen Alphabets bei. Die etruskische Schrift bestand aus folgenden Majuskeln: A B C D E F Z H I K L M N O P Q R S T V X und wurde von rechts nach links geschrieben. Die R&amp;ouml;mer &amp;uuml;bernehmen dieses Alphabet. In darauffolgenden Jahrhunderten entwickeln sich folgende Formen des &amp;bdquo;Abecedariums&amp;ldquo;:&amp;nbsp;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;die &lt;strong&gt;Capitalis Monumentalis&lt;/strong&gt;, meist im Stein gehauen; Die Buchstabenform geht von einem Quadrat aus; die Capitalis kennt weder Wortabst&amp;auml;nde, noch Silbentrennung. Aus diesem Alphabet entwickelte sich die uns bekannte Versalienschrift. Das bekannteste Beispiel f&amp;uuml;r die Majuskelschrift ist die dorische Trajanss&amp;auml;ule aus dem Jahr 113 v. Chr. Auch der &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/titus.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Titusbogen aus dem Jahr 81 v. Chr.&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'SENATUS&amp;lt;br &amp;gt;&amp;lt;/a&amp;gt;POPULUSQUE ROMANUS&amp;lt;br /&amp;gt;DIVO TITO DIVI VESPASIANI F(ILIO)&amp;lt;br /&amp;gt;VESPASIANO AUGUSTO&amp;lt;br /&amp;gt;Der Senat&amp;lt;br /&amp;gt;und das r&amp;ouml;mische Volk (haben diesen Bogen errichtet)&amp;lt;br /&amp;gt;dem verg&amp;ouml;ttlichten Titus Vespasianus Augustus&amp;lt;br /&amp;gt;dem Sohn des verg&amp;ouml;ttlichten Vespasian.'})&quot;&gt;&lt;span class=&quot;highslide&quot;&gt;&lt;span class=&quot;highslide&quot;&gt;Titusbogen&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; aus dem Jahr 81 v. Chr. bietet eine gut erhaltene Capitalis Monumentalis.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;die &lt;strong&gt;Capitalis Quadrata&lt;/strong&gt; leitet ihren Namen von der Form, aus der sich die Buchstaben bilden (Quadrat, Kreis, gleichseitiges Dreieck). Sie wurde f&amp;uuml;r die Prachtb&amp;uuml;cher (&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/capitalis_quadrata.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Capitalis Quadrata&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Virgil, Georgics, I, 141-156, Manuskriptfragment aus dem sp&amp;auml;ten 5 Jh., Vatikanische Bibliothek.'})&quot;&gt;Klassiker-Ausgaben&lt;/a&gt;) zwischen dem 1 und 6 Jh. n.Chr. verwendet. Vereinzelt findet man diesen Stil aber auch im 9. Jahrhundert.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;die &lt;strong&gt;Capitalis Rustica&lt;/strong&gt;, die &amp;bdquo;B&amp;auml;uerliche&amp;ldquo; (&amp;sbquo;rusticus&amp;lsquo; = &amp;bdquo;l&amp;auml;ndlich, b&amp;auml;uerlich&amp;ldquo;), wurde f&amp;uuml;r weniger prunkvolle B&amp;uuml;cher vorwiegend zwischen dem 1. und 5. Jahrhundert n. Chr. verwendet. Sie war durch ihre schmale und kurvige Formgebung f&amp;uuml;r die z&amp;uuml;gige Notation geeigneter als die Quadrata oder Monumenatlis. Aufgrund ihrer Verbreitung und Popularit&amp;auml;t in der Antike wird sie von der Pal&amp;auml;ografie gern auch als &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/capitalis_rustica.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Capitalis Rustica&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Capitalis Rustica: Leiden, Nordost Frankreich, 9 Jh. n. Chr.'})&quot;&gt;kanonisierte Capitalis&lt;/a&gt; bezeichnet.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;die &lt;strong&gt;&amp;auml;ltere r&amp;ouml;mische Kursiv&lt;/strong&gt; ist der Vorl&amp;auml;ufer der Minuskel. In der pal&amp;auml;ografischen Entwicklung zeigt sie erstmals die Drei-Zonen (Ober- und Unterl&amp;auml;ngen), die sp&amp;auml;ter das Merkmal der Minuskel sein werden. Die Capitalis cursiva ist als allt&amp;auml;gliche Gebrauchsschrift vorwiegend f&amp;uuml;r &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/capitalis_cursiva.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Capitalis cursiva&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Vindolanda Inventory No. 88.949. &amp;lt;br /&amp;amp;gttraces [pe]r A[t-&amp;lt;br &amp;gt;&amp;lt;/a&amp;gt;tonem &amp;middot; decurionem &amp;middot;&amp;lt;br /&amp;gt;misi tibi &amp;middot; te &amp;middot; rogo &amp;middot; fra-&amp;lt;br /&amp;gt;ter &amp;middot; continuo &amp;middot; illos &amp;middot; expun-&amp;lt;br /&amp;gt;gas et &amp;middot; nulli &amp;middot; ali &amp;middot; quam&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;bdquo;... I have sent you ... through (?) Atto the decurion. I ask, brother, that you immediately strike them off the list. And no others .... have received. I ask that you send that same (?) Atto back to me. (2nd hand) It is my wish that you enjoy good health, my brother and lord. (Back, 1st hand) To ... prefect, from Celonius Iustus, his colleague.&amp;ldquo; '})&quot;&gt;Korrespondenz&lt;/a&gt; und Gesch&amp;auml;ftsbriefe zwischen dem 1 und 4 Jh. n. Chr. verwendet worden. Eine interessante Sammlung der r&amp;ouml;mischen Tafeln zeigt das &lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/site/puce.gif&quot; alt=&quot;puce&quot; width=&quot;22&quot; height=&quot;12&quot; /&gt;&lt;a href=&quot;http://vindolanda.csad.ox.ac.uk&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Vindolanda Projekt&quot;&gt;Vindolanda-Projekt&lt;/a&gt; (antikes R&amp;ouml;merlager in Vindolanda b. Newcastle / Norden Englands).&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Unziale&lt;/strong&gt; (4. bis 8. Jahrhundert n. Chr.) und Halbunziale. Diese runde Schriftform entstand im Verlauf des 4. Jahrhunderts und wurde bis zum 8. Jahrhundert f&amp;uuml;r den Fliesstext von vielen Buchmanuskripten (Codices) verwendet. Sie wurde mit der Rohrfeder auf Pergament geschrieben; wir kennen sowohl lateinische als auch griechische/byzantinische und kyrillische Formen. Es sind nur circa 300 Manuskripte, meist Teile der Bibel, in Unzialschrift erhalten. Vollst&amp;auml;ndig erhalten sind beispielsweise der &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/codex_sinaiticus.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Codex Sinaiticus&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Codex Sinaiticus 330&amp;ndash;360 n. Chr., Ma&amp;szlig;e: 381 &amp;times; 345 mm'})&quot;&gt;Codex Sinaiticus&lt;/a&gt; (&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/site/puce.gif&quot; alt=&quot;puce&quot; width=&quot;22&quot; height=&quot;12&quot; /&gt;Codex Sinaiticus &lt;a href=&quot;http://codexsinaiticus.org/de/&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Codex Sinaiticus Projekt&quot;&gt;Projektseite&lt;/a&gt;) und der Codex Vaticanus. &amp;Auml;hnlich wie die Capitalis Quadrata, beginnt die Unziale ihre &amp;bdquo;kalligraphische Karriere&amp;ldquo; als reine Buchschrift, doch sie wurde auch in Stein gemeisselt und in Metal geform. Die Stationen der Entwicklung der Unziale zeigen noch zwei bedeutende Etappen, die keine funktionale Verwandschaft mit der Urform zeigen. Nach 800 wurde sie nur noch als Auszeichnungsschrift verwendet, f&amp;uuml;r prunkvolle Titel und Untertitel. Hier beginnt sie Farbe anzunehmen; sie wird nicht nur in Rot, sondern auch oft in Blau und Gr&amp;uuml;n geschrieben &amp;ndash; besser gesagt: gemalt. In einer dritten Lebensphase schm&amp;uuml;ckt sie als Initiale unz&amp;auml;hlige Manuskripte und Inkunabeln, welche mit gotischen Buchstaben geschrieben (und sp&amp;auml;ter, gedruckt) wurden. So erscheint sie, zum Beispiel, in der B-42 von Gutenberg (Seite 79). Im sp&amp;auml;ten Erscheinungsbild &amp;ndash; als Initiale &amp;ndash;, wurden die Versalformen der Unziale nicht kalligraphisch hergestellt, da sie nicht mit einer Feder erzeugt wurden. Vielmehr wurden sie mit feinen Pinseln entworfen und behutsam farbig ausgemalt. In dieser dritten Erscheinungsform ist die Verwendung von Farben besonders &amp;uuml;ppig; die Schmuck-Unzialen d&amp;uuml;rfen als die &amp;bdquo;buntesten Buchstaben&amp;ldquo; der ganzen europ&amp;auml;ischen Schriftentwicklung gelten (Quelle: &amp;bdquo;Cadernos de Tipografia e Design&amp;ldquo;, Nr. 18, Dezember 2010, S. 47).&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Gotische Majuskel&lt;/strong&gt; (13. und 14. Jahrhundert n. Chr.). Mischmajuskel &amp;ndash; in Fortf&amp;uuml;hrung der Entwicklung der romanischen Majuskel &amp;ndash; mit zunehmendem Anteil runder Formen. Typisch sind keilf&amp;ouml;rmig verbreiterte Schaft- und Balkenenden, Bogenschwellungen, eine gesteigerte, einheitlichen Prinzipien folgende Fl&amp;auml;chigkeit sowie die Vergr&amp;ouml;&amp;szlig;erung der Sporen an Schaft-, Balken- und Bogenenden, die zu einem v&amp;ouml;lligen Abschlu&amp;szlig; des Buchstaben f&amp;uuml;hren k&amp;ouml;nnen. (Quelle: Reichert L., Die deutschen Inschriften, Wiesbaden: 1999, S. 28). Die Gotische Majuskel wird vorwiegend in Epigraphen verwendet. Unser &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/gotische_majuskel.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Gotische Majuskel&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Johanneskapelle in P&amp;uuml;rgg (Steiermark): Agnus Dei im Chorgew&amp;ouml;lbe IN CHRISTO DANT NACIONES AGNI PRECONES und die Namen der Evangelisten: MATHEUS, LVCAS, MARCUS &amp;ndash; romanische Majuskel um 1160 n Chr., Bild: typovia e. U. 2003'})&quot;&gt;Beispiel&lt;/a&gt;&lt;span class=&quot;highslide&quot;&gt; &lt;/span&gt;zeigt einen Ausschnitt des Decken-Freskos der Johannes Kapelle in P&amp;uuml;rgg in der Steiermark (um 1160 n. Chr.).&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h2 class=&quot;article&quot;&gt;Minuskel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Abgeleitet aus lat. &amp;sbquo;minus&amp;lsquo; (comp. zu parvus) = &amp;bdquo;klein, gering, kurz&amp;ldquo;, (plural: Minuskeln)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bezeichnet die Kleinbuchstaben. Der Name &amp;bdquo;Gemeine&amp;ldquo; (nur im plural) wird im deutschsprachigen Raum verwendet; er stammt von &amp;bdquo;gew&amp;ouml;hnlich, h&amp;auml;ufig vorkommend, verbreitet&amp;ldquo; und bedeutet den &amp;bdquo;gemeinen Zeichenvorrat&amp;ldquo; d. h. die restlichen Kleinbuchtstaben der Brotschrift, die bis zu Beendigung der Arbeit zur Verf&amp;uuml;gung stehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Minuskeln h&amp;auml;ngen in ihrer Entwicklung von der Majuskel ab: die Umwandlung der Gro&amp;szlig;buchstaben durch die Schnelligkeit und Fl&amp;uuml;chtigkeit des Handgeschriebenen. &lt;br /&gt;Die Pal&amp;auml;ografie unterscheidet folgende Entwicklungsphasen der Minuskel:&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Griechische Minuskel&lt;/strong&gt; im Unterschied zur griechischen Majuskel und Unziale. &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/minuskel_griechisch.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Griechische Minuskel: Uspensky Evangelien, 835 n. Chr.&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Griechische Minuskel. Uspensky Evangelien (enstanden 835 in Konstantinopel).'})&quot;&gt;Beispiel&lt;/a&gt;.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;R&amp;ouml;mische Minuskel &lt;/strong&gt;im Unterschied zur r&amp;ouml;mischen Majuskel, Unziale, Halbunziale. &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/minuskel_juengere.