Typografie

aus dem Griechischen τυπογραφία typographía, von τύπος týpos ‚Schlag‘, ‚Abdruck‘, ‚Form‘, und γραφειν grafeïn ‚zeichnen‘, ‚beschreiben‘, ‚einritzen‘.

Der Begriff ist seit der erstmaligen Verwendung im Jahr 1488 (Einleitung zum »Astronomicon« von Antonio Zarotto, Mailand) mehrmals dem Verständniswandel unterzogen worden.

  • Auf der einen Seite dominieren die praktischen Anwendungsmöglichkeiten der Disziplin, wie Druckerkunst, praktischer Einsatz in der Buchproduktion, gestalterische Möglichkeiten, Kunst, Mikro- und Makrotypografie,
  • auf der Anderen die theoretischen Ansätze, wie Philosophie des Wortes, des Typos, der Zeichen, Wahrnehmungs- und Verständigungsthematik, Ästhetik, Schrift als Medium, Lesegewohnheiten des Menschen, gesellschaftliche und kulturelle Einflüsse usw.

Desweiteren ist es auch der geschichtliche Wandel dieser Disziplin in den vergangenen Jahrhunderten. So spricht Jan Tschichild von der „alten” Typografie der Zeit von 1450–1914. Aus heutiger Sicht wissen wir, dass der digitale Wandel seit den Siebziger Jahren des XX. Jahrhunderts definitiv die „neue” Typografie ausmacht. Die Zeit zwischen 1914 und 1975 – mit den Einflüssen des Bauhauses, der russischen Vorreiter, des II. Weltkriegs, der erstarkten Schweizer Typografie, der Ulmer Gestaltungsschule u. ä. – wäre aus unserer Sicht treffender als „Typografie der Neuerung” oder „Typografie des Übergangs "bezeichnet.

Definition der Typografie:

Lehre von der Form und Gestaltung der Schriftzeichen, im weiteren Sinn der Darbietung von Text in materieller und digitaler Ausprägung, wie auch die Lehre von den Grundelementen der Textgestaltung: von den einzelnen Buchstaben, von der Zusammenfügung einzelner Buchstaben zu Wörtern, von Wörtern zu Zeilen, Zeilen zu Absätzen, Textblöcken, Spalten, Seiten und Büchern.

EIGENDEFINTION: TYPOVIA

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