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;J&amp;uuml;ngere r&amp;ouml;mische Kursive&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'J&amp;uuml;ngere r&amp;ouml;mische Kursive, 2. H&amp;auml;lfte 6 Jh., Tj&amp;auml;der Taf. 15'})&quot;&gt;Beispiel&lt;/a&gt;&lt;span class=&quot;highslide&quot;&gt;.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Schon vom ersten Auftreten kursiver lateinischer Schriftdenkm&amp;auml;ler am Ende des 1.Jh. v. Chr. an zeigt die r&amp;ouml;mische Kursive, soweit sie als Gebrauchsschrift in den Papyri erscheint, drei Jahrhunderte lang mannigfache formale Ver&amp;auml;nderungen in bezug auf Richtung, Buchstabenverbindung, Verteilung der Haar- und Druckstriche und Ausbildung der Ober- und Unterl&amp;auml;ngen. Seit dem Ende des 3. Jh. ist die r&amp;ouml;mische Kursive als Vierzeilenschrift anzusprechen, in der die Oberl&amp;auml;ngen von b, d, h, i, 1, und die Unterl&amp;auml;ngen von g, p, q das Schriftbild bestimmen. Man pflegt diese Vierzeilenschrift mit ihren schmalen Buchstaben seit etwa 300 als j&amp;uuml;ngere r&amp;ouml;mische Kursive (Minuskelkursive) zu bezeichnen. Gegen&amp;uuml;ber der neuerdings aufgestellten These einer Entstehung dieser Kursive aus der Halbunziale ist doch wohl an der organischen Ableitung aus der &amp;auml;lteren, zweizeiligen (Majuskel-) Kursive festzuhalten. Diese lebte &amp;uuml;brigens in der Kanzlei der r&amp;ouml;mischen Kaiser, als einleitende Auszeichnungsschrift in den Protokollen der Gesta municipalia und in den als Zahlzeichen verwendeten Buchstaben D, L, M weiter. Im 4. Jh., als Kaiser Konstantin mit der Neugr&amp;uuml;ndung einer Kaiserresidenz am Bosporus den Grundstein f&amp;uuml;r das tausendj&amp;auml;hrige byzantinische Rhom&amp;auml;erreich legte, als der Osten und Westen des Imperium Romanum in Verwaltung und Kultur sich noch enger verflochten als vordem, beginnt die merkliche gegenseitige Beeinflussung von griechischer und lateinischer Kursive, die auch noch in den beiden folgenden Jahrhunderten mit H&amp;auml;nden zu greifen ist (Quelle: Hunger H., Zum antiken und mittelalterlichen Schriftwesen: Lateinische Palaiographie, M&amp;uuml;nchen: 1975.&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Karolingische Minuskel&lt;/strong&gt; (um 780 bis 12. Jahrhundert) im Unterschied zur karolingischen Majuskel. &lt;span class=&quot;highslide&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/minuskel_karolingisch_freising.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Karolingische Minuskel&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Karolingische Minuskel. Freising Manuskript entstanden zwischen 972 und 1039. Slowenisch.'})&quot;&gt;&lt;span class=&quot;highslide&quot;&gt;Beispiel&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;.&lt;/span&gt;
&lt;p&gt;Mit den Jahrzehnten um 800, d. h. mit der Regierungszeit Karls des Gro&amp;szlig;en, hat f&amp;uuml;r die weitere Entwicklung der lateinischen Schrift im Mittelalter die entscheidende Stunde geschlagen. Zwar k&amp;ouml;nnen wir es ebensowenig wie bei der S&amp;auml;uberung der griechischen Minuskel im 15. Jh. exakt beweisen, da&amp;szlig; eine Schriftreform angeordnet und durchgef&amp;uuml;hrt wurde. Aber hier wie dort kennen wir eine F&amp;uuml;lle von Handschriften, die an sich schon eine deutliche, klare Sprache sprechen. Es ist ja nur zu verst&amp;auml;ndlich, da&amp;szlig; ein Herrscher, der sich nicht mit der Gr&amp;uuml;ndung und politischen Sicherung eines Gro&amp;szlig;reichs begn&amp;uuml;gte, sondern auch der Kultur dieses Reichs gr&amp;ouml;&amp;szlig;te Aufmerksamkeit zuwandte, der selbst noch im h&amp;ouml;heren Alter schreiben lernte, f&amp;uuml;r die Schrift und ihre Formen sehr aufgeschlossen war. Wir besitzen noch eine Reihe von Prachthandschriften, die aus der Hofschule Karls hervorgingen und deren Miniaturen der nach Karls angeblicher Schwester Ada benannten Schule von Buchmalern entstammen. Hierher geh&amp;ouml;ren der Trierer Codex aureus (Ada-Evangeliar), das Godescalc-Evangelistar, das Evangeliar der Pariser Arsenalbibliothek und der Goldene Psalter (&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/minuskel_karolingisch_daguif.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Dagulf Psalter&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Faksimile des Dagulf Psalters.'})&quot;&gt;Dagulf-Psalter&lt;/a&gt;) in der &amp;Ouml;sterreichischen Nationalbibliothek. An diesen Kodizes, die in Nachahmung byzantinischer imperialer Prunkhandschriften, teils durchlaufend, teils vereinzelt, Gold- und Silberschrift auf Purpurpergament aufweisen, kann man die zweifache Tendenz der karolingischen Schriftreform ablesen. Einerseits versuchte man mit der Wiederbelebung der antiken Literatur im Rahmen der sog. karolingischen Renaissance auch die alten lateinischen Buchschriften, die Capitalis, die Unziale und Halbunziale, nicht nur als Auszeichnungsschriften, zu neuem Leben zu erwecken. Diesen archaisierenden Tendenzen war nur ein zeitlich begrenzter Erfolg beschieden, der &amp;uuml;ber das 10. Jh. kaum hinausreichte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Andrerseits sollte eine gut lesbare, einheitlich stilisierte Minuskel geschaffen werden, die dem Ideal einer Vierzeilenschrift besser entsprach als die Halhunziale, von den K&amp;uuml;rzungen und Ligaturen der Halbkursive frei war und im ganzen gef&amp;auml;llige Proportionen zu einem &amp;auml;sthetisch befriedigenden Schriftbild verband. So pr&amp;auml;sentiert sich uns die karolingische Minuskel als eine Buchschrift hohen Ranges, in der auch die Buchstaben a, g, n dem Minuskelalphabet angepa&amp;szlig;t sind und &amp;auml;hnlich wie hei der griechischen Perlschrift ein idealer Ausgleich von Rundungen und Geraden erzielt werden konnte. Das oben erw&amp;auml;hnte Godescalc-Evangelistar ist in wiederbelebter Unziale, die &amp;Uuml;berschriften in Capitalis zwischen 781 und 783 geschrieben, enth&amp;auml;lt aber auch ein Widmungsgedicht in karolingischer Minuskel von der Hand des Schreibers Godescalc. Der Goldene Psalter wiederum weist charakteristische &amp;Uuml;berschriften und Initialen in Capitalis und Unziale auf, w&amp;auml;hrend der Text selbst, noch vor 795, von Dagulf in karolingischer Minuskel geschrieben wurde (w. o.).&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Insulare Minuskel&lt;/strong&gt;: vom 8. bis ins 12.Jahrhundert im angels&amp;auml;chsisch-irischen Raum verbreitet. &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/minuskel_book_of_armagh.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Book of Armagh&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Book of Armagh, Codex Ardmachanus aus dem Jahr 807 n. Chr., Trinity College, Dublin. '})&quot;&gt;Beispiel&lt;/a&gt;.
&lt;p&gt;Neben dieser breiten ornamentalen Halbunziale beobachten wir eine ganz anders geartete insulare Minuskel, eine ausgesprochene Spitzschrift mit schmalen, spie&amp;szlig;igen Formen, die an die Z&amp;auml;hne eines Kammes erinnern, und mit einem oben spitz geschlossenen a. g zeigt halhunziale Form &amp;hellip;, r hat eine gro&amp;szlig;e Unterlange und &amp;auml;hnelt dem langen s, dessen Bogen sich aber nicht mehr wie beim r nach oben wendet. Die nach unten d&amp;uuml;nner werdenden, spitzen Unterl&amp;auml;ngen geben der Schrift ihr charakteristisches Gepr&amp;auml;ge. Dazu tr&amp;auml;gt ein bestimmter Federschnitt und die Federhaltung &amp;ndash; Ellbogen vom K&amp;ouml;rper weit abgewinkelt &amp;ndash; bei. Die Schrift steht senkrecht, ist gelegentlich eher links geneigt, zeigt scharfe Spitzen und kantige Konturen sowie keilf&amp;ouml;rmig ansetzende Oberl&amp;auml;ngen. Diese sehr platzsparende Schrift, die man gerne als irische Minuskel bezeichnet, eignet sich trefflich f&amp;uuml;r Glossen und Marginalien aller Art, wo sie manchmal in richtigen Zwergformen auftritt. Viele Kodizes sind aber auch zur G&amp;auml;nze in dieser an K&amp;uuml;rzungen und Ligaturen reichen Schrift geschrieben, die sich bis ins hohe Mittelalter (12. Jh.) erhalten konnte. Da die Grenze zwischen dieser &amp;bdquo;irischen&amp;ldquo; und einer &amp;bdquo;angels&amp;auml;chsischen&amp;ldquo; Minuskel oft kaum zu ziehen ist, empfiehlt es sich auch hier, von &amp;sbquo;insularer Minuskel&amp;lsquo; zu sprechen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf englischem Boden lassen sich verschiedene Lokaltraditionen feststellen, die in den festl&amp;auml;ndischen Klostergr&amp;uuml;ndungen und Skriptorien angels&amp;auml;chsischer Missionare fortwirkten. So lebt der nordhumbrische Stil im 8. Jh. im Kloster Echternach (gegr&amp;uuml;ndet vom hl. Villibrord), der s&amp;uuml;denglische hingegen im Missionsgebiet des hl. Bonifatius (Mainfranken, Hessen), besonders in dem von ihm gegr&amp;uuml;ndeten Kloster Fulda bis in die Mitte des 9. Jh. weiter. Ebenso stark ist der insulare Einflu&amp;szlig; in den Handschriften kontinentaler Kl&amp;ouml;ster mit irischer Gr&amp;uuml;ndertraditionen wie Luxeuil (Burgund) und Bobbio (bei Piacenza; beide vom hl. Kolumban gegr&amp;uuml;ndet), St. Gallen und in dem vom hl. Kilian missionierten Frankenland. Aber auch an vielen anderen Orten wie Salzburg, der Reichenau, Fulda, Regensburg und Mainz k&amp;ouml;nnen wir insularen Einflu&amp;szlig; zum Teil noch bis ins sp&amp;auml;te 11. Jh. nachweisen (w. o.).&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Westgotische Minuskel&lt;/strong&gt; (&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/minuskel_westgotisch.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Westgotische Schrift&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Westgotische Schrift (11. Jhd.): Pro factis diuinis, plerumque et dicta ponuntur ; idcirco quia non operatione manuum deus, sed dicendi imperio operatur. Sicut scriptum est : Dixit et facta sunt, mandabit et.'})&quot;&gt;spanische Minuskel&lt;/a&gt;): ab dem 8. Jahrhundert auf der iberischen Halbinsel verbreitet, seit dem 10. Jahrhundert zunehmend von der karolingischen Minuskel verdr&amp;auml;ngt. Die Anf&amp;auml;nge der westgotischen Schrift in Spanien lassen sich im 7. Jahrhundert vermuten, wobei anzumerken ist, dass diese Kursivminuskel ihre Besonderheiten erst gegen Mitte, Ende des 7. Jahrhunderts erhielt. Sie wurde in etwa bis in das 11. Jahrhundert verwendet. Entstanden ist sie aus der Kursive. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich aus dieser Gebrauchsschrift auch eine feine Buchschrift. Charakteristisch f&amp;uuml;r die kr&amp;auml;ftigen und steilen Oberl&amp;auml;ngen sind die an den Oberl&amp;auml;ngen oft verdickten Buchstaben. Erkennbar ist diese Schrift an dem offenen u-f&amp;ouml;rmigen a (westgotisches a), dem e mit einer vergr&amp;ouml;&amp;szlig;erten Zunge, dem q-f&amp;ouml;rmigen g (westgotisches g), dem kleinen r und t, welches oft einen geneigten Querbalken hat (westgotisches t) (Pal&amp;auml;ografie-Vorlesung, Universit&amp;auml;t Hamburg).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Fr&amp;uuml;hgotische&lt;/strong&gt; (ab Ende 11. Jh. bis 13. Jahrhundert), &lt;strong&gt;gotische&lt;/strong&gt; (14. Jh.) und &lt;strong&gt;sp&amp;auml;tgotische&lt;/strong&gt; (16. Jh.) &lt;strong&gt;Minuskel&lt;/strong&gt; im Unterschied zur gotischen Majuskel. Ab dem 11. Jahrhundert vollzog sich ein Stilwandel von der Karolingischen zur Gotischen Minuskel . (Diese Bezeichnung ist nur eine Sammelbezeichnung f&amp;uuml;r viel&amp;auml;ltige Spielarten, die den einzelnen Sonderformen nicht ganz gerecht wird.) Sie entwickelte sich in Belgien und Nordfrankreich und verbreitete sich dann ab dem 12. Jahrhundert &amp;uuml;ber ganz Europa, wo sie sich im 13. und 14. Jahrhundert durchgesetzt hatte. Charakteristisch f&amp;uuml;r alle Varianten (im Gegensatz zur karolingischen Minuskel) sind gerade und gestreckte Sch&amp;auml;fte, auf der Zeile stehenden Buchstaben, die eng zusammenger&amp;uuml;ckt sind, spitze Winkel und eckige Formen. Des Weiteren ist das &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/minuskel_gotisch_a.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Gotische &amp;sbquo;a&amp;lsquo; Minuskel&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Gotische &amp;sbquo;a&amp;lsquo; Minuskel'})&quot;&gt;a&lt;/a&gt; auff&amp;auml;llig, das einen herabh&amp;auml;ngenden oberen Bogen hat. Weitere Erkennungsmerkmale sind das runde d (Gotisches &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/minuskel_gotisch_d.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Gotische &amp;sbquo;d&amp;lsquo; Minuskel&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Gotische &amp;sbquo;d&amp;lsquo; Minuskel'})&quot;&gt;&lt;span class=&quot;highslide&quot;&gt;&lt;span class=&quot;highslide&quot;&gt;d&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;), das runde Schluss-s (Schluss-&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/minuskel_gotisch_s.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Gotische &amp;sbquo;Schluss-s&amp;lsquo; Minuskel&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Gotische &amp;sbquo;Schluss-s&amp;lsquo; Minuskel.'})&quot;&gt;s&lt;/a&gt; das sp&amp;auml;ter einer 8 &amp;auml;hnelt und geschlossen ist) und das lange s (Mitten-&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/minuskel_gotisch_s_mitte.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Gotische &amp;sbquo;Mitten-s&amp;lsquo; Minuskel&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Gotische &amp;sbquo;Mitten-s&amp;lsquo; Minuskel.'})&quot;&gt;s&lt;/a&gt;) in der Wortmitte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Zuge der im 12. und 13. Jahrhundert (wieder-) erreichten Schriftlichkeit waren nun auch verst&amp;auml;rkt Laien in der Lage zu schreiben. Nicht nur der Hochadel, sondern auch der Niederadel sowie das st&amp;auml;dtische B&amp;uuml;rgertum waren wieder zu einer schriftlichen Dokumentation f&amp;auml;hig. Die Erweiterung der Benutzerkreise bedeutete f&amp;uuml;r die bisher relative einheitliche Buchschrift, die gotische Normalschrift &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/minuskel_gotisch_textura.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Gotische Minuskel: Textura&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Gotische Minuskel: Textura, 1456, niederl&amp;auml;ndisch. Hier in merct men dat onse here god nyemant den wech der volcomenheit en wiser die van anderen luden niet gheleert en wil wesen. ende niet doen en'})&quot;&gt;Textura&lt;/a&gt;, das Ende.&amp;nbsp; Die gotische Minuskel, die, wie der Name zu suggerieren versucht, sowieso kein einheitliches Gebilde war, l&amp;auml;sst einige hier besonders zu erw&amp;auml;hnende Spielarten erkennen: Die s&amp;uuml;deurop&amp;auml;ische &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/minuskel_gotisch_rotunda.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Rotunda (14. Jh.)&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Rotunda (14. Jh.). manucar ab illo iubes. Cumque prope il lum esset sacerdos erigens se uir gloriosus genibus flexis, eum cunctis tenentibus. ma gnis lacrimis et suspiriis. et quam pluries percu.'})&quot;&gt;Rotunda&lt;/a&gt; hat breite Buchstaben, ein zweist&amp;ouml;ckiges a und Bogenverbindungen. Die Anf&amp;auml;nge sind am Beginn des 13. Jahrhunderts nachzuweisen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im 14. Jahrhundert wurde als Vorl&amp;auml;ufer der Antiqua die Buchschrift Gotico-Antiqua oder &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/minuskel_gotisch_fere_humanistica.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Fere humanistica, 1370&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Fere humanistica, 1370. uerba extorquent. Audissimus pacis in bellum cogor. Rur sus ecce inuiti trudimur. rursus ad censorium agimur tribu nal. mirum. nescio. an inuide amicitie, an amice dixerim inuidie. Quid non potes liuor improbe, si amicos etiam flamare animos potes? Multa experto hoc mali genus in.'})&quot;&gt;Fere humanistica&lt;/a&gt; geschaffen, indem Elemente aus der Antiqua zur Versch&amp;ouml;nerung der gotischen Schrift verwendet wurden. Die Vielfalt wird durch die allgemeinere Schriftlichkeit noch gesteigert, da jetzt in den gotischen Kursiven (&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/minuskel_gotisch_kursive.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Gotische Kursive (1270/1290)&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Gotische Kursive (1270/1290). In hoc autem non dixerunt recte quia dicunt vnam speciem esse in multis. hec enim duo vi- dentur esse opposita quod aliquid sit separatum per se existens et tamen habeat esse in multis. Causa autem.'})&quot;&gt;Notul&amp;aelig;&lt;/a&gt; genannt) auch eine Gesch&amp;auml;ftsschrift entsteht. Diese Kursiven hatten kleinere, fl&amp;uuml;chtigere und verbundene Buchstaben, deren Oberl&amp;auml;ngen als Schlingen und Schleifen ausgebildet wurde. Auch die Nutzung von Papier bedeutete f&amp;uuml;r die Textura eine einschr&amp;auml;nkende Nutzung, da sie f&amp;uuml;r Papier wenig geeignet war. Die Kursiven haben dann Einfluss auf die Buchschriften genommen und so haben sich aus dieser Mischung die verschiedenen &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/minuskel_gotik_koelner_bastarda.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Gotische Minuskel: K&amp;ouml;lner Bastarda, um 1460&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Gotische Minuskel: K&amp;ouml;lner Bastarda, um 1460. Ind doe Iacob dat erhoirte dat d die voidongen vrkouft wor den in egipten Doe sprach hey zo synen soenen warumb versumet ir dat Ich hain ge hoirt dat da weiss verkoich wirt in egipten lant Gayt hyndar ind geldet vns die noittorft dat wir leuen moe gen ind nyet vertzert en wir- den in armoide Ind herumb.'})&quot;&gt;Bastarden&lt;/a&gt; ausgebildet, die in vielf&amp;auml;ltigen Spielarten verwendet wurde. Als Beispiel ist hier die Fraktur (langes s und f sind charakteristisch) zu nennen. Die Bastarden zeichnen sich durch spitzb&amp;ouml;gige Rundungen und K&amp;ouml;pfe an den oberen Schaftgabelungen aus. (w. o., vgl. auch:&amp;nbsp; Bischoff: 163-186, Brandt: 77, Foerster: 196-215, Goetz: 340.)&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;</summary>
		<content type="html">&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/majuskel.png&quot; alt=&quot;majuskel&quot; width=&quot;199&quot; height=&quot;84&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In den vergangenen Jahrhunderten war der Setzkasten mit den Bleibuchstaben in zwei Bereiche unterteilt:&lt;br /&gt;der obere Teil war den Gro&amp;szlig;- und der untere Teil der Kleinbuchstaben vorbehalten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aus dieser Zeit stammen im Englischen die Begriffe &amp;sbquo;uppercase&amp;rsquo; f&amp;uuml;r Gro&amp;szlig;buchstaben bzw. Majuskel und &amp;sbquo;lowercase&amp;rsquo; f&amp;uuml;r Kleinbuchstaben bzw. Minuskel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/lettercase.png&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Setzkasten mit den typischen upper- und lowercase.&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Setzkasten mit den typischen &amp;sbquo;upper&amp;rsquo;- und &amp;sbquo;lowercase&amp;rsquo;. Quelle: Baines P. / Haslam A., Lust, 2002:74.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/lettercasek.png&quot; alt=&quot;Setzkasten&quot; style=&quot;display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 class=&quot;article&quot;&gt;Majuskel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Abgeleitet aus lat. &amp;sbquo;maior, maius&amp;lsquo; (magnus) = &amp;bdquo;gro&amp;szlig;&amp;ldquo;, (plural: Majuskeln)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bezeichnet die Gro&amp;szlig;buchstaben des Alphabetes. Eine andere verwendete Bezeichnung &amp;bdquo;Versal&amp;ldquo; (plural: Versalien) betrifft eher die Anfangsbuchstaben der Zeilen, Abs&amp;auml;tze, Verse. Eine Majuskelschrift besteht ausschliesslich aus den Gro&amp;szlig;buchstaben und bewegt sich auf dem Zweilinienschema (Obergrenze / H-Linie und Grundlinie). Kapit&amp;auml;lchenschrift, die ebenfalls eine Majuskelschrift ist, bewegt sich hingegen auf dem Dreilinienschema (Obergrenze / H-Linie, x-H&amp;ouml;he und Grundlinie). Im Gegensatz zu den Kapit&amp;auml;lchenalphabeten ist die Buchstabengr&amp;ouml;&amp;szlig;e der Majuskelschrift konstant. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Entwicklung der Majuskel teilt die Pal&amp;auml;ografie in vier Phasen ein:&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Griechische Majuskel&lt;/strong&gt; (9. bis 3. Jahrhundert v. Chr.). Aus dem Semitischen Alphabet wurden in Ph&amp;ouml;nizien die Zeichen weitgehend &amp;uuml;bernommen; die Griechen haben um 900 v. Chr. dieses Konsonantenalphabet um die Vokalzeichen erg&amp;auml;nzt, indem sie die nicht ben&amp;ouml;tigten Zeichen umfunktionierten. Ob es sich dabei um eine Innovation oder Mi&amp;szlig;interpretation handelt, bleibt in der Pal&amp;auml;eografie umstritten. Bis zum Jahr 900 n. Chr. war das griechische Alphabet ein Majuskelalphabet.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;R&amp;ouml;mische Majuskel:&lt;/strong&gt; (Capitalis) (7. Jhdt. v. Chr. bis 5. Jh. n. Chr.). Die Griechen tragen direkt im 7. Jahrhundert v. Chr. zur Entstehung des altitalischen Alphabets bei. Die etruskische Schrift bestand aus folgenden Majuskeln: A B C D E F Z H I K L M N O P Q R S T V X und wurde von rechts nach links geschrieben. Die R&amp;ouml;mer &amp;uuml;bernehmen dieses Alphabet. In darauffolgenden Jahrhunderten entwickeln sich folgende Formen des &amp;bdquo;Abecedariums&amp;ldquo;:&amp;nbsp;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;die &lt;strong&gt;Capitalis Monumentalis&lt;/strong&gt;, meist im Stein gehauen; Die Buchstabenform geht von einem Quadrat aus; die Capitalis kennt weder Wortabst&amp;auml;nde, noch Silbentrennung. Aus diesem Alphabet entwickelte sich die uns bekannte Versalienschrift. Das bekannteste Beispiel f&amp;uuml;r die Majuskelschrift ist die dorische Trajanss&amp;auml;ule aus dem Jahr 113 v. Chr. Auch der &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/titus.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Titusbogen aus dem Jahr 81 v. Chr.&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'SENATUS&amp;lt;br &amp;gt;&amp;lt;/a&amp;gt;POPULUSQUE ROMANUS&amp;lt;br /&amp;gt;DIVO TITO DIVI VESPASIANI F(ILIO)&amp;lt;br /&amp;gt;VESPASIANO AUGUSTO&amp;lt;br /&amp;gt;Der Senat&amp;lt;br /&amp;gt;und das r&amp;ouml;mische Volk (haben diesen Bogen errichtet)&amp;lt;br /&amp;gt;dem verg&amp;ouml;ttlichten Titus Vespasianus Augustus&amp;lt;br /&amp;gt;dem Sohn des verg&amp;ouml;ttlichten Vespasian.'})&quot;&gt;&lt;span class=&quot;highslide&quot;&gt;&lt;span class=&quot;highslide&quot;&gt;Titusbogen&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; aus dem Jahr 81 v. Chr. bietet eine gut erhaltene Capitalis Monumentalis.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;die &lt;strong&gt;Capitalis Quadrata&lt;/strong&gt; leitet ihren Namen von der Form, aus der sich die Buchstaben bilden (Quadrat, Kreis, gleichseitiges Dreieck). Sie wurde f&amp;uuml;r die Prachtb&amp;uuml;cher (&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/capitalis_quadrata.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Capitalis Quadrata&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Virgil, Georgics, I, 141-156, Manuskriptfragment aus dem sp&amp;auml;ten 5 Jh., Vatikanische Bibliothek.'})&quot;&gt;Klassiker-Ausgaben&lt;/a&gt;) zwischen dem 1 und 6 Jh. n.Chr. verwendet. Vereinzelt findet man diesen Stil aber auch im 9. Jahrhundert.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;die &lt;strong&gt;Capitalis Rustica&lt;/strong&gt;, die &amp;bdquo;B&amp;auml;uerliche&amp;ldquo; (&amp;sbquo;rusticus&amp;lsquo; = &amp;bdquo;l&amp;auml;ndlich, b&amp;auml;uerlich&amp;ldquo;), wurde f&amp;uuml;r weniger prunkvolle B&amp;uuml;cher vorwiegend zwischen dem 1. und 5. Jahrhundert n. Chr. verwendet. Sie war durch ihre schmale und kurvige Formgebung f&amp;uuml;r die z&amp;uuml;gige Notation geeigneter als die Quadrata oder Monumenatlis. Aufgrund ihrer Verbreitung und Popularit&amp;auml;t in der Antike wird sie von der Pal&amp;auml;ografie gern auch als &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/capitalis_rustica.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Capitalis Rustica&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Capitalis Rustica: Leiden, Nordost Frankreich, 9 Jh. n. Chr.'})&quot;&gt;kanonisierte Capitalis&lt;/a&gt; bezeichnet.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;die &lt;strong&gt;&amp;auml;ltere r&amp;ouml;mische Kursiv&lt;/strong&gt; ist der Vorl&amp;auml;ufer der Minuskel. In der pal&amp;auml;ografischen Entwicklung zeigt sie erstmals die Drei-Zonen (Ober- und Unterl&amp;auml;ngen), die sp&amp;auml;ter das Merkmal der Minuskel sein werden. Die Capitalis cursiva ist als allt&amp;auml;gliche Gebrauchsschrift vorwiegend f&amp;uuml;r &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/capitalis_cursiva.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Capitalis cursiva&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Vindolanda Inventory No. 88.949. &amp;lt;br /&amp;amp;gttraces [pe]r A[t-&amp;lt;br &amp;gt;&amp;lt;/a&amp;gt;tonem &amp;middot; decurionem &amp;middot;&amp;lt;br /&amp;gt;misi tibi &amp;middot; te &amp;middot; rogo &amp;middot; fra-&amp;lt;br /&amp;gt;ter &amp;middot; continuo &amp;middot; illos &amp;middot; expun-&amp;lt;br /&amp;gt;gas et &amp;middot; nulli &amp;middot; ali &amp;middot; quam&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;bdquo;... I have sent you ... through (?) Atto the decurion. I ask, brother, that you immediately strike them off the list. And no others .... have received. I ask that you send that same (?) Atto back to me. (2nd hand) It is my wish that you enjoy good health, my brother and lord. (Back, 1st hand) To ... prefect, from Celonius Iustus, his colleague.&amp;ldquo; '})&quot;&gt;Korrespondenz&lt;/a&gt; und Gesch&amp;auml;ftsbriefe zwischen dem 1 und 4 Jh. n. Chr. verwendet worden. Eine interessante Sammlung der r&amp;ouml;mischen Tafeln zeigt das &lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/site/puce.gif&quot; alt=&quot;puce&quot; width=&quot;22&quot; height=&quot;12&quot; /&gt;&lt;a href=&quot;http://vindolanda.csad.ox.ac.uk&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Vindolanda Projekt&quot;&gt;Vindolanda-Projekt&lt;/a&gt; (antikes R&amp;ouml;merlager in Vindolanda b. Newcastle / Norden Englands).&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Unziale&lt;/strong&gt; (4. bis 8. Jahrhundert n. Chr.) und Halbunziale. Diese runde Schriftform entstand im Verlauf des 4. Jahrhunderts und wurde bis zum 8. Jahrhundert f&amp;uuml;r den Fliesstext von vielen Buchmanuskripten (Codices) verwendet. Sie wurde mit der Rohrfeder auf Pergament geschrieben; wir kennen sowohl lateinische als auch griechische/byzantinische und kyrillische Formen. Es sind nur circa 300 Manuskripte, meist Teile der Bibel, in Unzialschrift erhalten. Vollst&amp;auml;ndig erhalten sind beispielsweise der &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/codex_sinaiticus.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Codex Sinaiticus&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Codex Sinaiticus 330&amp;ndash;360 n. Chr., Ma&amp;szlig;e: 381 &amp;times; 345 mm'})&quot;&gt;Codex Sinaiticus&lt;/a&gt; (&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/site/puce.gif&quot; alt=&quot;puce&quot; width=&quot;22&quot; height=&quot;12&quot; /&gt;Codex Sinaiticus &lt;a href=&quot;http://codexsinaiticus.org/de/&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Codex Sinaiticus Projekt&quot;&gt;Projektseite&lt;/a&gt;) und der Codex Vaticanus. &amp;Auml;hnlich wie die Capitalis Quadrata, beginnt die Unziale ihre &amp;bdquo;kalligraphische Karriere&amp;ldquo; als reine Buchschrift, doch sie wurde auch in Stein gemeisselt und in Metal geform. Die Stationen der Entwicklung der Unziale zeigen noch zwei bedeutende Etappen, die keine funktionale Verwandschaft mit der Urform zeigen. Nach 800 wurde sie nur noch als Auszeichnungsschrift verwendet, f&amp;uuml;r prunkvolle Titel und Untertitel. Hier beginnt sie Farbe anzunehmen; sie wird nicht nur in Rot, sondern auch oft in Blau und Gr&amp;uuml;n geschrieben &amp;ndash; besser gesagt: gemalt. In einer dritten Lebensphase schm&amp;uuml;ckt sie als Initiale unz&amp;auml;hlige Manuskripte und Inkunabeln, welche mit gotischen Buchstaben geschrieben (und sp&amp;auml;ter, gedruckt) wurden. So erscheint sie, zum Beispiel, in der B-42 von Gutenberg (Seite 79). Im sp&amp;auml;ten Erscheinungsbild &amp;ndash; als Initiale &amp;ndash;, wurden die Versalformen der Unziale nicht kalligraphisch hergestellt, da sie nicht mit einer Feder erzeugt wurden. Vielmehr wurden sie mit feinen Pinseln entworfen und behutsam farbig ausgemalt. In dieser dritten Erscheinungsform ist die Verwendung von Farben besonders &amp;uuml;ppig; die Schmuck-Unzialen d&amp;uuml;rfen als die &amp;bdquo;buntesten Buchstaben&amp;ldquo; der ganzen europ&amp;auml;ischen Schriftentwicklung gelten (Quelle: &amp;bdquo;Cadernos de Tipografia e Design&amp;ldquo;, Nr. 18, Dezember 2010, S. 47).&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Gotische Majuskel&lt;/strong&gt; (13. und 14. Jahrhundert n. Chr.). Mischmajuskel &amp;ndash; in Fortf&amp;uuml;hrung der Entwicklung der romanischen Majuskel &amp;ndash; mit zunehmendem Anteil runder Formen. Typisch sind keilf&amp;ouml;rmig verbreiterte Schaft- und Balkenenden, Bogenschwellungen, eine gesteigerte, einheitlichen Prinzipien folgende Fl&amp;auml;chigkeit sowie die Vergr&amp;ouml;&amp;szlig;erung der Sporen an Schaft-, Balken- und Bogenenden, die zu einem v&amp;ouml;lligen Abschlu&amp;szlig; des Buchstaben f&amp;uuml;hren k&amp;ouml;nnen. (Quelle: Reichert L., Die deutschen Inschriften, Wiesbaden: 1999, S. 28). Die Gotische Majuskel wird vorwiegend in Epigraphen verwendet. Unser &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/gotische_majuskel.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Gotische Majuskel&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Johanneskapelle in P&amp;uuml;rgg (Steiermark): Agnus Dei im Chorgew&amp;ouml;lbe IN CHRISTO DANT NACIONES AGNI PRECONES und die Namen der Evangelisten: MATHEUS, LVCAS, MARCUS &amp;ndash; romanische Majuskel um 1160 n Chr., Bild: typovia e. U. 2003'})&quot;&gt;Beispiel&lt;/a&gt;&lt;span class=&quot;highslide&quot;&gt; &lt;/span&gt;zeigt einen Ausschnitt des Decken-Freskos der Johannes Kapelle in P&amp;uuml;rgg in der Steiermark (um 1160 n. Chr.).&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h2 class=&quot;article&quot;&gt;Minuskel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Abgeleitet aus lat. &amp;sbquo;minus&amp;lsquo; (comp. zu parvus) = &amp;bdquo;klein, gering, kurz&amp;ldquo;, (plural: Minuskeln)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bezeichnet die Kleinbuchstaben. Der Name &amp;bdquo;Gemeine&amp;ldquo; (nur im plural) wird im deutschsprachigen Raum verwendet; er stammt von &amp;bdquo;gew&amp;ouml;hnlich, h&amp;auml;ufig vorkommend, verbreitet&amp;ldquo; und bedeutet den &amp;bdquo;gemeinen Zeichenvorrat&amp;ldquo; d. h. die restlichen Kleinbuchtstaben der Brotschrift, die bis zu Beendigung der Arbeit zur Verf&amp;uuml;gung stehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Minuskeln h&amp;auml;ngen in ihrer Entwicklung von der Majuskel ab: die Umwandlung der Gro&amp;szlig;buchstaben durch die Schnelligkeit und Fl&amp;uuml;chtigkeit des Handgeschriebenen. &lt;br /&gt;Die Pal&amp;auml;ografie unterscheidet folgende Entwicklungsphasen der Minuskel:&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Griechische Minuskel&lt;/strong&gt; im Unterschied zur griechischen Majuskel und Unziale. &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/minuskel_griechisch.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Griechische Minuskel: Uspensky Evangelien, 835 n. Chr.&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Griechische Minuskel. Uspensky Evangelien (enstanden 835 in Konstantinopel).'})&quot;&gt;Beispiel&lt;/a&gt;.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;R&amp;ouml;mische Minuskel &lt;/strong&gt;im Unterschied zur r&amp;ouml;mischen Majuskel, Unziale, Halbunziale. &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/minuskel_juengere.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;J&amp;uuml;ngere r&amp;ouml;mische Kursive&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'J&amp;uuml;ngere r&amp;ouml;mische Kursive, 2. H&amp;auml;lfte 6 Jh., Tj&amp;auml;der Taf. 15'})&quot;&gt;Beispiel&lt;/a&gt;&lt;span class=&quot;highslide&quot;&gt;.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Schon vom ersten Auftreten kursiver lateinischer Schriftdenkm&amp;auml;ler am Ende des 1.Jh. v. Chr. an zeigt die r&amp;ouml;mische Kursive, soweit sie als Gebrauchsschrift in den Papyri erscheint, drei Jahrhunderte lang mannigfache formale Ver&amp;auml;nderungen in bezug auf Richtung, Buchstabenverbindung, Verteilung der Haar- und Druckstriche und Ausbildung der Ober- und Unterl&amp;auml;ngen. Seit dem Ende des 3. Jh. ist die r&amp;ouml;mische Kursive als Vierzeilenschrift anzusprechen, in der die Oberl&amp;auml;ngen von b, d, h, i, 1, und die Unterl&amp;auml;ngen von g, p, q das Schriftbild bestimmen. Man pflegt diese Vierzeilenschrift mit ihren schmalen Buchstaben seit etwa 300 als j&amp;uuml;ngere r&amp;ouml;mische Kursive (Minuskelkursive) zu bezeichnen. Gegen&amp;uuml;ber der neuerdings aufgestellten These einer Entstehung dieser Kursive aus der Halbunziale ist doch wohl an der organischen Ableitung aus der &amp;auml;lteren, zweizeiligen (Majuskel-) Kursive festzuhalten. Diese lebte &amp;uuml;brigens in der Kanzlei der r&amp;ouml;mischen Kaiser, als einleitende Auszeichnungsschrift in den Protokollen der Gesta municipalia und in den als Zahlzeichen verwendeten Buchstaben D, L, M weiter. Im 4. Jh., als Kaiser Konstantin mit der Neugr&amp;uuml;ndung einer Kaiserresidenz am Bosporus den Grundstein f&amp;uuml;r das tausendj&amp;auml;hrige byzantinische Rhom&amp;auml;erreich legte, als der Osten und Westen des Imperium Romanum in Verwaltung und Kultur sich noch enger verflochten als vordem, beginnt die merkliche gegenseitige Beeinflussung von griechischer und lateinischer Kursive, die auch noch in den beiden folgenden Jahrhunderten mit H&amp;auml;nden zu greifen ist (Quelle: Hunger H., Zum antiken und mittelalterlichen Schriftwesen: Lateinische Palaiographie, M&amp;uuml;nchen: 1975.&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Karolingische Minuskel&lt;/strong&gt; (um 780 bis 12. Jahrhundert) im Unterschied zur karolingischen Majuskel. &lt;span class=&quot;highslide&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/minuskel_karolingisch_freising.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Karolingische Minuskel&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Karolingische Minuskel. Freising Manuskript entstanden zwischen 972 und 1039. Slowenisch.'})&quot;&gt;&lt;span class=&quot;highslide&quot;&gt;Beispiel&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;.&lt;/span&gt;
&lt;p&gt;Mit den Jahrzehnten um 800, d. h. mit der Regierungszeit Karls des Gro&amp;szlig;en, hat f&amp;uuml;r die weitere Entwicklung der lateinischen Schrift im Mittelalter die entscheidende Stunde geschlagen. Zwar k&amp;ouml;nnen wir es ebensowenig wie bei der S&amp;auml;uberung der griechischen Minuskel im 15. Jh. exakt beweisen, da&amp;szlig; eine Schriftreform angeordnet und durchgef&amp;uuml;hrt wurde. Aber hier wie dort kennen wir eine F&amp;uuml;lle von Handschriften, die an sich schon eine deutliche, klare Sprache sprechen. Es ist ja nur zu verst&amp;auml;ndlich, da&amp;szlig; ein Herrscher, der sich nicht mit der Gr&amp;uuml;ndung und politischen Sicherung eines Gro&amp;szlig;reichs begn&amp;uuml;gte, sondern auch der Kultur dieses Reichs gr&amp;ouml;&amp;szlig;te Aufmerksamkeit zuwandte, der selbst noch im h&amp;ouml;heren Alter schreiben lernte, f&amp;uuml;r die Schrift und ihre Formen sehr aufgeschlossen war. Wir besitzen noch eine Reihe von Prachthandschriften, die aus der Hofschule Karls hervorgingen und deren Miniaturen der nach Karls angeblicher Schwester Ada benannten Schule von Buchmalern entstammen. Hierher geh&amp;ouml;ren der Trierer Codex aureus (Ada-Evangeliar), das Godescalc-Evangelistar, das Evangeliar der Pariser Arsenalbibliothek und der Goldene Psalter (&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/minuskel_karolingisch_daguif.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Dagulf Psalter&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Faksimile des Dagulf Psalters.'})&quot;&gt;Dagulf-Psalter&lt;/a&gt;) in der &amp;Ouml;sterreichischen Nationalbibliothek. An diesen Kodizes, die in Nachahmung byzantinischer imperialer Prunkhandschriften, teils durchlaufend, teils vereinzelt, Gold- und Silberschrift auf Purpurpergament aufweisen, kann man die zweifache Tendenz der karolingischen Schriftreform ablesen. Einerseits versuchte man mit der Wiederbelebung der antiken Literatur im Rahmen der sog. karolingischen Renaissance auch die alten lateinischen Buchschriften, die Capitalis, die Unziale und Halbunziale, nicht nur als Auszeichnungsschriften, zu neuem Leben zu erwecken. Diesen archaisierenden Tendenzen war nur ein zeitlich begrenzter Erfolg beschieden, der &amp;uuml;ber das 10. Jh. kaum hinausreichte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Andrerseits sollte eine gut lesbare, einheitlich stilisierte Minuskel geschaffen werden, die dem Ideal einer Vierzeilenschrift besser entsprach als die Halhunziale, von den K&amp;uuml;rzungen und Ligaturen der Halbkursive frei war und im ganzen gef&amp;auml;llige Proportionen zu einem &amp;auml;sthetisch befriedigenden Schriftbild verband. So pr&amp;auml;sentiert sich uns die karolingische Minuskel als eine Buchschrift hohen Ranges, in der auch die Buchstaben a, g, n dem Minuskelalphabet angepa&amp;szlig;t sind und &amp;auml;hnlich wie hei der griechischen Perlschrift ein idealer Ausgleich von Rundungen und Geraden erzielt werden konnte. Das oben erw&amp;auml;hnte Godescalc-Evangelistar ist in wiederbelebter Unziale, die &amp;Uuml;berschriften in Capitalis zwischen 781 und 783 geschrieben, enth&amp;auml;lt aber auch ein Widmungsgedicht in karolingischer Minuskel von der Hand des Schreibers Godescalc. Der Goldene Psalter wiederum weist charakteristische &amp;Uuml;berschriften und Initialen in Capitalis und Unziale auf, w&amp;auml;hrend der Text selbst, noch vor 795, von Dagulf in karolingischer Minuskel geschrieben wurde (w. o.).&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Insulare Minuskel&lt;/strong&gt;: vom 8. bis ins 12.Jahrhundert im angels&amp;auml;chsisch-irischen Raum verbreitet. &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/minuskel_book_of_armagh.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Book of Armagh&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Book of Armagh, Codex Ardmachanus aus dem Jahr 807 n. Chr., Trinity College, Dublin. '})&quot;&gt;Beispiel&lt;/a&gt;.
&lt;p&gt;Neben dieser breiten ornamentalen Halbunziale beobachten wir eine ganz anders geartete insulare Minuskel, eine ausgesprochene Spitzschrift mit schmalen, spie&amp;szlig;igen Formen, die an die Z&amp;auml;hne eines Kammes erinnern, und mit einem oben spitz geschlossenen a. g zeigt halhunziale Form &amp;hellip;, r hat eine gro&amp;szlig;e Unterlange und &amp;auml;hnelt dem langen s, dessen Bogen sich aber nicht mehr wie beim r nach oben wendet. Die nach unten d&amp;uuml;nner werdenden, spitzen Unterl&amp;auml;ngen geben der Schrift ihr charakteristisches Gepr&amp;auml;ge. Dazu tr&amp;auml;gt ein bestimmter Federschnitt und die Federhaltung &amp;ndash; Ellbogen vom K&amp;ouml;rper weit abgewinkelt &amp;ndash; bei. Die Schrift steht senkrecht, ist gelegentlich eher links geneigt, zeigt scharfe Spitzen und kantige Konturen sowie keilf&amp;ouml;rmig ansetzende Oberl&amp;auml;ngen. Diese sehr platzsparende Schrift, die man gerne als irische Minuskel bezeichnet, eignet sich trefflich f&amp;uuml;r Glossen und Marginalien aller Art, wo sie manchmal in richtigen Zwergformen auftritt. Viele Kodizes sind aber auch zur G&amp;auml;nze in dieser an K&amp;uuml;rzungen und Ligaturen reichen Schrift geschrieben, die sich bis ins hohe Mittelalter (12. Jh.) erhalten konnte. Da die Grenze zwischen dieser &amp;bdquo;irischen&amp;ldquo; und einer &amp;bdquo;angels&amp;auml;chsischen&amp;ldquo; Minuskel oft kaum zu ziehen ist, empfiehlt es sich auch hier, von &amp;sbquo;insularer Minuskel&amp;lsquo; zu sprechen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf englischem Boden lassen sich verschiedene Lokaltraditionen feststellen, die in den festl&amp;auml;ndischen Klostergr&amp;uuml;ndungen und Skriptorien angels&amp;auml;chsischer Missionare fortwirkten. So lebt der nordhumbrische Stil im 8. Jh. im Kloster Echternach (gegr&amp;uuml;ndet vom hl. Villibrord), der s&amp;uuml;denglische hingegen im Missionsgebiet des hl. Bonifatius (Mainfranken, Hessen), besonders in dem von ihm gegr&amp;uuml;ndeten Kloster Fulda bis in die Mitte des 9. Jh. weiter. Ebenso stark ist der insulare Einflu&amp;szlig; in den Handschriften kontinentaler Kl&amp;ouml;ster mit irischer Gr&amp;uuml;ndertraditionen wie Luxeuil (Burgund) und Bobbio (bei Piacenza; beide vom hl. Kolumban gegr&amp;uuml;ndet), St. Gallen und in dem vom hl. Kilian missionierten Frankenland. Aber auch an vielen anderen Orten wie Salzburg, der Reichenau, Fulda, Regensburg und Mainz k&amp;ouml;nnen wir insularen Einflu&amp;szlig; zum Teil noch bis ins sp&amp;auml;te 11. Jh. nachweisen (w. o.).&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Westgotische Minuskel&lt;/strong&gt; (&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/minuskel_westgotisch.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Westgotische Schrift&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Westgotische Schrift (11. Jhd.): Pro factis diuinis, plerumque et dicta ponuntur ; idcirco quia non operatione manuum deus, sed dicendi imperio operatur. Sicut scriptum est : Dixit et facta sunt, mandabit et.'})&quot;&gt;spanische Minuskel&lt;/a&gt;): ab dem 8. Jahrhundert auf der iberischen Halbinsel verbreitet, seit dem 10. Jahrhundert zunehmend von der karolingischen Minuskel verdr&amp;auml;ngt. Die Anf&amp;auml;nge der westgotischen Schrift in Spanien lassen sich im 7. Jahrhundert vermuten, wobei anzumerken ist, dass diese Kursivminuskel ihre Besonderheiten erst gegen Mitte, Ende des 7. Jahrhunderts erhielt. Sie wurde in etwa bis in das 11. Jahrhundert verwendet. Entstanden ist sie aus der Kursive. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich aus dieser Gebrauchsschrift auch eine feine Buchschrift. Charakteristisch f&amp;uuml;r die kr&amp;auml;ftigen und steilen Oberl&amp;auml;ngen sind die an den Oberl&amp;auml;ngen oft verdickten Buchstaben. Erkennbar ist diese Schrift an dem offenen u-f&amp;ouml;rmigen a (westgotisches a), dem e mit einer vergr&amp;ouml;&amp;szlig;erten Zunge, dem q-f&amp;ouml;rmigen g (westgotisches g), dem kleinen r und t, welches oft einen geneigten Querbalken hat (westgotisches t) (Pal&amp;auml;ografie-Vorlesung, Universit&amp;auml;t Hamburg).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Fr&amp;uuml;hgotische&lt;/strong&gt; (ab Ende 11. Jh. bis 13. Jahrhundert), &lt;strong&gt;gotische&lt;/strong&gt; (14. Jh.) und &lt;strong&gt;sp&amp;auml;tgotische&lt;/strong&gt; (16. Jh.) &lt;strong&gt;Minuskel&lt;/strong&gt; im Unterschied zur gotischen Majuskel. Ab dem 11. Jahrhundert vollzog sich ein Stilwandel von der Karolingischen zur Gotischen Minuskel . (Diese Bezeichnung ist nur eine Sammelbezeichnung f&amp;uuml;r viel&amp;auml;ltige Spielarten, die den einzelnen Sonderformen nicht ganz gerecht wird.) Sie entwickelte sich in Belgien und Nordfrankreich und verbreitete sich dann ab dem 12. Jahrhundert &amp;uuml;ber ganz Europa, wo sie sich im 13. und 14. Jahrhundert durchgesetzt hatte. Charakteristisch f&amp;uuml;r alle Varianten (im Gegensatz zur karolingischen Minuskel) sind gerade und gestreckte Sch&amp;auml;fte, auf der Zeile stehenden Buchstaben, die eng zusammenger&amp;uuml;ckt sind, spitze Winkel und eckige Formen. Des Weiteren ist das &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/minuskel_gotisch_a.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Gotische &amp;sbquo;a&amp;lsquo; Minuskel&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Gotische &amp;sbquo;a&amp;lsquo; Minuskel'})&quot;&gt;a&lt;/a&gt; auff&amp;auml;llig, das einen herabh&amp;auml;ngenden oberen Bogen hat. Weitere Erkennungsmerkmale sind das runde d (Gotisches &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/minuskel_gotisch_d.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Gotische &amp;sbquo;d&amp;lsquo; Minuskel&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Gotische &amp;sbquo;d&amp;lsquo; Minuskel'})&quot;&gt;&lt;span class=&quot;highslide&quot;&gt;&lt;span class=&quot;highslide&quot;&gt;d&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;), das runde Schluss-s (Schluss-&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/minuskel_gotisch_s.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Gotische &amp;sbquo;Schluss-s&amp;lsquo; Minuskel&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Gotische &amp;sbquo;Schluss-s&amp;lsquo; Minuskel.'})&quot;&gt;s&lt;/a&gt; das sp&amp;auml;ter einer 8 &amp;auml;hnelt und geschlossen ist) und das lange s (Mitten-&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/minuskel_gotisch_s_mitte.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Gotische &amp;sbquo;Mitten-s&amp;lsquo; Minuskel&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Gotische &amp;sbquo;Mitten-s&amp;lsquo; Minuskel.'})&quot;&gt;s&lt;/a&gt;) in der Wortmitte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Zuge der im 12. und 13. Jahrhundert (wieder-) erreichten Schriftlichkeit waren nun auch verst&amp;auml;rkt Laien in der Lage zu schreiben. Nicht nur der Hochadel, sondern auch der Niederadel sowie das st&amp;auml;dtische B&amp;uuml;rgertum waren wieder zu einer schriftlichen Dokumentation f&amp;auml;hig. Die Erweiterung der Benutzerkreise bedeutete f&amp;uuml;r die bisher relative einheitliche Buchschrift, die gotische Normalschrift &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/minuskel_gotisch_textura.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Gotische Minuskel: Textura&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Gotische Minuskel: Textura, 1456, niederl&amp;auml;ndisch. Hier in merct men dat onse here god nyemant den wech der volcomenheit en wiser die van anderen luden niet gheleert en wil wesen. ende niet doen en'})&quot;&gt;Textura&lt;/a&gt;, das Ende.&amp;nbsp; Die gotische Minuskel, die, wie der Name zu suggerieren versucht, sowieso kein einheitliches Gebilde war, l&amp;auml;sst einige hier besonders zu erw&amp;auml;hnende Spielarten erkennen: Die s&amp;uuml;deurop&amp;auml;ische &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/minuskel_gotisch_rotunda.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Rotunda (14. Jh.)&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Rotunda (14. Jh.). manucar ab illo iubes. Cumque prope il lum esset sacerdos erigens se uir gloriosus genibus flexis, eum cunctis tenentibus. ma gnis lacrimis et suspiriis. et quam pluries percu.'})&quot;&gt;Rotunda&lt;/a&gt; hat breite Buchstaben, ein zweist&amp;ouml;ckiges a und Bogenverbindungen. Die Anf&amp;auml;nge sind am Beginn des 13. Jahrhunderts nachzuweisen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im 14. Jahrhundert wurde als Vorl&amp;auml;ufer der Antiqua die Buchschrift Gotico-Antiqua oder &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/minuskel_gotisch_fere_humanistica.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Fere humanistica, 1370&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Fere humanistica, 1370. uerba extorquent. Audissimus pacis in bellum cogor. Rur sus ecce inuiti trudimur. rursus ad censorium agimur tribu nal. mirum. nescio. an inuide amicitie, an amice dixerim inuidie. Quid non potes liuor improbe, si amicos etiam flamare animos potes? Multa experto hoc mali genus in.'})&quot;&gt;Fere humanistica&lt;/a&gt; geschaffen, indem Elemente aus der Antiqua zur Versch&amp;ouml;nerung der gotischen Schrift verwendet wurden. Die Vielfalt wird durch die allgemeinere Schriftlichkeit noch gesteigert, da jetzt in den gotischen Kursiven (&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/minuskel_gotisch_kursive.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Gotische Kursive (1270/1290)&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Gotische Kursive (1270/1290). In hoc autem non dixerunt recte quia dicunt vnam speciem esse in multis. hec enim duo vi- dentur esse opposita quod aliquid sit separatum per se existens et tamen habeat esse in multis. Causa autem.'})&quot;&gt;Notul&amp;aelig;&lt;/a&gt; genannt) auch eine Gesch&amp;auml;ftsschrift entsteht. Diese Kursiven hatten kleinere, fl&amp;uuml;chtigere und verbundene Buchstaben, deren Oberl&amp;auml;ngen als Schlingen und Schleifen ausgebildet wurde. Auch die Nutzung von Papier bedeutete f&amp;uuml;r die Textura eine einschr&amp;auml;nkende Nutzung, da sie f&amp;uuml;r Papier wenig geeignet war. Die Kursiven haben dann Einfluss auf die Buchschriften genommen und so haben sich aus dieser Mischung die verschiedenen &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/minuskel_gotik_koelner_bastarda.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Gotische Minuskel: K&amp;ouml;lner Bastarda, um 1460&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Gotische Minuskel: K&amp;ouml;lner Bastarda, um 1460. Ind doe Iacob dat erhoirte dat d die voidongen vrkouft wor den in egipten Doe sprach hey zo synen soenen warumb versumet ir dat Ich hain ge hoirt dat da weiss verkoich wirt in egipten lant Gayt hyndar ind geldet vns die noittorft dat wir leuen moe gen ind nyet vertzert en wir- den in armoide Ind herumb.'})&quot;&gt;Bastarden&lt;/a&gt; ausgebildet, die in vielf&amp;auml;ltigen Spielarten verwendet wurde. Als Beispiel ist hier die Fraktur (langes s und f sind charakteristisch) zu nennen. Die Bastarden zeichnen sich durch spitzb&amp;ouml;gige Rundungen und K&amp;ouml;pfe an den oberen Schaftgabelungen aus. (w. o., vgl. auch:&amp;nbsp; Bischoff: 163-186, Brandt: 77, Foerster: 196-215, Goetz: 340.)&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;</content>
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		<title>Kapitälchen</title>
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		<published>2017-01-02T08:56:43+00:00</published>
		<updated>2017-01-02T08:56:43+00:00</updated>
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		<author>
			<name>Super User</name>
		</author>
		<summary type="html">&lt;p&gt;Kapit&amp;auml;lchen (von lat. &amp;sbquo;capitalis&amp;lsquo; = &amp;bdquo;den Kopf betreffend&amp;ldquo;, engl. Abk&amp;uuml;rzung &amp;sbquo;small caps&amp;lsquo; von &amp;sbquo;small capitalis&amp;lsquo;) sind Buchstaben, die die Form von Gro&amp;szlig;buchstaben in der Gr&amp;ouml;&amp;szlig;e von Kleinbuchstaben haben und wie Kleinbuchstaben verwendet werden. Kapit&amp;auml;lchen werden eingesetzt, um einzelne W&amp;ouml;rter oder Wortgruppen wie Eigennamen oder Buchtitel hervorzuheben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/smallcaps_freddie.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;small caps&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Der Einsatz der Kapit&amp;auml;lchen: sie haben die x-H&amp;ouml;he der Minuskel.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/smallcaps_freddiek.png&quot; alt=&quot;small caps&quot; title=&quot;small caps&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei der Schrift handelt es sich derzeit noch um einen eigenst&amp;auml;dnigen Zeichensatz, den man gesondert erwerben und installieren muss. Die Schrift wird im Schrift-Men&amp;uuml; als &amp;bdquo;Small Caps&amp;bdquo; &amp;bdquo;SC&amp;ldquo; oder &amp;bdquo;Capitals&amp;ldquo; bzw. &amp;bdquo;Kapit&amp;auml;lchen&amp;ldquo; angezeigt. Kapit&amp;auml;lchen brauchen einen etwas gr&amp;ouml;&amp;szlig;eren Buchstabenabstand als normale Kleinbuchstaben (Gemeine): sie werden gesperrt. Bei normalem Buchstabenabstand w&amp;uuml;rden sie eingeengt wirken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/smallcaps.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Ein Alphabet mit den Majuskeln, Minuskeln und Kapit&amp;auml;lchen&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Ein Alphabet mit den Majuskeln, Minuskeln und Kapit&amp;auml;lchen. Am Schluss die Medi&amp;auml;valziffern.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/smallcapsk.png&quot; alt=&quot;Ein Alphabet mit den Majuskeln, Minuskeln und Kapit&amp;auml;lchen&quot; title=&quot;Ein Alphabet mit den Majuskeln, Minuskeln und Kapit&amp;auml;lchen&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die OpenType Technologie erm&amp;ouml;glicht seit langem die Einbettung der Kapit&amp;auml;lchen in den regul&amp;auml;ren Schriftsatz. &lt;br /&gt;Sehr wenige Schriften werden jedoch mit diesem Kapit&amp;auml;lchen-Umfang im Regular-Schnitt ausgeliefert. So sollte man meist den Expert Zeichensatz verwenden, um die echten Kapit&amp;auml;lchen einsetzen zu k&amp;ouml;nnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;Vorsicht beim Einsatz der Kapit&amp;auml;lchen in den Textverarbeitungsprogrammen, wie z. B. Microsoft Word&amp;trade;. Diese Anwendung verwendet keine Kapit&amp;auml;lchen (auch wenn verf&amp;uuml;gbar!), sondern benutzt den Majuskel-Zeichensatz und verzerrt diesen elektronisch. Aus diesem Grund raten wir von der Verwendung von Kapit&amp;auml;lchen in den Textverarbeitungsprogrammen dringend ab.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/word_01.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Kapit&amp;auml;lchen unter MS Word&amp;trade;&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Kapit&amp;auml;lchen unter MS Word&amp;trade;: oben ist der Small Caps Zeichensatz sichtbar.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/word_01k.png&quot; alt=&quot;Kapit&amp;auml;lchen unter MS Word&amp;trade;&quot; title=&quot;Kapit&amp;auml;lchen unter MS Word&amp;trade;&quot; /&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/word_02.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Der Einsatz der Kapit&amp;auml;lchen unter MS Word&amp;trade;&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Der Einsatz der erzwungenen Kapit&amp;auml;lchen unter MS Word&amp;trade;: katastrophales Ergebnis!'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/word_02k.png&quot; alt=&quot;Der Einsatz der Kapit&amp;auml;lchen unter MS Word&amp;trade;&quot; title=&quot;Der Einsatz der Kapit&amp;auml;lchen unter MS Word&amp;trade;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im HTML Code ist der Einsatz von Kapit&amp;auml;lchen m&amp;ouml;glich und geschieht mittels CSS-Befehl: font-variant: small-caps; &lt;br /&gt;Auch in diesem Fall werden die Schriften lediglich gerendert und verzerrt; auch hier wird kein echter Kapit&amp;auml;lchen Zeichensatz verwendet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;</summary>
		<content type="html">&lt;p&gt;Kapit&amp;auml;lchen (von lat. &amp;sbquo;capitalis&amp;lsquo; = &amp;bdquo;den Kopf betreffend&amp;ldquo;, engl. Abk&amp;uuml;rzung &amp;sbquo;small caps&amp;lsquo; von &amp;sbquo;small capitalis&amp;lsquo;) sind Buchstaben, die die Form von Gro&amp;szlig;buchstaben in der Gr&amp;ouml;&amp;szlig;e von Kleinbuchstaben haben und wie Kleinbuchstaben verwendet werden. Kapit&amp;auml;lchen werden eingesetzt, um einzelne W&amp;ouml;rter oder Wortgruppen wie Eigennamen oder Buchtitel hervorzuheben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/smallcaps_freddie.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;small caps&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Der Einsatz der Kapit&amp;auml;lchen: sie haben die x-H&amp;ouml;he der Minuskel.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/smallcaps_freddiek.png&quot; alt=&quot;small caps&quot; title=&quot;small caps&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei der Schrift handelt es sich derzeit noch um einen eigenst&amp;auml;dnigen Zeichensatz, den man gesondert erwerben und installieren muss. Die Schrift wird im Schrift-Men&amp;uuml; als &amp;bdquo;Small Caps&amp;bdquo; &amp;bdquo;SC&amp;ldquo; oder &amp;bdquo;Capitals&amp;ldquo; bzw. &amp;bdquo;Kapit&amp;auml;lchen&amp;ldquo; angezeigt. Kapit&amp;auml;lchen brauchen einen etwas gr&amp;ouml;&amp;szlig;eren Buchstabenabstand als normale Kleinbuchstaben (Gemeine): sie werden gesperrt. Bei normalem Buchstabenabstand w&amp;uuml;rden sie eingeengt wirken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/smallcaps.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Ein Alphabet mit den Majuskeln, Minuskeln und Kapit&amp;auml;lchen&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Ein Alphabet mit den Majuskeln, Minuskeln und Kapit&amp;auml;lchen. Am Schluss die Medi&amp;auml;valziffern.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/smallcapsk.png&quot; alt=&quot;Ein Alphabet mit den Majuskeln, Minuskeln und Kapit&amp;auml;lchen&quot; title=&quot;Ein Alphabet mit den Majuskeln, Minuskeln und Kapit&amp;auml;lchen&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die OpenType Technologie erm&amp;ouml;glicht seit langem die Einbettung der Kapit&amp;auml;lchen in den regul&amp;auml;ren Schriftsatz. &lt;br /&gt;Sehr wenige Schriften werden jedoch mit diesem Kapit&amp;auml;lchen-Umfang im Regular-Schnitt ausgeliefert. So sollte man meist den Expert Zeichensatz verwenden, um die echten Kapit&amp;auml;lchen einsetzen zu k&amp;ouml;nnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;Vorsicht beim Einsatz der Kapit&amp;auml;lchen in den Textverarbeitungsprogrammen, wie z. B. Microsoft Word&amp;trade;. Diese Anwendung verwendet keine Kapit&amp;auml;lchen (auch wenn verf&amp;uuml;gbar!), sondern benutzt den Majuskel-Zeichensatz und verzerrt diesen elektronisch. Aus diesem Grund raten wir von der Verwendung von Kapit&amp;auml;lchen in den Textverarbeitungsprogrammen dringend ab.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/word_01.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Kapit&amp;auml;lchen unter MS Word&amp;trade;&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Kapit&amp;auml;lchen unter MS Word&amp;trade;: oben ist der Small Caps Zeichensatz sichtbar.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/word_01k.png&quot; alt=&quot;Kapit&amp;auml;lchen unter MS Word&amp;trade;&quot; title=&quot;Kapit&amp;auml;lchen unter MS Word&amp;trade;&quot; /&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/word_02.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Der Einsatz der Kapit&amp;auml;lchen unter MS Word&amp;trade;&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Der Einsatz der erzwungenen Kapit&amp;auml;lchen unter MS Word&amp;trade;: katastrophales Ergebnis!'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/word_02k.png&quot; alt=&quot;Der Einsatz der Kapit&amp;auml;lchen unter MS Word&amp;trade;&quot; title=&quot;Der Einsatz der Kapit&amp;auml;lchen unter MS Word&amp;trade;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im HTML Code ist der Einsatz von Kapit&amp;auml;lchen m&amp;ouml;glich und geschieht mittels CSS-Befehl: font-variant: small-caps; &lt;br /&gt;Auch in diesem Fall werden die Schriften lediglich gerendert und verzerrt; auch hier wird kein echter Kapit&amp;auml;lchen Zeichensatz verwendet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;</content>
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		<title>Kursive</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.typovia.at/index.php/typografie/grundlagen/kursive"/>
		<published>2017-01-02T08:57:12+00:00</published>
		<updated>2017-01-02T08:57:12+00:00</updated>
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			<name>Super User</name>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/kursive.png&quot; alt=&quot;kursive&quot; width=&quot;199&quot; height=&quot;84&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;Die Bezeichnung &amp;bdquo;Kursive&amp;ldquo; stammt aus dem Lateinischem &amp;sbquo;currere&amp;lsquo; = laufen, rennen und steht f&amp;uuml;r schr&amp;auml;g &amp;ndash; meist nach rechts geneigte &amp;ndash; laufende Schrift.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Geschichte der Typografie h&amp;auml;ngt unmittelbar zusammen mit der handgeschriebenen Schrift und Kalligrafie. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Form der Glyphen und der Duktus der Schrift &amp;ndash; die sich aus der Form der Spitze des Schreibwerkzeugs und seiner F&amp;uuml;hrung&amp;nbsp; mit der Hand ergeben haben &amp;ndash; haben sp&amp;auml;ter auch Einflu&amp;szlig; auf die Form und das Aussehen der geschnitzten, gegossenen bzw. gedruckten Schrift. W&amp;auml;hrend die Majuskeln (Gro&amp;szlig;buchstaben) von den r&amp;ouml;mischen Inschriften (Antikes Rom, Trajanss&amp;auml;ule) und die Minuskeln (Kleinbuchstaben, Gemeine) aus den Kleinbuchstaben des altgriechischen und r&amp;ouml;mischen Alphabets abegeleitet werden, ist die Kursive eine Nachahmung der handgeschriebenen Schrift.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die zahlreichen Abschriften der Majuskel-Schriften (Capitalis) f&amp;uuml;hrten zur Entstehung einer Majuskelkurssive (Capitalis Cursiva). Durch die st&amp;auml;ndige Ver&amp;auml;nderung der Form der Buchstaben entwickelte sich schliesslich die Minuskel mit den langen Endungen und Schleifen oben und unten (daher die Bezeichnung der Drei-Zonen-Schrift der &amp;bdquo;j&amp;uuml;ngeren r&amp;ouml;mischen Kursive&amp;ldquo;).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Ausbreitung des Frankenreiches des Kaisers Karl des Gro&amp;szlig;en f&amp;uuml;hrte zur Entstehung der &amp;bdquo;karolingischen Minuskel&amp;ldquo; in der geraden und kursiven Auspr&amp;auml;gung. Die Bl&amp;uuml;tezeit erlebte die humanistische kursive Minuskel in der Renaissance. Sie setzte sich aus den Kleinbuchstaben der karolingischen Minuskel und den Gro&amp;szlig;buchstaben der Capitalis monumentalis. Einer der gr&amp;ouml;&amp;szlig;ten F&amp;ouml;rderer der humanistischen Minuskel war Niccol&amp;oacute; Niccoli (1363&amp;ndash;1437).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die humanistische Minuskel war die Vorl&amp;auml;uferin einer fl&amp;uuml;ssig geschriebenen kursiven Form, welche ebenfalls unter dem Einflu&amp;szlig; von Kalligraphen zur gepflegten Cancellaresca f&amp;uuml;hrte. Von der Mitte des 15. Jahrhunderts an entstanden in der p&amp;auml;pstlichen Kanzlei die Sendeschreiben in vollendeter humanistischer Kursive, der Cancellaresca corsiva (oder littera da brevi) und der Cancellaresca formata, wogegen die p&amp;auml;pstlichen Erl&amp;auml;sse weiterhin in der littera da bolle, einer gebrochenen Schrift, geschrieben wurden. Die Cancellaresca verbreitete sich in K&amp;uuml;rze &amp;uuml;ber Europa und wurde zur beliebten Handschrift von Gelehrten und K&amp;uuml;nstlern (Caflisch M., Schriftanalysen, Bd. 1, 2003: 50).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Direkt aus der Cancellaresca formata entwickelt Francesco Griffo aus Bologna im Auftrag des venezianischen Druckers Aldus Manutius um 1501 eine aldinische Kursive mit der die Klassiker im Taschenbuchformat gedruckt werden sollen. Das Exklusiv-Recht f&amp;uuml;r den alleinigen Gebrauch der Kursive, das Manutius von der Stadt erhalten hat, ist wirkungslos geblieben &amp;ndash; binnen k&amp;uuml;rzester Zeit verbreitet sich diese Form in ganz Europa. In den Jahren 1524&amp;ndash;27 bekommt die aldinische Kursive neue Konkurrenz: die r&amp;ouml;mische Kursive von Ludovico degli Arrighi (Ludovico Vincentino).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Kursive existierte urspr&amp;uuml;nglich als eigenst&amp;auml;ndige Schrift, bis sie ab dem 17. Jahrhundert als eine &amp;bdquo;Erg&amp;auml;nzungsschrift&amp;ldquo; der Antiqua-Schrift geschnitten wird. Der Franzose Philippe Grandjean legt der Schrift &amp;bdquo;Romains du Roi&amp;ldquo; im Jahr 1702 eine Kursive bei. Sp&amp;auml;ter folgten dem Trend der k&amp;ouml;niglichen Druckerei auch Pierre Simon Fournier (der erg&amp;auml;nzt die kursiven Minuskeln um Serife) und Firmin Didot.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;Anwendung der Kursive&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Die Kursive wird im deutschsprachigen Raum f&amp;uuml;r Auszeichnungen im Text eingesetzt. &lt;br /&gt;Sie wird h&amp;auml;ufig f&amp;uuml;r &lt;em&gt;kurze&lt;/em&gt; Zitate oder Audr&amp;uuml;cke in &lt;em&gt;fremder&lt;/em&gt; Sprache verwendet. Der Einsatz der Kursivschrift in den Versalien oder f&amp;uuml;r den Titel sollte gut &amp;uuml;berlegt sein und h&amp;auml;ngt oft von der Schrift ab. Die Kursive ver&amp;auml;ndert den Grauwert des Textes nicht. In kleinen Schriftgraden sollte die Kursivschrift immer spationiert werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;&amp;bdquo;Echte&amp;ldquo; Kursive vs. schr&amp;auml;ggestellter &amp;bdquo;Normal-Stil&amp;ldquo;&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;F&amp;uuml;r die Anwendung der Kursive in den digitalen Publikationen ben&amp;ouml;tigt man neben der regul&amp;auml;ren Schrift eine zus&amp;auml;tzliche &lt;em&gt;kursive&lt;/em&gt; Schrift names &amp;bdquo;italic&amp;ldquo; bzw. &amp;bdquo;oblique&amp;ldquo;. Dieser &amp;bdquo;italic&amp;ldquo; Schnitt wird nicht elektronisch aus dem &amp;bdquo;normalen&amp;ldquo; Schnitt durch die Schr&amp;auml;gstellung optisch verzerrt, sondern von Typografen als Schnitt zus&amp;auml;tzlich entworfen und im Programm &amp;uuml;ber das Schriftmen&amp;uuml; angewandt. Sehr deutlich sieht man den Unterschied beim Betrachten der Buchstaben &amp;bdquo;g&amp;ldquo;, &amp;bdquo;a&amp;ldquo; und &amp;bdquo;f&amp;ldquo;. &lt;br /&gt;Microsoft Word&amp;trade; war fr&amp;uuml;her von seinen k&amp;uuml;nstlich erzeugten &amp;bdquo;Kursiv-Verzerrungen&amp;ldquo; bekannt. Mittlerweile interpretieren die meisten Anwendungen den Knopf &amp;bdquo;Kursiv&amp;ldquo;&amp;nbsp; &lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/italic.gif&quot; alt=&quot;italic&quot; width=&quot;27&quot; height=&quot;28&quot; /&gt; korrekt (vorausgesetzt, die Kursiv-Schnitte der Schrift sind installiert).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/kursive-unecht.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Echte und k&amp;uuml;nstliche Kursive&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Echte und k&amp;uuml;nstliche Kursive'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/kursive-unechtk.png&quot; alt=&quot;Echte und k&amp;uuml;nstliche Kursive&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; vertical-align: bottom;&quot; title=&quot;Echte und k&amp;uuml;nstliche Kursive&quot; /&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/kursive-bsp.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Beispiele f&amp;uuml;r Regular- und Kursivschnitte einer Schrift.&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Beispiele f&amp;uuml;r Regular- und Kursivschnitte einer Schrift.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/kursive-bspk.png&quot; alt=&quot;Beispiele f&amp;uuml;r Regular- und Kursivschnitte einer Schrift.&quot; title=&quot;Beispiele f&amp;uuml;r Regular- und Kursivschnitte einer Schrift.&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/latin_majuskel.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;&amp;Auml;ltere r&amp;ouml;mische Kursive&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: '&amp;Auml;ltere r&amp;ouml;mische Kursive (Capitalis Cursiva): Charakteristisch f&amp;uuml;r die &amp;auml;ltere r&amp;ouml;mische Kursive ist unter anderem das so genannten &amp;bdquo;b &amp;agrave; panse gauche&amp;ldquo;, das b mit dem Bauch nach links. Aus dieser Schrift entwickelte sich die j&amp;uuml;ngere r&amp;ouml;mische Minuskel. Ausz&amp;uuml;ge aus Reden im r&amp;ouml;mischen Senat, Papyrusfragment, 1. Jh. n. Chr.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/latin_majuskelk.png&quot; alt=&quot;&amp;Auml;ltere r&amp;ouml;mische Kursive&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; title=&quot;&amp;Auml;ltere r&amp;ouml;mische Kursive&quot; /&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/kursive-manutius.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Kursive des Aldus Manutius&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Kursive des Aldus Manutius aus dem Jahr 1500 geschnitten von Francesco Griffo. Quelle: Caflisch M., Schriftanalysen, Bd. 1, 2003:54.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/kursive-manutiusk.png&quot; alt=&quot;Thumbnail image&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/kursive-arrighi.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Kursive des Ludovico desgli Arrighi&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Kursive des Ludovico degli Arrighi, geschnitten von Lautizio Perugino im Jahr 1523. Quelle: Caflisch M., Schriftanalysen, Bd. 1, 2003:55.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/kursive-arrighik.png&quot; alt=&quot;Thumbnail image&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</summary>
		<content type="html">&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/kursive.png&quot; alt=&quot;kursive&quot; width=&quot;199&quot; height=&quot;84&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;Die Bezeichnung &amp;bdquo;Kursive&amp;ldquo; stammt aus dem Lateinischem &amp;sbquo;currere&amp;lsquo; = laufen, rennen und steht f&amp;uuml;r schr&amp;auml;g &amp;ndash; meist nach rechts geneigte &amp;ndash; laufende Schrift.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Geschichte der Typografie h&amp;auml;ngt unmittelbar zusammen mit der handgeschriebenen Schrift und Kalligrafie. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Form der Glyphen und der Duktus der Schrift &amp;ndash; die sich aus der Form der Spitze des Schreibwerkzeugs und seiner F&amp;uuml;hrung&amp;nbsp; mit der Hand ergeben haben &amp;ndash; haben sp&amp;auml;ter auch Einflu&amp;szlig; auf die Form und das Aussehen der geschnitzten, gegossenen bzw. gedruckten Schrift. W&amp;auml;hrend die Majuskeln (Gro&amp;szlig;buchstaben) von den r&amp;ouml;mischen Inschriften (Antikes Rom, Trajanss&amp;auml;ule) und die Minuskeln (Kleinbuchstaben, Gemeine) aus den Kleinbuchstaben des altgriechischen und r&amp;ouml;mischen Alphabets abegeleitet werden, ist die Kursive eine Nachahmung der handgeschriebenen Schrift.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die zahlreichen Abschriften der Majuskel-Schriften (Capitalis) f&amp;uuml;hrten zur Entstehung einer Majuskelkurssive (Capitalis Cursiva). Durch die st&amp;auml;ndige Ver&amp;auml;nderung der Form der Buchstaben entwickelte sich schliesslich die Minuskel mit den langen Endungen und Schleifen oben und unten (daher die Bezeichnung der Drei-Zonen-Schrift der &amp;bdquo;j&amp;uuml;ngeren r&amp;ouml;mischen Kursive&amp;ldquo;).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Ausbreitung des Frankenreiches des Kaisers Karl des Gro&amp;szlig;en f&amp;uuml;hrte zur Entstehung der &amp;bdquo;karolingischen Minuskel&amp;ldquo; in der geraden und kursiven Auspr&amp;auml;gung. Die Bl&amp;uuml;tezeit erlebte die humanistische kursive Minuskel in der Renaissance. Sie setzte sich aus den Kleinbuchstaben der karolingischen Minuskel und den Gro&amp;szlig;buchstaben der Capitalis monumentalis. Einer der gr&amp;ouml;&amp;szlig;ten F&amp;ouml;rderer der humanistischen Minuskel war Niccol&amp;oacute; Niccoli (1363&amp;ndash;1437).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die humanistische Minuskel war die Vorl&amp;auml;uferin einer fl&amp;uuml;ssig geschriebenen kursiven Form, welche ebenfalls unter dem Einflu&amp;szlig; von Kalligraphen zur gepflegten Cancellaresca f&amp;uuml;hrte. Von der Mitte des 15. Jahrhunderts an entstanden in der p&amp;auml;pstlichen Kanzlei die Sendeschreiben in vollendeter humanistischer Kursive, der Cancellaresca corsiva (oder littera da brevi) und der Cancellaresca formata, wogegen die p&amp;auml;pstlichen Erl&amp;auml;sse weiterhin in der littera da bolle, einer gebrochenen Schrift, geschrieben wurden. Die Cancellaresca verbreitete sich in K&amp;uuml;rze &amp;uuml;ber Europa und wurde zur beliebten Handschrift von Gelehrten und K&amp;uuml;nstlern (Caflisch M., Schriftanalysen, Bd. 1, 2003: 50).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Direkt aus der Cancellaresca formata entwickelt Francesco Griffo aus Bologna im Auftrag des venezianischen Druckers Aldus Manutius um 1501 eine aldinische Kursive mit der die Klassiker im Taschenbuchformat gedruckt werden sollen. Das Exklusiv-Recht f&amp;uuml;r den alleinigen Gebrauch der Kursive, das Manutius von der Stadt erhalten hat, ist wirkungslos geblieben &amp;ndash; binnen k&amp;uuml;rzester Zeit verbreitet sich diese Form in ganz Europa. In den Jahren 1524&amp;ndash;27 bekommt die aldinische Kursive neue Konkurrenz: die r&amp;ouml;mische Kursive von Ludovico degli Arrighi (Ludovico Vincentino).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Kursive existierte urspr&amp;uuml;nglich als eigenst&amp;auml;ndige Schrift, bis sie ab dem 17. Jahrhundert als eine &amp;bdquo;Erg&amp;auml;nzungsschrift&amp;ldquo; der Antiqua-Schrift geschnitten wird. Der Franzose Philippe Grandjean legt der Schrift &amp;bdquo;Romains du Roi&amp;ldquo; im Jahr 1702 eine Kursive bei. Sp&amp;auml;ter folgten dem Trend der k&amp;ouml;niglichen Druckerei auch Pierre Simon Fournier (der erg&amp;auml;nzt die kursiven Minuskeln um Serife) und Firmin Didot.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;Anwendung der Kursive&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Die Kursive wird im deutschsprachigen Raum f&amp;uuml;r Auszeichnungen im Text eingesetzt. &lt;br /&gt;Sie wird h&amp;auml;ufig f&amp;uuml;r &lt;em&gt;kurze&lt;/em&gt; Zitate oder Audr&amp;uuml;cke in &lt;em&gt;fremder&lt;/em&gt; Sprache verwendet. Der Einsatz der Kursivschrift in den Versalien oder f&amp;uuml;r den Titel sollte gut &amp;uuml;berlegt sein und h&amp;auml;ngt oft von der Schrift ab. Die Kursive ver&amp;auml;ndert den Grauwert des Textes nicht. In kleinen Schriftgraden sollte die Kursivschrift immer spationiert werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h4 class=&quot;article&quot;&gt;&amp;bdquo;Echte&amp;ldquo; Kursive vs. schr&amp;auml;ggestellter &amp;bdquo;Normal-Stil&amp;ldquo;&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;F&amp;uuml;r die Anwendung der Kursive in den digitalen Publikationen ben&amp;ouml;tigt man neben der regul&amp;auml;ren Schrift eine zus&amp;auml;tzliche &lt;em&gt;kursive&lt;/em&gt; Schrift names &amp;bdquo;italic&amp;ldquo; bzw. &amp;bdquo;oblique&amp;ldquo;. Dieser &amp;bdquo;italic&amp;ldquo; Schnitt wird nicht elektronisch aus dem &amp;bdquo;normalen&amp;ldquo; Schnitt durch die Schr&amp;auml;gstellung optisch verzerrt, sondern von Typografen als Schnitt zus&amp;auml;tzlich entworfen und im Programm &amp;uuml;ber das Schriftmen&amp;uuml; angewandt. Sehr deutlich sieht man den Unterschied beim Betrachten der Buchstaben &amp;bdquo;g&amp;ldquo;, &amp;bdquo;a&amp;ldquo; und &amp;bdquo;f&amp;ldquo;. &lt;br /&gt;Microsoft Word&amp;trade; war fr&amp;uuml;her von seinen k&amp;uuml;nstlich erzeugten &amp;bdquo;Kursiv-Verzerrungen&amp;ldquo; bekannt. Mittlerweile interpretieren die meisten Anwendungen den Knopf &amp;bdquo;Kursiv&amp;ldquo;&amp;nbsp; &lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/italic.gif&quot; alt=&quot;italic&quot; width=&quot;27&quot; height=&quot;28&quot; /&gt; korrekt (vorausgesetzt, die Kursiv-Schnitte der Schrift sind installiert).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/kursive-unecht.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Echte und k&amp;uuml;nstliche Kursive&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Echte und k&amp;uuml;nstliche Kursive'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/kursive-unechtk.png&quot; alt=&quot;Echte und k&amp;uuml;nstliche Kursive&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; vertical-align: bottom;&quot; title=&quot;Echte und k&amp;uuml;nstliche Kursive&quot; /&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/kursive-bsp.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Beispiele f&amp;uuml;r Regular- und Kursivschnitte einer Schrift.&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Beispiele f&amp;uuml;r Regular- und Kursivschnitte einer Schrift.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/kursive-bspk.png&quot; alt=&quot;Beispiele f&amp;uuml;r Regular- und Kursivschnitte einer Schrift.&quot; title=&quot;Beispiele f&amp;uuml;r Regular- und Kursivschnitte einer Schrift.&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/latin_majuskel.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;&amp;Auml;ltere r&amp;ouml;mische Kursive&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: '&amp;Auml;ltere r&amp;ouml;mische Kursive (Capitalis Cursiva): Charakteristisch f&amp;uuml;r die &amp;auml;ltere r&amp;ouml;mische Kursive ist unter anderem das so genannten &amp;bdquo;b &amp;agrave; panse gauche&amp;ldquo;, das b mit dem Bauch nach links. Aus dieser Schrift entwickelte sich die j&amp;uuml;ngere r&amp;ouml;mische Minuskel. Ausz&amp;uuml;ge aus Reden im r&amp;ouml;mischen Senat, Papyrusfragment, 1. Jh. n. Chr.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/latin_majuskelk.png&quot; alt=&quot;&amp;Auml;ltere r&amp;ouml;mische Kursive&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; title=&quot;&amp;Auml;ltere r&amp;ouml;mische Kursive&quot; /&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/kursive-manutius.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Kursive des Aldus Manutius&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Kursive des Aldus Manutius aus dem Jahr 1500 geschnitten von Francesco Griffo. Quelle: Caflisch M., Schriftanalysen, Bd. 1, 2003:54.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/kursive-manutiusk.png&quot; alt=&quot;Thumbnail image&quot; style=&quot;margin-right: 3px; margin-bottom: 3px; float: left;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/kursive-arrighi.png&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;highslide&quot; title=&quot;Kursive des Ludovico desgli Arrighi&quot; onclick=&quot;return hs.expand(this,{captionText: 'Kursive des Ludovico degli Arrighi, geschnitten von Lautizio Perugino im Jahr 1523. Quelle: Caflisch M., Schriftanalysen, Bd. 1, 2003:55.'})&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.typovia.at/images/typo/kursive-arrighik.png&quot; alt=&quot;Thumbnail image&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</content>
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